Sonntag, 20. August 2017

Kleine Sonntagswanderung in Freiburg

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Nach dem heftigen Unwetter am Freitag Abend hatten sich die Temperaturen in Freiburg merklich abgekühlt. Genau das richtige für mich! Also wollte ich heute nochmal raus. In den Wald. Natur tanken, bevor es morgen zurück ins Büro geht.

Von der Haltestelle Reutebachgasse ging es hinauf in den Wald. Der übliche Weg, wenn wir quasi von daheim starten.
Altbachschlucht
etwas verwachsener Pfad zum weißen Kreuz
Es ging durch die Altbachschlucht, den Steinbruchweg hinauf bis zum weißen Kreuz. Den Weg sind wir die letzten Jahre schon zig mal gelaufen. Aber so schwer wie heute viel er mir schon lange nicht mehr. Irgendwie hatte ich heute keinen guten Tag - obwohl es mir sonst eigentlich super gut ging.
Am weißen Kreuz haben wir kurz Pause gemacht und waren ganz erstaunt, wieviel Platz dort auf einmal ist. Irgendwer hat sich wohl ein Herz gefasst und mal das ganze Unkraut auf dem Platz entfernt. So ordentlich hab ich es dort oben noch nie erlebt.

Durch die vielen grünen Bäume war die Sicht von dort oben allerdings eher mäßig. Vom Kreuz sind wir zur Ladstatt und haben die Wegweiser studiert. Eigentlich war geplant, auf den Rosskopf zu wandern. Das wären von dort noch ca. 2,5 km gewesen, ich ich unter normalen Bedinungen in ca. 1,5 Stunden schaffe. Aber da mir der kurze Aufstieg zum Kreuz heute schon so zugesetzt hat, sind wir von der Ladstatt aus direkt Richtung Sieben Linden gewandert.


So viele Pilze wie im Sauerland haben wir auf unserem Weg allerdings nicht gesehen. Vielleicht war es hier unten noch zu trocken?! Wer weiß.
Was die beiden da wohl machen/umringen?
Ab und zu bot sich ein schöner Ausblick zwischen den Bäumen hindurch. Bei den Sieben Linden haben wir uns dem Burghaldering Richtung Herdern zugewendet. Ein Stück ging es noch durch den Wald und dann kam der Weg im "Villenviertel" in Herdern wieder heraus.
in Herdern
Wir folgten verschiedenen Straßen durch Herdern. Viele große, alte Villen und moderene Häuser auf beiden Straßenseiten. Ein Blick auf's Handy verriet, dass wir ganz in der Nähe vom Botanischen Garten waren. Da wollten wir dann noch eine Runde drehen. Leider war das Tor geschlossen und ein Schild informierte, dass wegen Astbruch der Garten derzeit geschlossen ist. SCHADE!
Ein Stück ging es von dort aus an der Habsburgerstraße entlang und dann parallel zum Bahndamm hinter den Sportplätzen her wieder zur Haltestelle Reutebachgasse. Leider werden wir hier auch nicht vor Wahlplakaten verschont. Die ersten sind auch schon wieder "verschönert" worden :-D
Nach reichlich 15 km und reichlich 3 Stunden waren wir wieder Zuhause. Auch wenn mein Körper heute nicht ganz so wollte wie ich, hat es gut getan, nochmal raus in die Natur zu kommen. Wir haben das Beste draus gemacht :-)

Montag, 14. August 2017

Wander-Urlaub im Sauerland (2017) - Tag 9 (Medebacher Bergweg Etappe 2)

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Heute hieß es wieder um 7 Uhr aufstehen. Wir haben die letzte Wanderung in diesem Urlaub angetreten: Die 2. Etappe vom Medebacher Bergweg. Von Medelon hinauf nach Küstelberg.

Mit dem Bus - und den letzten 2 Fahrten auf unserem 4er-Ticket - ging es um 9:45 Uhr nach Medelon. An der Haltestelle wo wir am Donnerstag aufhörten, machten wir heute weiter.
Start in Medelon

 Es ging in Medelon ein Stückchen an der Orke entlang Richtung Ortsausgang. Vorbei an Sauerländer Fachwerkhäusern, Scheunen und Traktoren.
Entlang der Orke in Medelon

Medelon

 Am Ortsausgang ging es nach rechts, erst auf einen Wiesenweg, dann etwas durch den Wald und anschließend wieder auf einen Wiesenweg, der uns zur Landstraße zwischen Medelon und Hesborn führte. Das Gras war nass und bald auch Schuhe und Hose. Kurz vor der Landstraße war der Weg so zugewuchert, dass man ihn kaum noch erkennen konnte.
Blick auf Medelon


Wo ist der Weg?
 Nachdem wir die Landstraße überquert hatten, gelangten wir auf einen Wanderparkplatz. Von dort führte uns der Weg auf einer breiten Schotterstraße durch das Orketal. Am Wegesrand wieder Pilze ohne Ende und in der Sonne glitzernde Spinnennetze.



