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Montag, 29. November 2021

Seelenwanderung - Auszeittour Nr. 2 (Rundweg zwischen Glottertal und Föhrental)

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Am 7. November 2021 haben wir eine weitere kleine Tour aus dem Buch "Wanderungen für die Seele in und um Freiburg" gemacht. Dafür ging es mit dem Auto nach Glottertal.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Wir parkten am Rathaus, wo der Weg auch laut Buch losgehen sollte. Einmal über die Straße, über die Glotter, die dem Ort seinen Namen gibt und dann ein Stück Flussaufwärts am Uferweg entlang.
Weiden, Glottertal und die Glotter
Über die Kandelstraße und den Mattenbauerhof ging es hinauf. Direkt hinter dem Hof beginnt ein Waldstück. Hier wurde der Aufstieg ziemlich knackig und wir kamen schon bald ordentlich ins Schwitzen.
Eine Gruppe Nordic-Walker-Wanderer verfolgte uns. Sie schienen schneller zu sein als wir, daher blieben wir stehen, um sie passieren zu lassen. Denn deren Gesabbel und das Klickern der Stöcke ging uns schon bald ziemlich auf den Keks. Kurz nachdem die Gruppe uns überholt hatte, blieben die jedoch auch stehen! Die hatten noch eine Dame dabei, die sich ähnlich schwer tat wie ich und daher weit abgeschlagen hinterher schaufte. Na toll...wenn die Gruppe jedes Mal wartet, kommen wir ja nie weg von denen :-/
Waldsofa mit Blick zum Kandel
Hinter dem Wald kamen wir schließlich wieder in eine offenere Landschaft. Hier fand sich ein (leider zu feuchtes) Waldsofa am Rande des nächsten Waldes und ein herrlicher Blick zurück auf den Kandel - auf dem man den ersten Schnee dieses Winters durch die kahlen Bäume blitzen sah. Inzwischen hatten wir die Gruppe ein Stück vor uns, was uns deutlich lieber war, auch wenn sie nicht viel schneller voran kamen, als wir.
Rinder, Schnee auf dem Kandel und ein schönes Wegekreuz
Ein Stückchen ging es noch weiter hinauf. Dann hatten wir den ersten "Gipfel" dieser Runde erreicht. Direkt dort oben, führt der Weg erneut in den Wald hinein. Dort ist, hinter einer Weide, auch eine Weggabelung. Die Gruppe hatten wir zwischenzeitlich aus den Augen verloren, weil wir von der Landschaft etwas abgelenkt waren. Wir wussten also nicht, welchen Weg sie eingeschlagen hatten.
Wir nahmen den schmalen Pfad, der geradeaus weiter führte und folgten der Beschilderung immer Richtung Allmend - das ist ein kleiner Weiler in einem Seitenarm des Föhrentals.
Der schmale Pfad führte uns wieder bergab und ließ sich prima laufen. Am Wegesrand fanden wir sogar noch den ein oder anderen Pilz. Bei der ersten Pilzsichtung sagte ich noch zu Schatz: "Weißt du, was ich dieses Jahr noch gar nicht gesehen habe? Fliegenpilze!" Er bejahte und nur knapp 1 km weiter fanden wir dann einen Fliegenpilz :-D
Die Wandergruppe blieb verschwunden. Kurz vor dem Allmend wurde der Weg wieder etwas breiter. Er war mit einem Teppich als trockenen Blättern bedeckt und es raschelte bei jedem Schritt.
Im Allmend bogen wir auf die Teerstraße ein, folgten dieser nur ein kurzes Stück und überquerten dann den Allmendbach bei einem anderen Hof. Hinter dem Hof führte uns ein weicher Wiesenweg wieder leicht bergauf.
Überquerung des Allmendbachs
Von hier oben hatten wir dann die ersten tollen Weitblicke Richtung Rheintal. Und wir kamen zu den ersten Viehweiden, über die der Wanderweg hinüber führte.
Da die (meist) Kühe immer anders stehen, ändert sich auch regelmäßig die Wegführung dieses Wanderwegs. Die gelbe Raute vom Schwarzwaldverein ist an mobilen Pfosten angebracht und wird von den Landwirten passend zum Stand des Viehs versetzt. So liefen wir nun eine etwas andere Route über die Weiden, als die Dame, die das Buch geschrieben hatte.
Wanderweg über die Weiden
Auf den oberen Wiesen standen keine Kühe mehr. Wir hatten also keine Begenung mit Einheimischen. Dafür war der Pfad total schlammig. Der Schlamm war pappig und verklebte im Nuh das Profil der Wanderschuhe, so dass wir nach kurzer Zeit schon keinen Grip mehr hatten und ins Rutschen kamen. Das war unschön und etwas abenteuerlich. Denn richtig ausrutschen, hinfallen und dabei womöglich in einen Kuhfladen plumpsen wollte keiner von uns :-D
Im Föhrental angekommen
Wir schafften es hinab ins Föhrental, ohne uns komplett vollzuschmoddern. Lediglich der untere Teil der Hosen sah zum fürchten aus. Und die Schuhsohlen! Als wir die asphaltierte Straße im Föhrental erreichten, versuchten wir erstmal, möglichst viel Schlamm unter den Schuhen loszuwerden, damit wir auf der nächsten Weide wieder einigermaßen Grip hätten. Der Matsch war sehr hartnäckig und furchtbar klebrig und es dauerte eine Weile, bis wir das Gröbste los waren.
Kapelle und Wanderweg über die Weiden im Föhrental
Im Föhrental liefen wir nur ein paar hundert Meter auf Asphalt. Dann bogen wir nach rechts zum Glockenhof ab und direkt wieder links durch den schmalen Durchlass im Weidezaun. Mitten auf der Viehweide steht eine kleine Kapelle - ebenfalls eingezäunt, damit man dort auf der Bank sitzen kann, ohne sich neugierige Rinder vom Hals halten zu müssen :-D Allerdings war auch diese Weide leer.
Erst auf der nächsten Weidefläche hatten wir weitläufigen Kontakt. Dort standen Pferde und Rinder - die sich aber gar nicht für uns interessierten. Weiter unten stand noch ein Reiher am Bachufer. Aber auch der interessierte sich nicht für uns, da wir weit genug weg waren. Und die Wandergruppe tauchte plötzlich wieder hinter uns auf. Die mussten eine ander Route gewählt haben, denn überholt hatten wir sie ja nicht. Wir machten also langsam und ließen sie wieder passieren :-)
Blicke Richtung Rheintal
Hinter den ersten zwei Weiden ging es dann über einen breiten Waldweg wieder hinauf. Und sogar die Sonne ließ sich ein-, zweimal kurz blicken. Über einen schmalen Pfad zwischen Weide und Wald führte uns die Wegbeschreibung noch weiter hinauf. Auf der Weide zu unserer Linken standen Rinder und ein Stattlicher Bulle. Gut, dass wir über dessen Weide nicht drüber sondern nur dran vorbei mussten. Der Bulle hat uns nicht einmal aus den Augen gelassen. Mit dem wäre nicht nicht gerne auf Tuchfühlung gegangen.

