Mittwoch, 12. Juni 2019

Wanderung im Taubergießen


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Am letzten Samstag sind wir spontan zum Taubergießen gefahren, um dort zu wandern. Wir waren das erste und bisher einzige Mal dort, als wir vor fast 10 Jahren einen Ausflug mit SchwieMu dort hin machten. Da konnte sie noch einigermaßen laufen! Und seither wollten wir immer mal wieder dort hin. Am Samstag hat es endlich geklappt.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Mit dem Auto ging es ins 30 Minuten entfernte Rust. Da wir erst Mittags los sind, war der Anfahrtsstau für den Europapark bereits aufgelöst und wir kamen ohne Wartezeiten von der Autobahn runter. Am Freizeitpark vorbei ging es direkt in den kleinen Ort Rust, vorbei an weiteren riesigen Parkplätzen, einem Campingplatz - der wohl auch zum Freizeitpark gehört - und über einen schmalen Wirtschaftsweg ins Naturschutzgebiet Taubergießen.
Wanderparkplatz außerhalb von Rust
Taubergießen ist ein Auengebiet auf rechter Seite des Rheins und seit 1979 Naturschutzgebiet. Außerdem ist es eines der größten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg. Der Name kommt vom Taubergießen, einem der vielen Wasserläufe- und -arme im Naturschutzgebiet. Wobei Taub bei den Fischern ein eher fischarmes Gewässer benennt und Gießen ein zum großteil unterirdisch fließender Strom ist.

Taubergießen gehört überwiegend zur den Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust und Rheinhausen (alle auf deutscher Seite des Rheins). Historisch bedingt sind allerdings ca. 10 km² Grundbesitz der französischen Gemeinde Rhinau. Auf deutschem Staatsgebiet ist dieses „Stück Elsass in Deutschland“ als gemeindefreies Gebiet Rheinau eingeordnet. Das haben wir aber erst durch späteres googlen erfahren. Unterwegs wunderten wir uns nur über das Schild, das uns verkündete, wir würden jetzt die Gemeinde Rhinau betreten, obwohl wir doch gar nicht über die eigentliche Grenze (den Rhein) gehen wollten bzw. konnten.
Blick vom Wanderparkplatz zum Europapark
Vom Wanderparkplatz aus waren die ganzen Achterbahnen vom Europapark noch zu sehen und sogar das Kreischen zu hören. Es ist irre, dass so ein riesiger Freizeitpark direkt an ein so schönes Naturschutzgebiet anschließt.

Der Wanderweg, den wir uns ausgesucht haben, ist im Prinzip eine kleine Verlängerung der Sumpfbiberroute.
Weg entlang des Damms
Zu Beginn ging es erstmal am Damm entlang. Der Weg ist auf der gesamten Strecke nichts besonderes. Breite Kies- oder Waldwege, die sich gut gehen lassen und lausige 20 m Steigung sind zu bewältigen. Daher war die Tour von den Wegen her eher öde. Allerdings gibt es entlang des Weges so viel zu sehen und zu entdecken. Und landschaftlich ist die Gegend einfach nur Bilderbuch :-)





Pyramidenwurz
in welche Richtung das Schild zum Parkplatz wohl wies?
Wir sahen duzende verschiedene Sorten von Libellen. Blaue, grüne, gelbe, dicke, dünne, große, kleine. Schmetterlinge ohne Ende sowie die ein oder andere Eidechse. Eine Blütenpracht auf dem Damm. Sogar eine Orchidee - den Pyramidenwurz - haben wir entdeckt.





 


 

Irgendwann ging es dann über den Damm in den Auenwald hinein. Links und rechts des Weges überall Wasserlöcher, Bäche, kleine Seen umsäumt von Grün. Ein herrlicher Anblick, der irgendwie an Urwald erinnerte. In den Gewässern unzählige Schwäne, Enten und Kormorane. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viele Schwäne auf einem Haufen gesehen habe! Der Weg führte uns weiter bis an den Rhein.
Kormorane in den Rheinauen


Mitten drin dann der Hinweis auf die französische Gemeinde Rhinau. Als wir unterwegs waren wunderten wir uns schon sehr. Wie oben beschrieben handelte es sich hierbei um das "kleine Stückchen Elsass in Deutschland" :-)
Ein kleines Stück Elsass in Deutschland

