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Donnerstag, 23. September 2021

Seelenwanderung - Auszeittour Nr. 4 (Höchster Baum Deutschlands u. WaldMenschen)

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Am 3. September hatte ich spontan DIESES Buch gekauft, nachdem mir die Straßenbahn vor der Nase weggefahren war.  Beim ersten durchblättern waren wir schon schwer angetan, denn da waren einige Touren dabei, die wir noch gar nicht kannten.
 
Die erste Wanderung aus diesem Buch haben wir schließlich am 12. September gemacht. Eine schöne Halbtagstour ohne große Anfahrt. Perfekt, wenn man morgens ausschlafen will :-)
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Auf Grund der Bequemlichkeit sind wir allerdings nicht am vorgegebenen Startpunkt losgelaufen, sondern an der Haltestelle Holbeinstraße, beim Holbein-Pferd. Da lief der Weg eh dran vorbei. Wieso also nicht diese Haltestelle als Start und Ziel nehmen?
Das Holbein-Pferdle ist aktuell ein pinkes Einhorn!
Durch einen Teil des Stadtteils Wiehre haben wir die Runde dann, wie im Buch beschrieben, gestartet. Die vielen alten Villen waren zwar nett anzusehen, aber wir waren froh, als wir das "Urbane" hinter uns lassen konnten.
Lediglich das schmucke Holzhaus am unteren Ende des Berglewegs fanden wir sehr interessant. Leider konnte man dort nicht näher heran, um die vielen Schnitzereien von nahem zu bestaunen.

Der Bergleweg führt als reiner Fußweg recht steil auf den Lorettoberg hinauf. Links findet sich ein Hinweis auf den alten Münstersteinbruch, wo die Sandsteine für das Freiburger Münster unter anderem rausgeschlagen wurden. Durch die vielen Büsche und Bäume sieht man vom Steinbruch heute fast gar nichts mehr.
Blick Richtung Oberwiehre
Oben auf dem Lorettoberg kamen wir direkt zur Lorettokapelle und zum Schloss-Café. Hier war es rappelvoll. Das Café ist immer gut besucht und an der Kapelle fand irgendeine Kunst- und Kultur-Martinee statt.
Lorettokapelle (oben) und Schloss-Café (unten)
Vom Kapellenweg aus hat man immer mal wieder eine bombastische Aussicht ins Rheintal bis um Kaiserstuhl. Die Vogesen wollten sich an diesem Tag leider nicht blicken lassen.
Auch zum Schönberg konnten wir schön sehen. Sogar die kleine Kapelle oberhalb von Merzhausen konnten wir ausmachen. Dort sind wir auch schon vorbei gewandert. Seht ihr sie auch? Diesen ganz kleinen weißen Fleck ziemlich rechts auf halber Höhe? :-)
Blick über Merzhausen zum Schönberg
Wir bogen nach rechts in die Kreuzkopfstraße ein und folgten ihr bis zum Ende. Dort ist ein relativ großer Waldparkplatz, von dem aus man bequem direkt in die Natur des Günterstaler Waldes eintauchen kann.
Dort findet sich dann auch das erste Schild zum höchsten Baum Deutschlands. Dort waren wir schon zwei, drei Mal. Zuletzt im März 2017. Da war die Runde ähnlich, aber doch etwas anders.
Denn dieses Mal haben wir uns nicht an den mit Holztafeln beschilderten Weg zum Baum gehalten. Am Rehbrunnen ging es rechts einen schmalen, steilen Pfad hinauf. Den sind wir gerne gegangen, denn die englisch sprechenden Kinder, die mit Stöcken auf das algige Wasser des Brunnens schlugen, waren furchtbar laut.
Auf dem schmalen Pfad hinauf haben wir gleich zwei "Lehm-Tierchen" an Bäumen entdeckt. Eine lange Schlange und ein glubschäugiges Etwas :-D
Oben stießen wir wieder auf einen breiteren Weg mit einem Gedenkstein. Hier waren wir auch schonmal, kamen aber aus einer anderen Richtung, daher hatten wir den Platz nicht gleich wiedererkannt :-)