Oben angelangt wurde die Landschaft dann wieder offener zu beiden Seiten. Und wir hatten die letzte Steigung dieses Rundwegs gemeistert. Ab jetzt ginge es nur noch Bergab bis zum Auto. Wir kamen an die Kreuzung, wo wir laut Wanderbuch hätten rechts abbiegen müssen, um über einen weiteren Hof direkt hinab und zurück nach Glottertal zu gelangen.
Hier hätten wir lang gesollt...
Allerdings hielt uns das Schild "Privatgrundstück Durchgang verboten!" davon ab. Wir wissen nicht, ob die Dame, die den Wanderführer geschrieben hat, dieses Schild ignoriert hat, oder ob es früher noch nicht hier stand. Jedenfalls steht es nun dort und wir haben Respekt vor dem Eigentum anderer. Möglicherweise hat der Landwird das Schild auch erst nachträglich aufgestellt, weil zu viele Leute über sein Grundstück gewandert kamen (nach Erscheinen des Buches)? Ich würde wahrscheinlich auch nicht wollen, das alle Nase lang Fremde "durch meinen Garten" latschen.
Ein kurzer Blick in die digitale Wanderkarte und wir hatten eine Alternative gefunden, die nur ein kleiner Umweg war und uns direkt an die Kreuzung brachte, an der wir auf dem "geplanten" Weg, auch herausgekommen wären. Statt also rechts abzubiegen, liefen wir geradeaus weiter in den tollen Mischwald hinein. Wieder raschelndes Laub zu unseren Füßen und ein paar Pilze.  Hinter dem Wald begann ein kleiner Weinberg und oben an der Rebhütte grinste uns ein ausgehöhlter Kürbis an.
Wir fanden dort eine Art Aussichtsplattform, von der man aber nicht so eine dolle Aussicht hatte. Ab hier mussten wir nun der laubbedeckten geteerten Leimeneckstraße weiter hinab folgen. Sie führte unterhalb des Hofes vorbei, von dessen Rückseite wir eigentlich hinabgekommen wären. Auch von hier unten konnte man das gelbe Schild "Durchgang verboten" deutlich erkennen.
Nun waren wir wieder auf der "Original Route". Von oberhalb des Hofes hatten wir einen tollen Blick auf Glottertal. Je weiter wir hinab kamen, desto mehr Häuser säumten die Straße. Beim Hotel Hirschen an der Glotter kamen wir wieder auf die Talstraße - die Hauptstraße von Glottertal.
Zurück in Glottertal
Der Talstraße folgten wir nur noch ein Stückchen nach rechts und waren schon wieder am Rathaus und am Auto.
 
