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Donnerstag, 28. April 2022

Seelenwanderung - Erfrischungstour Nr. 19 (Im Naturschutzgebiet Taubergießen)

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Nachdem wir am Dienstag in unserem Urlaub abends noch dachten, wir würden uns nie wieder bewegen können, fühlten wir uns nach einer Mütze Schlaf am Mittwoch erstaunlicherweise topfit! Naja, zumindest teilweise. Wir wollten wandern. Unbedingt. Aber bitte mit möglichst wenigen Höhenmetern. Und 18 km müssten es ja auch nicht direkt wieder sein. Etwas kürzer, etwas platter. Das war der Plan. Gar nicht so leicht, wenn man in einem Mittelgebirge wohnt, was flaches zu finden :-D
 
Nach dem Frühstück konsultierten wir also diverse Quellen und beschlossen, spontan noch eine Runde aus dem Buch "Wandern für die Seele in und um Freiburg" zu machen.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Und so fuhren wir am 13. April kurz vor Mittag mit dem Auto kurz entschlossen an den Rhein. Genauer gesagt, nach Kappel-Grafenhausen. Das sind 30 Minuten Fahrt über die A5 und somit nicht sehr weit.
Parkplatz an der Rheinfähre
Geparkt haben wir auf dem Parkplatz an der Rheinfähre Rhinau. Da war an diesem Mittwoch fast gar nichts los. Wie es dort am Wochenende aussieht, wissen wir allerdings nicht.
Altrhein
Zu Beginn ging es erstmal ein Stückchen zurück an der Straße entlang, über die wir mit dem Auto gekommen waren. Auf dem Fuß- und Radweg fanden wir eine große Weinbergschnecke.
Und am Wegesrand, kurz vor dem hinteren Rheindamm eine historische Pegelstation. Außerdem fanden wir dort ein Bauwerk, das aussah, wie ein Fluttor.
Historische Pegelstation
Ob es sich aber tatsächlich um eines handelt, konnten wir nicht herausfinden. Würde aber Sinn machen, da die Straße dort den landeinwärtigen Damm durchbricht. An der Betonwand des Dammes waren auch historische Hochwasserpegel markiert. Unglaublich, wie weit der Fluss ins Landesinnere kam, wo doch der Rhein an dieser Stelle schon fast einen halben Kilometer entfernt war!
Hochwassermarken am 2. Hochwasserdamm mit Fluttor (?)
Hinter dem Hochwasserdamm bogen wir rechts ein und folgten dem Damm dann für einen halben Kilometer, wo wir schließlich auf den vorderen Rheindamm - direkt am Fluss - trafen.
Blüten auf dem Hochwasserdamm
Unten am Damm entlang ging es knapp 3 Kilometer weit fast schnurgerade. Abwechslung boten die vielen Seitenarme des Altrheins, der hier noch in seinem ursprünglichen Auenwald vor sich hin mäandern darf.
Kanadagänse auf dem Altrhein
Das ganze Gebiet dort oben nennt sich Taubergießen. Das Naturschutzgebiet wurde 1979 gegründet und ist etwa 17 Quadratkilometer groß.
Kanadagans
Kanadagänse waren die ersten Wasservögel, die wir an diesem Tag zu sehen bekamen. Ihr lautes Trompeten hörten wir schon von weitem.
Blüten entlang des Rheindamms