Von hier aus ging es noch viel weiter hinauf. Allerdings waren wir inzwischen so hoch oben, dass uns kaum noch andere Wanderer begegneten. Das war wirklich schön für die Seele :-) Herrliche Ruhe hier oben.
Lediglich eine andere Wandersfrau ließ sich blicken, die uns auch rasch überholte. Und ratet was?! Sie hatte auch "unser Buch" dabei und war wohl auf der gleichen Runde unterwegs wie wir :-D
Wir schnauften weiter den Berg hinauf. Das war echt anstrengend, denn hier oben war es durch den nächtlichen Regen recht schwül. Belohnt wurden wir an einer Stelle des Weges mit der wohl tollsten Aussicht auf die Stadt. Sogar den Gibel unserers Hauses konnten wir von hier oben ausmachen!
Martinstor, Schlossbergturm, Schwabentor, Münster u. Herz-Jesu-Kirche mit Stadion
Viel cooler jedoch war, dass wir sogar die ersten zwei Burgen vom Vier-Burgen-Weg mit bloßem Auge als helle Flecken in der Landschaft entdeckten. Zuerst viel uns die Burgruine Landeck bei Emmendingen ins Auge. Dann entdeckten wir auch noch die erste der vier Burgen, die Burg Lichteneck in Hecklingen bei Kenzingen.
Burg Landeck (oben), Burg Lichteneck (unten)

Schon bald verließen wir den ausgeschilderten Wanderweg. Dieser hätte nach Horben hinauf geführt. Wir bogen aber vorher nach links ab und stapften über halb zugewachsene, schmale Pfade wieder bergab.

Weiter unten ging es dann wieder über einen breiten Weg weiter. Dort wurden wir von zwei Reiterinnen im Galopp überholt. Das hat man auch nicht alle Tage. Wir treffen zwar oft Reiter, die sind aber fast immer gemächlich unterwegs :-) Wir hörten die donnernden Hufe schon lange, bevor die Frauen riefen: "Achtung! Wir kommen!"
Zwischen den Bäumen hindurch erhaschten wir einen Blick auf den Kybfelsen. Hier waren wir auch schon oben. Allerdings finde ich immer wieder erstaunlich, wie hoch der Felsen liegt, wenn man ihn von dieser Seite des Tals betrachtet. Durch den Zoom der Kamera war deutlich zu sehen, wie viele Menschen sich da oben tummelten.

Wir verließen nochmal den offiziellen Wanderweg und schlugen uns über einen zugewachsenen Pfad weiter nach unten durch. Heraus kamen wir dann nur ein paar hundert Meter von Deutschlands höchstem Baum entfernt.

Als wir den Baum Namens "Waldtraut vom Mühlwald" erreichten, staunten wir nicht schlecht. Das neue Schild hatten wir ja 2017 schon entdeckt. Damals lag dort aber noch ein als Liege zurechtgeschnitzter Baumstamm vor der Douglasie. Inzwischen wurde dieser durch ein breites Waldsofa ausgetauscht, so dass man jetzt noch viel bequemer im Liegen in die Krone des Baumes blicken kann.
Auf dem Waldsofa machten wir dann auch eine kleine Rast. Viel mitgenommen hatten wir ja nicht. Eine kleine Flasche mit Wasser und einen Müsliriegel. Aber wir waren völlig alleine hier oben - und das an einem sonnigen Sonntag! - sodass wir die Ruhe einfach noch etwas genossen.
Wir gingen los, als ein anderes Wanderpärchen ankam. Sollten die den Platz nun für sich alleine haben :-) Über den offiziell ausgeschilderten Weg ging es hinab Richtung Wonnhalde. Auch hier im Wald liegt viel geschlagenes Holz am Wegesrand. Kaum ein Wald, der die letzten Hitzesommer unbeschadet überstanden hat.

Am Marxenweiher konnten wir an diesem Tag nur ein paar Schnecken am Schilf finden. Der Weiher an sich war so zugewachsen, dass man kaum das Wasser erkennen konnte. Als wir hier im Frühjahr zuletzt waren, haben wir sogar Molche gesichtet.
Auch von diesem Weg wieder ein toller Blick, über Günterstal hinweg, bis zum Kybfelsen. Weiter rechts, hinter den Bäumen wäre dann theoretisch der Schauinsland zu sehen.