Noch mehr Kormorane




 

so viele Schwäne auf dem Rhein
Dort begann dann der wegetechnisch langweiligste Teil. Denn es ging auf einem breiten Kiesweg für fast 5 km immer schnurgerade am Rhein entlang. Rechts der Rhein, links der Auenwald, kaum Schatten auf dem Weg.

fast 5 km schnurgerade am Rhein entlang
Und doch gab es auch hier wahnsinnig viel zu entdecken. Nicht nur Schwäne und Kraniche. Wir haben einen Haubentaucher gesehen und wieder Kormorane an den Wehren im Rhein.
Kormoran auf einem Wehr


in einer leicht baufälligen Hütte haben wir Pause gemacht
Zum Teil waren riesige Algenteppiche am Ufer. An anderen Stellen wirkte das Wasser in Ufernähe glasklar. Es gab interessante Gebilde an Gräsern, die durch den alten Pappelflaum an Zuckerwatte erinnerten. Und mir war bis dahin nicht bewusst, dass Seerosen auch in Fließgewässern wachsen (können). Aber wir haben im Rhein eine kleine Kolonie Seerosen gesichtet!
Rheinzufluss in den Auenwald
Seerosen im Rhein


Haubentaucher im Rhein
Auf der anderen Rheinseite, nur einen Steinwurf entfernt, schon Frankreich. Ich liebe das Grenzgebiet. Es fasziniert mich immer wieder.
Pappelflaum - Zuckerwatte :-)
Kormorane auf einem anderen Wehr
Detail des Wehres
Statt der Sumpfbiberroute wieder in den Auenwald zu folgen, sind wir noch ein Stückchen am Rhein entlang gewandert bis zur Mündung des Leopoldskanals. Dessen Beginn hatten wir ja bereits mit unserer Dreisamwanderung erlaufen. Damals war er unser Zielpunkt in Riegel.
Mündung des Leopoldskanals
Ab dort folgten wir dem Wegezeichen des Schwarzwaldvereins (Raute mit blauen Wellen, der 160 km lange Rheinauenweg von Kehl nach Basel!) über etwas unwegsames Gebiet bis zur einer Furt, die tatsächlich noch ordentlich Wasser führte.

Die einzige Furt auf unserem Weg, die noch Wasser führte
Ab durch die Mitte...
Also, Schuhe aus und durchwaten. Das Wasser war eiskalt - eine herrliche Erfrischung nach dem fast 5 km Marsch in der Sonne. Hinter der Furt hielten wir uns dann wieder links und folgten dem Rand Taubergießens wieder Richtung Norden.
einer der wenigen "heilen" Hirschkäfer - aber leider auch tot



Hier fanden wir bestimmt ein halbes Duzend riesiger Hirschkäfer. Ich habe sie zum ersten Mal in meinem Leben in natura gesehen und war daher auch etwas enttäuscht, dass sie alle bereits das Zeitliche gesegnet hatten. Teilweise lagen nur noch die Köpfe herum. Welches Tier sich da wohl einen Snack geholt hatte?




Mit der Wodan Holzachterbahn bin ich immer noch nicht gefahren :-(
Der Europapark kam wieder in Sicht- und später auch in Hörweite. Aber zuerst mussten wir noch so eine seltsam anmutende Anlage passieren. Mitten im Nirgendwo, zwischen Naturschutzgebiet und Feldern standen riesige Sattelitenschüsseln herum. Mittendrin ein kleines Gebäude und außenherum ein hoher Zaun. Unser erster Gedanke war, dass es sich dabei um irgendwas zur TV Übertragung oder so handeln müsse, denn es war ja nur einen Steinwurf vom Europapark entfernt und von dort finden ja regelmäßig TV Übertragungen statt. Ich machte ein Bild davon, weil das so außergewöhnlich aussah und wir näherten uns dann gemächlich dem Gelände.
Dann passierten wir ein gelbes Warnschild, das quasi direkt vor dem Gelände stand. Militärischer Bereich! Fotografieren und Co. sind strengstens verboten. Wieso sie das Schild dann nicht schon 500 m früher aufgestellt hatten, wo ich ja mein Foto bereits gemacht habe, ist uns ein Rätsel. Die Schüsseln, was immer die da auch senden oder empfangen, scheinen noch in Betrieb zu sein. Denn es standen ein oder zwei Autos innerhalb des Zauns. Wir haben uns dann optisch auf dem Damm eher nach links orientiert, denn da gab es wieder Auenlandschaft zu bestaunen.
Die Silverstar fuhr ich einmal - und werde es NIE WIEDER tun :-D