Etwa nach der Hälfte der Strecke wechselten wir an einer Stelle vom unteren Weg, der parallel zum Damm verläuft, auf den Weg direkt auf der Dammkrone. Von dort oben bot sich ein ganz anderer Blick. Wir entdeckten sogar einen großen Feldhasen. Leider war er viel zu schnell im Gebüsch verschwunden, als das ich ein Foto hätte machen können.
Weiter geht es oben auf dem Damm
Schon bald kam der Europapark in Sicht. Im Februar hatten wir schonmal Kontakt mit einem Teil des Europaparks. Nämlich als wir von Waldkirch nach Freiburg wanderten und in Waldkirch an der "Achterbahn-Schmiede" des Europaparkts vorbei liefen.
Die Silverstar Achterbahn (Europapark) vom Rheindamm aus gesehen
Von der Krone des Rheindamms aus, hatten wir einen tollen Blick auf die Silverstar Achterbahn, mit der ich auch ein einziges Mal gefahren bin - und nie wieder. Ich fahre zwar gerne Achterbahn, aber die war mir dann doch etwas zu viel :-D Das Kreischen der Leute wurde vom Wind bis zu uns getragen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie nah der meistbesuchte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum, an einem Naturschutzgebiet steht.
Oben: Silverstar mit Rheindamm / Unten: Blue Fire u. Wodan
Auch die Blue Fire (meine Liebste) und die Holzachterbahn Wodan (auf die ich es noch nicht geschafft habe), waren von einer anderen Stelle des Rheindamms aus sehr gut zu sehen.
Als wir quasi mittig auf Höhe des Europaparks waren, bogen wir nach rechts in den Auenwald ein und weg vom Gekreische der Vergnügunssüchtigen ;-) Wir waren kaum 100 m in den Auenwald hinein gegangen, da hörte man den riesigen Freizeitpark schon nicht mehr. Unglaublich, wie viele Geräusche die Natur so verschluckt. Nun waren wir mitten im Naturschutzgebiet Taubergießen.
Weg durch den Auwald und Listspinne auf Bärlauch
Wir hatten schon um die 6 km zurückgelegt und waren noch nicht lange im Auwald unterwegs, da fanden wir eine Bank an einer Brücke über den Neuen Graben. Weil wir nicht wussten, wann wir wieder so eine herrliche Sitzgelegenheit geboten bekämen, ließen wir uns im Halbschatten nieder.
Rast am Neuen Graben
Apfel und Kiwi aus dem Schüsselchen wurden verputzt und wir lauschten dem leisen Plätschern des Wassers und dem Zwitschern der Vögel. Es war soooo toll. Nur ganz gelegentlich, wenn der Wind drehte, hörten wir noch leise das Kreischen von den Achterbahnen.
Nachdem wir genug pausiert hatten, machten wir uns weiter auf unserem Weg durch den Auenwald. Immer wieder überquerten wir Arme des Altrheins. Auf dieser Tour zum Glück immer über Brücken. Wir haben aber vor 3 Jahren schonmal eine Tour im Taubergießen gemacht, da mussten wir durchs eiskalte Rheinwasser waten :-D Das war ein Spaß...zumindest für mich. Der Liebste fand das damals nicht so dolle.
An einer Stelle war eine Schranke im Wald. Dahinter lag Rhinau (Frankreich). Rhinau hat ein gemeindefreies Gebiet auf der rechten Seite des Rheins. Somit handelt es sich hier im Taubergießen um ein kleines Stückchen Frankreich mitten in Deutschland :-)

