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Mittwoch, 24. Juni 2026

Die erste Wanderung seit einer Ewigkeit - Runde durch den Freiburger Stadtwald

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Am 14. Juni 2026 war ich das allererste Mal seit einer Ewigkeit wieder wandern! Die letzten kleinen Touren hatte ich letztes Jahr im Sommerurlaub gemacht. Danach dann nichts mehr, denn meine Trekkingschuhe hatten sich zwischenzeitlich in Wohlgefallen auf- und die Sohlen abgelöst :-/
Mitte Juni passte dann alles - inkl. neuer Schuhe - und ich bin spontan los.  
Meine Route - Karte von Komoot
Also erstmal mit dem Bus in den Nachbarort und dort von der Ortsmitte aus Richtung Stadtwald.
Der Ortskern von Gundelfingen hat ein paar echt nette Fachwerkhäuser. Aber ich war dennoch froh, als ich den Ort hinter mir lassen konnte, und im Wald ankam.
Am Waldrand zwischen Wiesen war der Blick frei auf die Oberleitungstrasse und ja, die Strom-Störche nisten immer noch auf der Oberlandleitung.
Weißstörche auf der Überlandleitung
Wie auch schon im letzten Sommer, war ich an diesem Samstag alleine unterwegs. Alleine wandern macht mir auch Spaß. Weil ich in meinem Tempo gehen kann, keine Rücksicht auf andere nehmen muss und die herrliche Ruhe ist Gold wert. Stehen bleiben und gucken so oft und so lange Frau will. Es gibt kaum was besseres.
Für diejenigen, die meinen Wochenblog nicht verfolgen: Ich habe mich letztes Jahr nach 18 Jahren Beziehung getrennt. Ab sofort will ich wieder öfters wandern gehen. Solo. Ich hoffe daher, dass mein Wanderblog in Zukunft wieder etwas belebter wird. Er hat jetzt lange genug brach gelegen.
C-Falter
Meine Kondition ist immer noch total für den Allerwertesten. Ich muss langsam wieder anfangen und mich nach und nach steigern. Und weil es ja dieses Mal in erster Linie nur darum ging, überhaupt mal wieder zu wandern UND die neuen Trekkingschuhe einzulaufen, hab ich mir eine absolut einfache Strecke durch den Freiburger Stadtwald ausgesucht. Breite Wege. Null Steigung.
Biene auf Brombeerblüte
Ich hab mich von dem fast schnurgeraden Haupt- und Fahrradweg fern halten wollen und bin eher die Nebenwege gelaufen. Die sind auch breit, dennoch deutlich schattiger und vor allem viel weniger frequentiert. Es war sehr ruhig, am Wegesrand gab es viel zu entdecken und mir sind nur eine Hand voll Jogger und eine Hundemeute begegnet.
Kaisermantel
An diesem Tag waren unglaublich viele Schmetterlinge und Libellen unterwegs. Allerdings konnte ich nicht so viele Bilder machen, wie ich vielleicht gewollt hätte, denn durch den teils sehr starken Wind, hatten die Tierchen so ihre Probleme, irgendwo zu landen und mal länger sitzen zu bleiben.
Blauflügel Prachtlibelle

Ein weiterer Vorteil der Nebenwege war, dass diese deutlich mehr im Schatten lagen. Denn an diesem Samstag hatten wir hier in Freiburg rund 26 Grad. Das ist für mich schon sehr grenzwertig, weil ich mit Hitze absolut nicht zurechtkomme. 

Auf der digitalen Wanderkarte ließ ich mich von einem Eintrag verleiten, einen mir bisher unbekannten Weg einzuschlagen. Denn dort war eine "Holzbrücke im Naturschutzgebiet" eingetragen worden. Da wollte ich gerne hin und hinüber :-) Der kleine Umweg führte dann allerdings...

...zu dieser sehr breiten Furt. Keine Holzbrücke weit und breit. Nichtmal Reste einer Brücke. Keine Bank. Sehr verschlammte Wege auf beiden Seiten des Baches. Ich hab kurz überlegt, die Schuhe auszuziehen und hindurch zu waten. Aber auf der anderen Seite war keine trockene Stelle, um sich hinzusetzen und die Socken und Schuhe wieder anzuziehen.
Am Ende bin ich über die betonierten kleinen Wehre (rechts im Bild) balanciert, um das andere Ufer zu erreichen. So viel zur Zuverlässigkeit digitaler Wanderkarten ;-)
Bläuling
Der Rest des kleinen Umwegs war auch super schlammig. Einmal hätte ich mich fast hingelegt und konnte mich gerade so halten.
Dafür war es sehr windgeschützt und es wimmelte auf dem feuchten Boden nur so von Schmetterlingen, die hier Mineralien aufnahmen.