meine geliebte Blue Fire
Von den Satellitenschüsseln waren es dann noch knapp 2 km bis zum Auto und auf halber Strecke trafen wir dann auch wieder auf den Sumpfbiberpfad.

Unser Rundweg hatte etwa 17 km und wir haben 5 Stunden gebraucht. Davon allerdings nur etwa 3 Stunden reine Gehzeit. Die restlichen zwei Stunden gingen für gucken und staunen drauf :-D

Zurück am Auto freuten wir uns, dass es immer noch halb im Schatten stand und daher innen nicht allzu aufgeheizt war. Da wir so nah am Europapark vorbei kamen, hätte ich jetzt richtig Lust, da auch mal wieder rein zu gehen. Aber die 52 EUR Eintritt pro Person zzgl. Parkgebühr sind finanziell für uns im Moment einfach nicht drin. Hoffentlich wieder in zwei Jahren, wenn der Batzen vom Jugendamt abbezahlt ist. Vielleicht ist bis dahin auch der Abgebrannte Teil wieder voll zugänglich :-D Der Europapark läuft uns ja zum Glück nicht weg.

Montag, 3. Juni 2019

Wanderung vom Kandel nach Denzlingen

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Unser Internet und Telefon fallen immer noch alle Nase lang für Stunden aus. Scheinbar hat es am Freitag doch kein Techniker mehr zu uns in die Straße geschafft - hätte mich auch gewundert. So ist es allerdings echt schwer, euch von unserer Wanderung am Feiertag zu berichten. Denn letzten Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, hatten wir ja frei und waren unterwegs.
Unsere Wanderung, Karte von Komoot
Wir sind nicht so mordsfrüh aufgestanden und erst um 11:15 Uhr mit der S-Bahn nach Denzlingen und von dort mit dem Bus hinauf auf den Kandel gefahren. Wären wir mal besser schon um 9 Uhr los gefahren! Denn in Glottertal war "Rebhüsli-Irgendwas-Fest". Eine Art Weinwanderung, wie es aussah. Und es war die Hölle los - trotz Sonderbussen. Wir haben es jedenfalls gerade so in den normalen Bus geschafft und hatten für gut 15 Minuten - gefühlt war es deutlich länger - einen herrlichen Stehplatz. Umfallen ging nicht, auch wenn man wollte. Festhalten wollte ich mich trotzdem (sehr kurvige Strecke!). Dank monströsem, geländetauglichen Kinderwagen kam ich fast gar nicht an die Halteschlaufe und jede Kurve, jedes Bremsen und jedes Beschleunigen riss an meinem Schultergelenk - und ich mit der anderen Hand an Schatz' Gürtel. Irgendwann wurde mein Arm taub und in den Fingerspitzen kribbelte es. Nicht gut.

Als wir es dann endlich bis zum Ortsausgang von Glottertal geschafft hatten, stieg mehr als die Hälfte der Leute aus und wir ergatterten Sitzplätze. Ich habe die Schulter ein paar Mal kreisen lassen, irgendwas rutschte wieder dahin wo es hingehörte und danach kam auch wieder Gefühl in Arm und Hand. Die restliche Fahrt hinauf nach St. Peter und weiter zum Kandel waren dann echt gemütlich.
Mit dem Bus am Kandel
Auf dem Kandel angekommen sind wir erstmal die paar hundert Meter zur Gipfelpyramide hinauf gewandert. Dort war noch das Gefühl von Völkerwanderung. Scharen von Familien, Wanderern und Gleitschirmfliegern drängten sich auf den Wegen und Wiesen.