Wasserläufer am Altrhein
Weiter ging es einmal quer durch das Naturschutzgebiet und den Auenwald. Es war so wunderschön, wenn das Grün immer wieder durch die natürlichen Gewässer unterbrochen war. So wie hier sah es vor der tulla'schen Begradigung des Rheins überall entlang des Flusses aus. Auf den ersten Etappen des Rheinauenwegs, die wir bereits gemeistert haben, konnten wir den krassen Unterschied von damals zu heute bereits erleben.
Brücke am Dornskopf
An manchen Stellen brodelte die Wasseroberfläche von Wasserläufern. An anderen Stellen waren die Insekten gar nicht zu sehen. Zum Glück war noch keine Mückenzeit!

Blüten am Wegesrand im Taubergießen
Die unterschiedlichen Färbungen des Wassers haben mich auch fasziniert. Manchmal schimmerte es in einem satten Grün, dann war es wieder eher bläulich oder bräunlich. Einmal sogar fast türkis. Man konnte sich gar nicht satt sehen.
Nach gut 2 km hatten wir das Naturschutzgebiet einmal in der Breite durchquert und fanden uns direkt am Rhein wieder. Hier ging es dann reichliche 4 km immer gerade aus über den Rheindamm direkt am Fluss.
verwachsene Reste eine Bunkers aus dem 2. Weltkrieg
Und obwohl es wie stumpfes geradeaus latschen anmuten mag, gab es doch so einiges zu sehen und zu entdecken. Zum Beispiel diverse, mehrsprachige Warntafeln oder einen halb zugewucherten Rest eines alten Weltkriegsbunkers.
Rheindamm und Rhein
Auch der Rheindamm an sich war nicht allzu öde. Mal gab es Bäume beiderseits des Weges, mal nur auf der flussabgewandten Seite. Ein Wechsel aus Licht und Schatten sorgte dafür, dass wir auch die unterschiedlichsten Tiere zu sehen bekamen. Leider war ich nicht schnell genug, um sie alle auf ein Bild zu bannen. Die Eidechsen in der Stadt sind z. B. deutlich weniger scheu und schneller zu entdecken als die, die sich hier am Wegesrand tarnten ;-)
Rheindamm direkt am Rhein
Dafür konnte ich ein paar Schwäne ablichten und ein Tagpfauenauge posierte ebenfalls für die Kamera.

Schutzhütte am Rhein
Wir passierten eine Schutzhütte, in der wir hätten rasten können. Die war allerdings gerade belegt und wir wollten lieber weiter. Die letzte Rast war noch nicht so lange her. Auch einen Myriameterstein fand sich hier. So einen hatten wir schon auf einer der Etappen des Rheinauenwegs (auf einem Autobahnrastplatz direkt am Rhein) entdeckt.
Myriameterstein
An einem Wehr konnten wir Kormorane und einen Haubentaucher beobachten. Der Haubentaucher war schwer auf ein Bild zu bekommen. Immer wenn ich ihn gerade im Sucher gefunden hatte, tauchte er schon wieder ab und kam an einer ganz anderen Stelle wieder hoch :-D
Kormoran und Haubentaucher am Wehr im Rhein

Kurz bevor der Weg uns gerade aus ans Ende einer dünnen Landzunge geführt hätte, bogen wir nach rechts wieder in den Auenwald ein. Hier ist der Auenwald allerding nur einen knappen Kilometer breit.
Dafür gibt es unzählige Flussarme. Die Landschaft ist so urwüchsig. Stockenten und Graugänse konnten wir sehen, kleine Inseln und dann lagen dort am Ufer plötzlich Stocherkähne. Auf diesen Booten kann man Rundfahrten im Taubergießen machen und das Naturschutzgebiet mal von der Wasserseite aus erkunden. Irgendwann müssen wir uns zu sowas auch mal anmelden. Das interessiert mich brennend :-)

Wir gelangten an die Stelle, an der wir auf dem Hinweg unten am Damm entlang gelaufen waren. Da wir nun einen knappen Kilometer quasi den gleichen Weg gehen mussten, den wir zu Beginn schon gewandert waren, haben wir uns dieses Mal für den Weg auf dem Damm entschieden, statt wieder unten entlang zu laufen.
Auf dem Rheindamm
Kurz vor dem Ende der schmalen Landzunge zu unserer Linken, liefen wir dieses Mal geradeaus weiter und kamen so wieder direkt an den Rhein. Auf einer gegenüberliegenden Wiese konnten wir Störche bei der Futtersuche beobachten und im Wasser schwamm ein größeres Tier. Erst dachten wir, es könnte vielleicht ein Biber gewesen sein. Aber nach etwas Recherche daheim und Bildervergleich war es wohl definitiv kein Biber, sondern ein Nutria.
Storch, Nutria und ein vergammeltes Boot
Inzwischen war es so spät, das auch von dem hier angesiedelten Kieswerk/Betonwerk kein Lärm mehr ausging. Das hatten wir nämlich zu Beginn unserer Wanderung noch unangenehm in den Ohren gehabt.
Kieswerk/Betonwerk im Rhein