Bevor es hinab zur Wonnhalde ging, führte uns das Buch noch über einen schmalen Pfad hinab zu den WaldMenschen.
Uns haben die vielen unterschiedlichen, freundlichen, lustigen und unheimlichen Figuren aus knorrigen alten Holzstämmen sehr gut gefallen.
Wer sich nur für die Figuren interessiert, kann auch mit der Straßenbahn zur Haltestelle Wonnhalde fahren und dann einen kurzen, ca. 10-15 minütigen Spaziergang hier her machen. Der Skulpturenpfad beginnt direkt am Waldhaus.

Wir kamen auf unserem Weg am Waldhaus heraus, ließen es aber schnell hinter uns zurück. Eigentlich sollte der Weg nun an der großen Wiese entlang zu den Schrebergärten führen. Da dieser Weg aber noch länger gesperrt sein wird, wegen der Bauarbeiten am neuen Rückhaltebecken, sind wir der schmalen Straße zu den Gärten gefolgt.
Durch herrlich bunte Schrebergärten ging es nun zurück zum Holbein-Pferd und zum Start unserer Runde. Wir haben sie wirklich sehr genossen. Die Wege wurden selbst an einem sonnigen Sonntag nicht stark frequentiert so dass man wirklich von einer Wanderung für die Seele sprechen konnte.

Für mich war es allerdings auch eine richtig sportliche Veranstaltung, denn bei dem bergauf Teil bin ich schon ordentlich ins Schwitzen gekommen :-) Den kurzen Abschnitt durch das wiehremer Villenviertel hätten wir nicht unbedingt gebraucht. Aber nun gut.

Die Runde hatte knapp 13 km und unsere App hat eine reine Gehzeit von etwas über 3 Stunden aufgezeichnet. Auf jeden Fall empfehlenswert :-)