Völkerwanderung zur Gipfelpyramide
Blick Richtung Emmendingen (ganz grob geschätzt)
Beim Blick hinab auf den Parkplatz waren wir froh, dass wir keinen Rundweg laufen wollten und daher mit dem Bus kamen. Ob wir da noch einen Platz gefunden hätten?
Blick zum Kandel-Parkplatz und Startrampe der Gleitschirme
Blick ins Rheintal
Auf der Wiese am Gipfel flatterten unzählige Schwalbenschwänze herum. Diese herrlichen großen Schmetterlinge habe ich bisher nur zweimal gesehen. Einmal am Donnerstag auf dem Kandel und einmal vor etwa einem Jahr in St. Peter. Bergschmetterlinge? Jedenfalls habe ich sie in tieferen Lagen noch nie entdeckt.
Auf der Gipfelpyramide war es uns zu voll. Aber man hat auch vom Weg aus einen atemberaubenden Blick in die Rheinebene.
Blick zum Kaiserstuhl
Blick zum Rosskopf
Blick auf einen Teil Freiburgs
Gipfelpyramide auf dem Kandel
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, entfernten wir uns wieder vom Gipfel. Am Wegesrand unzählige andere Schmetterlinge - und ein Arschloch-Kind, das trotz Verbotsschild auf der geschützten Wiese herumrannte und nach den Schmetterlingen schlug. Die Eltern in der Nähe freuten sich noch, dass der Nachwuchs so schön spielte.
Je weiter wir vom Gipfel weg kamen, desto leerer wurden die Wege. Vorerst. Die erhoffte "Mittagspause" an der Thomashütte hatten wir uns ja schon aus dem Kopf geschlagen, als wir die Menschenmassen oben sahen.


An der Thomashütte angekommen hätten wir dann nur noch in der Hütte ein Plätzchen bekommen. Aber im "Dunkeln" ohne Aussicht ist das ganze ja nicht so toll und daher haben wir nur kurz ein paar Bilder von der herrlichen Aussicht da oben gemacht und sind weiter gewandert.
Ausblick von der Thomashütte mit Rheintal und Kaiserstuhl
Aussicht von der Thomashütte
Blick von der Thomashütte ins Glottertal
Was wir vorab nicht wussten bzw. bedachten, als wir uns im letzten Herbst diesen Weg überlegt hatten, war die Tatsache, dass es ab der Thomashütte ein ganzes Stück über den Zweitälersteig geht. Und der Steig macht seinem Namen gerade im oberen Bereich alle Ehre. Es ging steil hinab, auf sehr schmalen Pfaden, mit dicken Steinen auf dem Weg.
Zweitälersteig unterhalb der Thomashütte
Der Abstieg war schweißtreibend und auch mental sehr anstrengend, weil man jeden Schritt mit bedacht setzen musste, um nur ja nicht zu stolpern oder gar zu stürzen. Das wäre bei den scharfkantigen Steinen echt übel gewesen.

Im Schneckentempo kraxelten wir also den Hang hinab, bis die Wege nur noch Schmal, aber nicht mehr mit Geröll beladen waren. Hier ließ es sich deutlich besser wandern und wir kamen wieder etwas schneller voran.

Kurz vor der Ruine Schwarzenburg haben wir an einem Picknicktisch mitten im Wald dann unsere Rast gemacht. Dort war es herrlich, schattig und deutlich ruhiger als oben am Kandel bzw. der Thomashütte.
Allerdings war auch rund um die Ruine Schwarzenburg deutlich mehr "Publikumsverkehr" als wir das von früheren Touren hier oben gewöhnt waren. Erstaunlich. Die Schwarzenburg hatten wir zuletzt im Herbst besucht, daher war sie am Donnerstag keines unserer Ziele.
Aussicht auf Kastelburg und Waldkirch
Von einem etwas breiteren Waldweg kurz vor dem Abzweig zur Schwarzenburg hatten wir dann einen kurzen Blick auf Waldkirch und die gegenüberliegende Kastelburg. Dann bogen wir Richtung Denzlingen ab.
Kastelburg oberhalb von Waldkirch
Die gesamte Wanderstrecke verlief zu gefühlt 80 % auf sehr schmalen Pfaden. Das hat uns gut gefallen. Wir sahen einige Schmetterlinge am Wegesrand, hörten einen Specht und sahen ein Eichhörnchen über den Weg huschen.