Gänse im Flug und das Ende der schmalen Landzunge
Als wir das Ende der schmalen Landzunge hinter uns erblickten, konnten wir voraus auch schon die Rheinfähre sehen. In ein paar Minuten wären wir schon wieder am Auto.
Rheinfähre Rhinau - Kappel-Grafenhausen
Wir haben noch kurz an der Fähre gestanden und gesehen wie Autos ab- und wieder aufgeladen wurden. Dann sind wir aber zum Parkplatz runter und haben gemacht, dass wir heim kamen. Es war schon nach 18 Uhr und wir hatten nun echt Hunger :-)
Eine Tour ohne Höhenmeter zu wandern, hat an diesem Tag perfekt geklappt. Die mickrigen 20 Höhenmeter resultieren vom Auf- und Abstieg auf den Rheindamm :-D

Deutlich weniger als 18 km zu wandern...hat nicht ganz geklappt. Am Ende hatten wir doch wieder 16 km auf dem Tacho (bzw. in der App aufgezeichnet). Nur 2 km weniger als am Tag zuvor. Und trotzdem noch keine Anzeichen von Muskelkater! Wir waren fast 5 Stunden unterwegs, hatten aber nur 3 Stunden reine Gehzeit. Da sieht man mal, wie oft wir stehen geblieben sind, um einfach nur zu gucken und zu genießen :-D

Mittwoch, 12. Juni 2019

Wanderung im Taubergießen


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Am letzten Samstag sind wir spontan zum Taubergießen gefahren, um dort zu wandern. Wir waren das erste und bisher einzige Mal dort, als wir vor fast 10 Jahren einen Ausflug mit SchwieMu dort hin machten. Da konnte sie noch einigermaßen laufen! Und seither wollten wir immer mal wieder dort hin. Am Samstag hat es endlich geklappt.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Mit dem Auto ging es ins 30 Minuten entfernte Rust. Da wir erst Mittags los sind, war der Anfahrtsstau für den Europapark bereits aufgelöst und wir kamen ohne Wartezeiten von der Autobahn runter. Am Freizeitpark vorbei ging es direkt in den kleinen Ort Rust, vorbei an weiteren riesigen Parkplätzen, einem Campingplatz - der wohl auch zum Freizeitpark gehört - und über einen schmalen Wirtschaftsweg ins Naturschutzgebiet Taubergießen.
Wanderparkplatz außerhalb von Rust
Taubergießen ist ein Auengebiet auf rechter Seite des Rheins und seit 1979 Naturschutzgebiet. Außerdem ist es eines der größten Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg. Der Name kommt vom Taubergießen, einem der vielen Wasserläufe- und -arme im Naturschutzgebiet. Wobei Taub bei den Fischern ein eher fischarmes Gewässer benennt und Gießen ein zum großteil unterirdisch fließender Strom ist.

Taubergießen gehört überwiegend zur den Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust und Rheinhausen (alle auf deutscher Seite des Rheins). Historisch bedingt sind allerdings ca. 10 km² Grundbesitz der französischen Gemeinde Rhinau. Auf deutschem Staatsgebiet ist dieses „Stück Elsass in Deutschland“ als gemeindefreies Gebiet Rheinau eingeordnet. Das haben wir aber erst durch späteres googlen erfahren. Unterwegs wunderten wir uns nur über das Schild, das uns verkündete, wir würden jetzt die Gemeinde Rhinau betreten, obwohl wir doch gar nicht über die eigentliche Grenze (den Rhein) gehen wollten bzw. konnten.
Blick vom Wanderparkplatz zum Europapark
Vom Wanderparkplatz aus waren die ganzen Achterbahnen vom Europapark noch zu sehen und sogar das Kreischen zu hören. Es ist irre, dass so ein riesiger Freizeitpark direkt an ein so schönes Naturschutzgebiet anschließt.