Sonntag, 19. März 2017

Ein Besuch bei Waldtraut

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Heute waren wir bei Waldtraut vom Mühlwald - dem höchsten Baum Deutschlands. Dort waren wir jetzt schon zum dritten Mal, allerdings ist unser letzter Besuch schon einige Jahre her.
Unsere Runde, Karte von der Runtastic App
An der Haltestelle Wonnhalde
Gestartet sind wir, wie schon bei der letzten Wanderung, an der Haltestelle "Wonnhalde". Am unteren Wonnhaldesee ging es vorbei und dann aber nicht auf dem breiten Weg zum oberen See sondern rechts auf den schmalen Pfad (den ausgewiesenen Wanderweg).
Recht steil führte er hinauf bis auf einen breiten Waldweg. Dort haben wir uns dann links gehalten und schon noch wenigen Schritten waren wir am Rehbrunnen. Der war heute besonders schön, da das Wasser frei von Algen und das Reh frei von Graffiti war.
Rehbrunnen
Blüten am Wegesrand
Auf einem breiten Waldweg ging es dann auch weiter. Nach kurzer Zeit sahen wir von weitem eine ältere, kleine und zierliche Frau mit einem riesigen Hund. Der Hund riss sich los. Ich sagte noch zu Schatz, er solle langsamer gehen, irgendwas würde da vorne nicht stimmen. Als wir dann doch dort ankamen, rannte der Hund, wie ein Berserker, von einer Person zur anderen. Spaziergänger, Jogger, Radfahrer....alle wurden sehr aggressiv angebellt und angeknurrt. Der Hund rannte hin und her wie von der Tarantel gestochen und weißer Sabber lief ihm aus dem Maul. Es war echt beängstigend. Die Frau rief und pfiff auf der Hundepfeife, aber der Hund hörte einfach nicht. Irgendwann warf die Frau dann einfach die Arme in die Luft und rief: "Was soll ich denn jetzt machen?!" Na toll! Sehr hilfreich. Wenn ich mir einen Hund anschaffe, dann auch einen, den ich im Griff habe und nicht umgekehrt. Der Hund war ähnlich groß wie ein Berner Sennenhund. So verrückt wie der sich aufgeführt hat, hätte selbst Schatz wohl Probleme gehabt, den Hund zu halten. Und die Frau war höchstens 160 cm groß und rappeldürr. Wir sind langsam und vorsichtig weitergegangen und haben versucht, den Hund im Auge zu behalten, ohne ihn direkt anzusehen. Als wir endlich vorbei waren, waren wir echt erleichtert.
Dem breiten Waldweg sind wir dann für ca. 2 km gefolgt, bis uns ein Hinweisschid nach rechts den Berg hinaufführte. Von der Abzweigung geht es dann gute 2 km stetig bergauf.
Nicht sehr steil, aber doch spürbar. In einer Linkskurve kamen wir an einem Brunnen vorbei, der dort 1934 errichtet wurde.
Da hatten wir ungefähr die Hälfte des Aufstiegs zum Baum geschafft. Nach gut einem weiteren Kilometer kamen wir dann wieder an einen Abzweig. Das Schild verkündete, dass es nur noch 500 m bis zur Waldtraut wären. Es ging allerdings jetzt wieder hinab.
Und da war sie: Waldtraut vom Mühlwald in ihrer ganzen Pracht. Was uns zuerst auffiel: Sie hat eine neue Datentafel bekommen! Die ist viel schöner als die alte und macht auch Angaben zu Holzvolumen, Höhe, Umfang und Alter etc.
Direkt am Stamm ist eine Holzliege. Die ist wirklich sehr bequem und wenn man darauf liegt, kann man gemütlich am Stamm hinauf in die weit entfernte Krone blicken.
Und weil außer uns niemand dort war, haben wir uns entschlossen, dort eine kleine Rast einzulegen. Die Stille da oben war herrlich.
Buntspecht
Nach der Pause ging es die 500 m wieder zurück, die wir gekommen waren, zurück auf den Illenbergweg und dort weiter hinauf bis nach Horben. Der Weg war ganz angenehm zu gehen, obwohl es auch hier stetig bergauf ging.
Blick zum Kybfelsen
In einer großen Pfütze kurz vor Horben, fanden wir Froschlaich. Eine Fantastillion kleine Eier. Ob die dort eine Überlebenschance haben? Die obersten Eier waren schon an der Luft. Die Pfütze wird die nächsten Tage/Wochen auf jedenfall austrocknen. Manchmal mutet die Natur echt grausam an. Oder werden die Frösche - wie manche Menschen - auch immer dümmer?!
Die letzten 100 m nach Horben hinauf hatten es wirklich in sich. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen so steilen Weg gegangen bin. Am Ende waren wir dann aber direkt in Horben, zwischen neuen und alten Häusern, auf einer asphaltierten Dorfstraße - ich hab gedacht, meine Lunge fliegt gleich aus dem Brustkob.
Auf der Straße hielten wir uns rechts. Wir gingen zur Luisenhöhe hinauf. Das ist ein schönes, altes Hotel im Schwarzwaldstil. Leider schon seit Jahren geschlossen und es wird immer wieder gemunkelt, dass es abgerissen werden soll, da sich niemand findet, der es sanieren will/kann. Irgendwas mit den Brandschutzauflagen, las ich mal. Wirklich schade um das schöne, alte Gebäude.
Luisenhöhe
Blick zum Kaiserstuhl