Der Rundweg war toll - und durch die schlammigen Weiden auch etwas Abenteuerlich. Er hatte - durch die von uns angepasste Wegführung - knapp 8 km und wir hatten eine reine Gehzeit von knapp 2 Stunden. Den Weg möchte ich im Frühling auf jeden Fall nochmal gehen, wenn die Natur wieder üppiger ist und die Wege etwas trockener :-)

Donnerstag, 2. April 2020

Unsere letzte Wanderung vor dem 1. Corona-Lockdown - Von Zähringen nach Glottertal

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Diese Wanderung haben wir am 15. März 2020 gemacht. Eine Woche bevor die Ausgangsbeschränkung in Kraft trat. Seit dem waren wir nicht mehr wandern.
Unsere Route, Karte von Komoot
Wir wollten ausschlafen und nicht erst irgendwo hin fahren. Da wir dieses Jahr noch nicht auf dem Rosskopf waren und er sich für uns als Halbtagstour bestens anbietet, hatten wir beschlossen, dort hinauf zu wandern.
Von der Haltestelle Reutebachgasse ging es hinauf. Geplant war, durch das Wohngebiet bis zum Waldrand zu gehen. Aber mir großer Freude stellten wir fest, dass die Sperrung der Altbachschlucht bereits aufgehoben war und alle Sturmschäden restlos beseitigt wurden. Der Aufstieg durch die Schlucht ist wirklich schöner, als durch das Wohngebiet :-)
Altbachschlucht
Altbachschlucht
Über den steilen Steinbruchweg gelangten wir durch den Wald hinauf. Die Pumpe ging ordentlich und ich schwitze schnell. Aber so ganz weg war die Kondition dann doch nicht, auch wenn wir davor länger nichts gemacht hatten und ansonsten im Frühjahr eher kleine Touren mit Schatz' Cousin F unternommen hatten.
Abzweig Steinbruch- und Hebsackweg
Bereits auf den ersten 2 km bemerkten wir, dass ungewöhnlich viel los war auf den Wanderwegen. Klar, auf dem Rosskopf ist immer recht viel los. Er ist sehr stadtnah und es gibt zwei oder drei Downhill Trails für Mountainbiker. Weil bereits andere Wanderer am weißen Kreuz rasteten, sind wir dort einfach vorbei marschiert und haben den Weg hinauf zu den Windrädern fortgesetzt.
Das Weiße Kreuz
Einer von vielen Wegen zur Ladstatt
Auch an der Ladstatt, der großen Wanderwegekreuzung auf halber Höhe war ziemlich viel Trubel. Wanderer und Mountainbiker aus allen Ecken kamen dort zusammen. Wir waren ja schon zig mal dort oben und kennen den Berg wie unsere Westentasche. Aber so vielen Menschen, sind wir dort noch nie begegnet! Klar, die Geschäfte hatten zu dem Zeitpunkt schon geschlossen. Scheinbar waren viele in die Natur statt shoppen, ins Kino oder ins Theater gegangen. Wir fanden das natürlich blöd. Denn auch da hieß es ja schon, man solle möglichst 1,5 bis 2 Meter Abstand einhalten, um auf Nummer sicher zu gehen. Das war an diesem Tag auf den schmalen Wanderpfaden absolut nicht möglich. Zumal auch viele Mountainbiker ihre extra für sie ausgewiesenen Wege verließen und zusätzlich zu den Wanderern auch noch auf den Wanderpfaden unterwegs waren.
Blick zur Zähringer Burg
Vom Waldweg oberhalb der Reutebachhöfe hatten wir dann, zwischen den noch kahlen Bäumen hindurch, einen schönen Blick hinüber zur Zähringer Burg. Inzwischen ist das Gasthaus dort oben auch bis auf weiteres geschlossen und somit kommt man auch nicht mehr an den Schlüssel für den Burgturm.
Mitte März war der Frühling schon voll in die Freiburger Wälder eingezogen. Überall grünte und blühte es schon fleißig. Wir haben etliche Zitronenfalter gesehen - aber keine wollte sich für ein Foto niederlassen.