Der Wanderweg, den wir uns ausgesucht haben, ist im Prinzip eine kleine Verlängerung der Sumpfbiberroute.
Weg entlang des Damms
Zu Beginn ging es erstmal am Damm entlang. Der Weg ist auf der gesamten Strecke nichts besonderes. Breite Kies- oder Waldwege, die sich gut gehen lassen und lausige 20 m Steigung sind zu bewältigen. Daher war die Tour von den Wegen her eher öde. Allerdings gibt es entlang des Weges so viel zu sehen und zu entdecken. Und landschaftlich ist die Gegend einfach nur Bilderbuch :-)





Pyramidenwurz
in welche Richtung das Schild zum Parkplatz wohl wies?
Wir sahen duzende verschiedene Sorten von Libellen. Blaue, grüne, gelbe, dicke, dünne, große, kleine. Schmetterlinge ohne Ende sowie die ein oder andere Eidechse. Eine Blütenpracht auf dem Damm. Sogar eine Orchidee - den Pyramidenwurz - haben wir entdeckt.





 


 

Irgendwann ging es dann über den Damm in den Auenwald hinein. Links und rechts des Weges überall Wasserlöcher, Bäche, kleine Seen umsäumt von Grün. Ein herrlicher Anblick, der irgendwie an Urwald erinnerte. In den Gewässern unzählige Schwäne, Enten und Kormorane. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viele Schwäne auf einem Haufen gesehen habe! Der Weg führte uns weiter bis an den Rhein.
Kormorane in den Rheinauen


Mitten drin dann der Hinweis auf die französische Gemeinde Rhinau. Als wir unterwegs waren wunderten wir uns schon sehr. Wie oben beschrieben handelte es sich hierbei um das "kleine Stückchen Elsass in Deutschland" :-)
Ein kleines Stück Elsass in Deutschland

Noch mehr Kormorane




 

so viele Schwäne auf dem Rhein
Dort begann dann der wegetechnisch langweiligste Teil. Denn es ging auf einem breiten Kiesweg für fast 5 km immer schnurgerade am Rhein entlang. Rechts der Rhein, links der Auenwald, kaum Schatten auf dem Weg.

fast 5 km schnurgerade am Rhein entlang
Und doch gab es auch hier wahnsinnig viel zu entdecken. Nicht nur Schwäne und Kraniche. Wir haben einen Haubentaucher gesehen und wieder Kormorane an den Wehren im Rhein.
Kormoran auf einem Wehr


in einer leicht baufälligen Hütte haben wir Pause gemacht
Zum Teil waren riesige Algenteppiche am Ufer. An anderen Stellen wirkte das Wasser in Ufernähe glasklar. Es gab interessante Gebilde an Gräsern, die durch den alten Pappelflaum an Zuckerwatte erinnerten. Und mir war bis dahin nicht bewusst, dass Seerosen auch in Fließgewässern wachsen (können). Aber wir haben im Rhein eine kleine Kolonie Seerosen gesichtet!
Rheinzufluss in den Auenwald
Seerosen im Rhein


Haubentaucher im Rhein
Auf der anderen Rheinseite, nur einen Steinwurf entfernt, schon Frankreich. Ich liebe das Grenzgebiet. Es fasziniert mich immer wieder.
Pappelflaum - Zuckerwatte :-)
Kormorane auf einem anderen Wehr
Detail des Wehres
Statt der Sumpfbiberroute wieder in den Auenwald zu folgen, sind wir noch ein Stückchen am Rhein entlang gewandert bis zur Mündung des Leopoldskanals. Dessen Beginn hatten wir ja bereits mit unserer Dreisamwanderung erlaufen. Damals war er unser Zielpunkt in Riegel.
Mündung des Leopoldskanals
Ab dort folgten wir dem Wegezeichen des Schwarzwaldvereins (Raute mit blauen Wellen, der 160 km lange Rheinauenweg von Kehl nach Basel!) über etwas unwegsames Gebiet bis zur einer Furt, die tatsächlich noch ordentlich Wasser führte.