Wieder auf dem eigentlichen Weg, den ich nehmen wollte, war es wieder trocken und es raschelte immer mal wieder am Wegesrand. Hier waren Eidechsen unterwegs, die meistens viel zu schnell waren, um sie abzulichten. Lediglich eine, hielt mal ein bisschen still :-)


Scheinerdbeere
Mein Weg führte am Rande es Industriegebiets vorbei, wo ich jede Menge Scheinerdbeeren am Wegesrand fand. 
Kürbisspinne



Außerdem gibt es hier alte, inzwischen zugewucherte Bahngleise und alte Eisenbahnwaggons, die einfach nur noch herumstehen und vor sich hin vergammeln.
Kurz drauf erreichte ich die andere Seite des Stadtwaldes beim Stadtteil Landwasser und fuhr mit der Straßenbahn wieder nach Hause.
Die Schuhe haben den Test gut gemeistert. Am Ende taten mir die Füße zwar weh, aber ich hatte mir keine Blase gelaufen. Top! Ich merkte allerdings schnell, dass ich ewig nicht gewandert bin. Kondition und Muskelmasse haben arg gelitten. Aber nichts, was man nicht wieder verbessern kann.
 
An diesem Tag war ich ca. 10 km in etwas über 2 Stunden unterwegs. 
 
Aktuell haben wir eine Hitzewelle. Ich gehe kaum vor die Tür und mache nur das allernötigste. Sobald die Temperaturen für mich wieder erträglich sind, gehe ich wieder wandern. 

Donnerstag, 4. Mai 2023

Spaziergang bei Freiburg-Günterstal

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Nichts genaues weiß man noch immer nicht. Vor einigen Wochen hatte der Liebste nun endlich seinen Termin beim Orthopäden. Der tippte zuerst auch auf Gicht. Machte dann ein Röntgenbild und verwarf seine erste Diagnose dann wieder. Ein Zeh war oder ist gebrochen! Man vermutet einen Belastungsbruch auf Grund der Fehlstellung. Außerdem steht noch Arthrose in den Zehen im Raum und ein Ödem. Da das Röntgenbild nicht eindeutig war, gab es vom Orthopäden eine Überweisung in die Radiologie. Ein MRT muss gemacht werden.
 
Schatz hat sämltliche Radiologen in Freiburg abtelefoniert, mit dem Ergebnis, dass der frühest mögliche Termin erst am 26. Juni ist! Bis geklärt ist, was nun wirklich los ist, soll der Mann den Fuß schonen. Heißt: Ärztlich verordnetes Wanderverbot! Kleine Spaziergänge sind drin. Aber lange Wanderungen aktuell nicht :-(
 
Am 30. April haben wir das schöne Wetter genutzt, und sind mit der Straßenbahn nach Günterstal gefahren.
Wir hatten die Wege rund um unser Domizil wirklich satt und wollten mal wieder was anderes sehen. Also entschlossen wir uns für einen Waldspaziergang.


Erstaunt waren wir, dass die Natur noch nicht so weit ist, wie sie es sonst um diese Jahreszeit für gewöhnlich ist.
Andererseits war es sehr lange kalt und verregnet. Sonst war es um diese Jahreszeit in Freiburg schon deutlich wärmer.

Im Marxenweiher fanden wir einen Molch. Leider sind die Bilder nicht gut geworden, da unglaublich viel Blütenstaub auf dem Wasser schwamm und die Kamera daher den Molch nie so recht scharf stellen wollte. Aber man erkennt ihn trotzdem :-)

Aber die braunen Wälder werden definitiv schnell grün. Man kann quasi dabei zusehen. Sogar blühenden Waldmeister haben wir am Wegesrand gefunden.






Es tat gut, mal wieder im Grünen unterwegs zu sein. Und es war anstrengend, den Mann zurück zu halten. Denn außer leichten Schmerzen im großen Zeh, ging es ihm gut und er wollte mehr. Mehr laufen. Mehr Natur. Mehr alles!

Aber, abemacht ist max. eine Stunde! Ich hatte den Weg entsprechend ausgesucht. Denn ich denke, wenn der Arzt verordnet, den Fuß zu schonen, ist eine Stunde spazieren gehen schon mehr als genug. Und definitiv besser als gar nichts ;-)

Daher blieben wir auf dem breiten Weg. Auch zum höchsten Baum Deutschlands ging es an diesem Tag nicht. Der Mann war etwas zerknirscht...aber immerhin einsichtig.


Am Teich zwischen Rehbrunnen und Wonnhalde, haben wir wieder eine Zeit lang gestanden. Wie jedes Frühjahr wimmelt es dort aktuell von Kaulquappen. Und alle quetschten sich am seichten Ufer im recht warmen Wasser zusammen, so das der Rand des Teiches schwarz war.
Und auch hier haben sich schon Nilgänse breit gemacht. So hübsch die Tiere auch anzusehen sind, gehören sie eigentich nicht hier her. Mal abgesehen davon, dass sie die Parks vollkacken ist mir auch schon aufgefallen, dass dort, wo die Nilgänse sind, weniger einheimische Wasservögel zu finden sind.
Eine weitere nicht heimische Art konnten wir am unteren See beobachten. Dort leben Rotwangen-Schmuckschildkröten, die eigentlich in den USA zuhause sind. Diese Schildkröten stehen in Konkurrenz zu heimischen Tieren und zählen daher zu den 100 gefährlichsten Neobiota weltweit (Quelle: Wikipedia)



Unser Spaziergang dauerte fast genau eine Stunde. Von der Haltestelle "Wonnhalde" aus, ging es mit der Straßenbahn auch wieder nach Hause.
Es tat gut, was wieder im Wald unterwegs zu sein. Wenn auch nur für eine Stunde. Das werden wir die nächsten Wochen wohl öfters machen. Und dann hoffen wir, dass der Orthopäde nach dem MRT das Wandern für den Liebsten wieder genehmigt.