Zwischendurch immer mal wieder kurze Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch ins Rheintal.

Holunder war so hoch oben noch nicht ganz so weit wie in Freiburg
Am Luser stand Denzlingen plötzlich nicht mehr auf den Wegweisern. Ein Blick in die Karte verriet, dass wir uns am besten am Suggental orientierten. Und dann, nach 100 m gab es einen neuen Wegweiser, auf dem auch wieder Denzlingen stand :-)

Als wir aus dem Wald heraus kamen, standen wir oberhalb von Glottertal auf dem Weinberg. Moment! Glottertal? Weinberg?! Da war doch dieses Dingsbums-Fest! Seufz...
auf dem Glottertäler Weinberg
Blick auf Glottertal
Zu Anfang hatten wir noch die leise Hoffnung, dass wir vielleicht an den Weinbuden vorbei wandern würden, hörten wir doch das "Rauschen" der Stimmen und die "dicke Backen Musik" nur sehr weit weg. Herrliche Aussicht hat man von dort oben hinab ins Glottertal.
Glottertal
Dann machte der Wanderweg einen Schlenker und dort stand ein Hinweisschild zum Fest. Die Leute wurden mehr. Frauen gackerten wie irre, Männer lallten ein wenig. Einige hatten bereits Probleme mit dem geradeaus laufen. Und dann kamen wir an eine von diesen Weinbuden - und kaum wieder weg. Der Platz da oben auf dem steilen Weinberg ist nun wirklich nicht üppig. Neben dem Weinstand gab es auch noch einen Pavillion und Bänke. Und was nicht sitzen konnte, stand einfach irgendwo, wo Platz war. Da mussten wir nun mitten hindurch.
Heuweiler
Als das geschafft war, hatten wir den Weg wieder fast für uns alleine. Es war, als wären wir durch ein Sieb geflutscht, in dem alle anderen hängen geblieben sind :-D Ein Stückchen ging es nun wieder durch einen Wald hinab und dann erreichten wir den Talgrund und die asphaltierte Straße an einem Sportplatz.
Eine kleine Brücke führte uns über die B294 und von der Mitte der Brücke konnten wir nochmal die Kastelburg oberhalb von Waldkirch sehen.
Blick zur Kastelburg über die B294
Kastelburg von der Brücke über die Bundesstraße aus gesehen
Wir kamen an den Ortsrand von Denzlingen. Von hier waren es noch etwa 6-7 km bis nach Hause. Ursprünglich geplant war, die auch noch zu laufen, um der wahrscheinlich überfüllen S-Bahn zu entgehen. Aber mein kleiner Zeh fühlte sich an, als hätte ich mir eine Blase gelaufen - war am Ende aber zum Glück doch nicht so :-) - und meine Beine waren bleischwer.
Also liefen wir nur noch die etwa 1,5 km bis zum Bahnhof in Denzlingen und keine 5 Minuten später stiegen wir in die S-Bahn, die uns wieder heim brachte. Sie war voll - aber im Gegensatz zum Bus am Vormittag war die Fahrt echt kein Problem :-D
Die Tour hatte ca. 14 km und wir hatten 3,5 Stunden reine Gehzeit. Durch das viele bergab laufen, habe ich mir allerdings einen höllischen Muskelkater eingefangen. Am Freitag konnte ich kaum laufen. Ab Samstag wurde es täglich etwas besser. Aber selbst jetzt am Montag ist er noch nicht ganz weg.

Zwischendurch fühlte es sich an, als hätte mir jemand faustgroße Stahlkugeln in die Waden implantiert. Autsch! Immerhin kann ich inzwischen wieder Treppen runter laufen, ohne das Gesicht zu verziehen. Es wird also :-D

Ich hoffe, das unser Internet/Telefon in den nächsten 48 Stunden wie versprochen repariert wird. Denn auch unsere Nachbarn sind inzwischen stark genervt - die betrifft es ja auch. Und wenn dann alles läuft, kann ich euch die nächsten Tage noch von Samstag erzählen. Dank Muskeltiger war ja an wandern nicht zu denken. Wir haben stattdessen was anderes schönes gemacht ;-)