Die einzige Furt auf unserem Weg, die noch Wasser führte
Ab durch die Mitte...
Also, Schuhe aus und durchwaten. Das Wasser war eiskalt - eine herrliche Erfrischung nach dem fast 5 km Marsch in der Sonne. Hinter der Furt hielten wir uns dann wieder links und folgten dem Rand Taubergießens wieder Richtung Norden.
einer der wenigen "heilen" Hirschkäfer - aber leider auch tot



Hier fanden wir bestimmt ein halbes Duzend riesiger Hirschkäfer. Ich habe sie zum ersten Mal in meinem Leben in natura gesehen und war daher auch etwas enttäuscht, dass sie alle bereits das Zeitliche gesegnet hatten. Teilweise lagen nur noch die Köpfe herum. Welches Tier sich da wohl einen Snack geholt hatte?




Mit der Wodan Holzachterbahn bin ich immer noch nicht gefahren :-(
Der Europapark kam wieder in Sicht- und später auch in Hörweite. Aber zuerst mussten wir noch so eine seltsam anmutende Anlage passieren. Mitten im Nirgendwo, zwischen Naturschutzgebiet und Feldern standen riesige Sattelitenschüsseln herum. Mittendrin ein kleines Gebäude und außenherum ein hoher Zaun. Unser erster Gedanke war, dass es sich dabei um irgendwas zur TV Übertragung oder so handeln müsse, denn es war ja nur einen Steinwurf vom Europapark entfernt und von dort finden ja regelmäßig TV Übertragungen statt. Ich machte ein Bild davon, weil das so außergewöhnlich aussah und wir näherten uns dann gemächlich dem Gelände.
Dann passierten wir ein gelbes Warnschild, das quasi direkt vor dem Gelände stand. Militärischer Bereich! Fotografieren und Co. sind strengstens verboten. Wieso sie das Schild dann nicht schon 500 m früher aufgestellt hatten, wo ich ja mein Foto bereits gemacht habe, ist uns ein Rätsel. Die Schüsseln, was immer die da auch senden oder empfangen, scheinen noch in Betrieb zu sein. Denn es standen ein oder zwei Autos innerhalb des Zauns. Wir haben uns dann optisch auf dem Damm eher nach links orientiert, denn da gab es wieder Auenlandschaft zu bestaunen.
Die Silverstar fuhr ich einmal - und werde es NIE WIEDER tun :-D


meine geliebte Blue Fire
Von den Satellitenschüsseln waren es dann noch knapp 2 km bis zum Auto und auf halber Strecke trafen wir dann auch wieder auf den Sumpfbiberpfad.

Unser Rundweg hatte etwa 17 km und wir haben 5 Stunden gebraucht. Davon allerdings nur etwa 3 Stunden reine Gehzeit. Die restlichen zwei Stunden gingen für gucken und staunen drauf :-D

Zurück am Auto freuten wir uns, dass es immer noch halb im Schatten stand und daher innen nicht allzu aufgeheizt war. Da wir so nah am Europapark vorbei kamen, hätte ich jetzt richtig Lust, da auch mal wieder rein zu gehen. Aber die 52 EUR Eintritt pro Person zzgl. Parkgebühr sind finanziell für uns im Moment einfach nicht drin. Hoffentlich wieder in zwei Jahren, wenn der Batzen vom Jugendamt abbezahlt ist. Vielleicht ist bis dahin auch der Abgebrannte Teil wieder voll zugänglich :-D Der Europapark läuft uns ja zum Glück nicht weg.