Blick zum Schauinsland
An der Luisenhöhe trafen wir dann auch wieder die älteren Herrschafen, die wir bei der letzten Wanderung im Sternwald auch hinter uns hatten - mit dem kleinen, quietschenden Hund. Die Welt ist halt doch ein Dorf.
Nach dem ehem. Hotel kommt man direkt in den Wald. Dort haben wir uns an die blaue Raute auf weißem Grund gehalten, der wir bis zum Kunacker folgten.
Kunacker
Dort wollten wir eigentlich eine weitere kurze Rast einlegen, aber die einzige Bank dort, war schon belegt. Also sind wir der blauen Raute Richtung Lorettoberg weiter gefolgt. Nach 1-2 km hat man vom Weg eine wirklich fantastische Sicht auf Freiburg. Die beiden Stadttore, Bahnhof, Münster, diverse Kirchen...sogar unser Haus konnten wir sehen! Auch unseren Startpunkt, die Wonnhalde konnte man von dort oben gut sehen. Waren wir echt so hoch gestiegen? Wahnsinn. Wenige Schritte nach der tollen Aussicht, fanden wir dann auch eine Bank, auf der wir unsere zweite Rast nachholten.
Blick auf Freiburg (und unser Haus)
Unser Startpunkt an der Wonnhalde
Noch mehr Blüten am Wegesran
Bis zum Lorettoberg waren es nur noch ein paar Kilometer. Unvermittelt wurde es wieder belebter auf dem zuvor menschenleeren Waldweg, dann kam plötzlich ein Waldparkplatz und keine 50 m weiter waren wir wieder in der Zivilisation: asphaltierte Straßen, Häuser, Menschen, Autos. Vom Lorettoberg hat man, zwischen den Bäumen hindurch, auch eine schöne Aussicht Richtung St. Georgen und Rheintal.
Kurz vor dem Waldparkplatz
Notgelandete u. vollbeladene Biene
Blick vom Lorettoberg, unten links das Heliotrop
Immernoch folgten wir der blauen Raute, vorbei am Hildaturm von 1886. Einem kleinen Aussichtsturm auf dem Lorettoberg. Er war das Hochzeitsgeschenk der Stadt Freiburg an die Prinzessin Hilda von Nassau die den letzten Großherzog Badens, Friedrich II., ehelichte. Heutzutage kann man den Turm von April bis September an bestimmten Tagen für einen Obolus von 1 EUR besichtigen. Wir waren mal wieder zu früh dran. Aber irgendwann schaffen wir es auch mal in den Turm!
Frühling in Freiburg
Nicht weit entfernt fanden wir die Lorettokapelle - die dem Berg seinen Namen gibt. Sie ist eine von vielen Nachbildungen der Basilika vom Heiligen Haus im italienischen Loreto und wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut, als Dank für den Sieg über die Franzosen. Während des österreichischen Erbfolgekriegs kam es 1744 zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen Österreich und Frankreich. Der französische König Louis XV. wählte den Platz vor der Kapelle, um die Beschießung Freiburgs zu beobachten. Obwohl die kriegsführenden Parteien abgesprochen hatten, dass der Feldherrrenhügel Louis' XV. nicht beschossen werden sollte, und Louis dafür das Münster nicht beschießen wollte, schlug eine Kanonenkugel in die Kapelle ein, verfehlte aber den französischen König. Die Kugel ist noch heute über der Kapellentür zu sehen. Die Kapelle beherbergt eigentlich 3 kleine Kapellen unter einem Dach, wobei die Lorettokapelle die Mittlere ist. Die war echt schön. Ich habe aber davon Abstand genommen, ein Foto zu machen. Dazu hätte ich den Blitz benötigt und ich wollte die 3 älteren Herrschaften nicht beim Beten stören. Rechts (westlich) wurde die Josephskapelle angebaut. In der waren wir drin. Auf dem kleinen Altar stehen die Bilder diverser Päpste. In die Annen- und Joachimskapelle (links bzw. östlich) konnten wir nicht rein, da sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
Josephskapelle
Die Kanonenkugel über der Kapellentür
Vom Lorettoberg ging es dann hinunter in den Stadtteil Wiehre, wo wir noch das "Anna Kirchle" besucht haben. Der Hochaltar dort (von 1755) wurde aus der Freiburger Festung gerettet, bevor die Franzosen diese sprengten. Es ist der einzige Gegenstand, der von der Kirche der Freiburger Festung übrig geblieben ist.
Das Anna Kirchle in der Wiehre
Der Hochaltar aus der ehem. Festungskirche
Annaplatz in der Wiehre
ehem. Feuerwehrhaus am Annaplatz
Wieder in der Stadtmitte angekommen, sind wir mit der Straßenbahn dann wieder nach Hause gefahren.
Martinstor
Sonnenuntergang vom heimischen Balkon