 Wir überquerten die Orke an einer Furt. Weil sie so viel Wasser führte, nahmen wir natürlich die Brücke ;-)
Furt in der Orke


 Vorbei am Geologischen Aufschluss - immer noch im Orketal. Dort informiert eine Tafel über den Bänderschiefer und die Fossilien, die man dort bereits fand. Ich kann mich erinnern, als Kind selbst haufenweise Fossilien im Schiefer gefunden zu haben. Im alten Steinbruch bei Medebach. Mittlerweile findet man dort kaum noch was. Ob die Touristen alles weggesammelt haben oder Geologen/Archäologen am Werk waren, ist nicht bekannt.
Geologischer Aufschluss

 Der Weg führt weiter durchs Orketal. Linkerhand mäandert die gut gefüllte Orke, rechts ist Wald. Ein Fuchs ist in einer Wiese auf Mäusejagd. Es gelingt ein Foto, bevor er uns bemerkt und das Weite sucht.
die Orke


Orketal

 Nicht weit vom Geologischen Aufschluss müssen wir jedoch das Orketal verlassen. Bis hier her war der Weg noch sehr gemütlich und ohne nennenswerte Steigungen. Vom Orketal geht es dann rechts weiter, bergauf in Richtung Rösberg. Auch hier müssen wir eine Furt überqueren. Da keine Brücke vorhanden ist, benutzen wir die großen Steine am Rand. Zum Glück ist zusätzlich noch ein Balken zum Festhalten angebracht.


 Im Wald geht es weiter bergan. Hatten wir im Orketal noch alle paar hundert Meter eine Bank, vermissten wir diese beim Anstieg schmerzlich. Im flachen Tal brauchten wir keine Rast. Beim erklimmen des Berges wäre eine Bank zum verschnaufen aber höchst willkommen gewesen. Leider nichts zu machen. Am Ende musste auf halbem Weg ein noch nasser Baumstamm herhalten. Nicht schön, aber besser als gar nichts.


 Der Aufstieg war beschwerlich. Aber noch nichts im Vergleich zu den letzten 500 m! Bis zum Rösbergsattel kamen wir ordentlich ins Schwitzen, aber wir konnten uns noch einigermaßen unterhalten. Der Weg vom Rösbergsattel zum Gipfel war kurz, aber unglaublich steil! Man sieht es auf dem Foto nicht ganz so gut wie erhofft.
Sehr steiler Anstieg zum Rösberg
 So langsam bin ich schon ewig nicht mehr voran gekommen! Alle paar Schritte musste ich stehen bleiben, um den Puls wieder einigermaßen Richtung normal zu bekommen. Der Schweiß lief in Strömen, an eine Unterhaltung war nicht mehr zu denken - atmen war wichtiger :-D
Endlich auf dem Rösberg
 Auf dem Gipfel angekommen entschädigte die Aussicht für alle Mühen. Ein weiter Blick über Wiesen, Felder und Wälder, hinab nach Elkeringhausen und hinüber nach Winterberg. Auf dem Gipfel des Kahlen Astens war der Astenturm zu erkennen. Herrlich! Zwei Bänke luden zur Rast ein - endlich trocken und bequem sitzen!
Blick vom Rösberg auf Elkeringhausen und Winterberg

Blick vom Rösberg auf den Steinbruch bei Hildfeld

 Vom Rösberg sind es dann nur noch gute 2-3 km bis zum Etappenziel: Küstelberg. Es gibt ab hier dann keine Steigungen mehr und kaum steile Abstiege. Ein gemütliches Stück Weg zum ausklingen der Tour.

Winterberg mit Astenturm
 Nach kurzer Zeit blitzen die ersten Häuser von Küstelberg durch die Bäume. Fast geschafft. Nachdem wir so lange der Orke gefolgt sind, freuten wir uns schon darauf, ihre Quelle zu sehen. Leider sind wir wohl dran vorbei gelaufen. Da unser Bus aber in nur 13 Minuten kommen würde, machten wir uns nicht auf die Suche nach der Quelle. Denn der nächste Bus wäre erst wieder in einer Stunde gekommen. Also, heben wir uns die Besichtigung der Orkequelle für das nächste Mal auf ;-)
Küstelberg kommt in Sicht (hinten dran ist Hildfeld)

Küstelberger Kirche (von hinten)

Wasserscheide in Küstelberg
Die Strecke hat "nur" ca. 15 km, die es aber teilweise echt in sich haben. Wir brauchten fast 4,5 Stunden (reine Gehzeit).
Karte von der Komoot App

Von Küstelberg ging es mit dem S30 Bus zurück nach Medebach (Einzelticket für 3,90 EUR p.P.).

An der Bahnhofstraße stiegen wir aus und gingen direkt zum Rewe (100 m weiter). Dort haben wir den Metzger "überfallen" und uns mit was essbarem eingedeckt. Wir hatten einfach nur noch Hunger!

Nachdem wir Hähnchenkeule und Kartoffelsalat vertilgt hatten gab es noch Waldmeisterkuchen als Dessert. Wirklich lecker!

Den Abend verbrachten wir dann wieder gemütlich auf dem Sofa. Mama kam nochmal vorbei - ein letztes Mal. Denn morgen fährt sie für ein paar Tage weg - Bekannte besuchen. Wir machen es uns morgen nochmal gemütlich. Ins Muhseum (Milchmuseum der Upländer Molkerei) soll es gehen :-)