Die kleinen Waldbäche waren voll und sprudelten teils über die Wanderpfade hinweg. Eine gute Gelegenheit, sich mal den Schlamm etwas von den Wanderstiefeln spülen zu lassen :-) Aber auch durch die dicken Stiefel bekam man vom eiskalten Wasser schnell kalte Füße. Also lieber weiter wandern :-)
Knapp unterhalb der Windräder tat sich dann wieder eine Lücke zwischen den Bäumen auf. Man hatte einen guten Blick hinab auf Teile Freiburgs und ins Rheintal. Ganz hinten am Horizont konnten wir den verschneiten Gipfel des Grand Ballon in den französischen Vogesen ausmachen.
Blick zum Grand Ballon
Dann erreichten wir die Windräder und wussten, nun sind wir ganz oben. Da uns bis hier her so unfassbar viele Menschen begegnet sind - auch ältere Semester, die es ohne ihre "Schummel-Fahrräder" wohl gar nicht so weit hinauf geschafft hätten - haben wir davon abgesehen, auch noch bis zum Aussichtsturm zu gehen. Ich hätte gerne die Aussicht von dort oben genossen. Aber wie voll würde es dort sein, wenn auf den Wegen dort hin schon so ein Gewimmel ist? Immerhin hat man dort einen sonnigen Rast- und Grillplatz mit Aussichtsturm. Eine größere Menschenansammlung wollten wir damals schon vermeiden und wanderten daher direkt weiter.

Ganz in der Nähe ist der Martinsfelsen. Auch dort gibt es eine schöne Rastmöglichkeit. Vielleicht hätten wir dort mehr Glück.
Als wir uns dem Felsen näherten hörten wir keine Stimmen. Wir waren guter Dinge, dass die Bank dort frei sein würde. Was sie am Ende auch war - weil der ganze Fels gesperrt war :-( Scheinbar ist das Holzgeländer, das zur Absturzsicherung dient, marode. Daher war des Betreten des Felsens untersagt. Schade.
Gesperrter Martinsfels

Mit dem Zoom der Kamera konnte ich trotzdem ein nettes Bild in die herrliche Landschaft machen. Dann wanderten wir weiter. Und irgendwie war ich stolz auf mich, denn ich hatte es ohne Pause bis hier her geschafft. Das war das erste Mal überhaupt!
Blick vom Martinsfels
Rast machten wir dann am Ochensenlager. Das is eine kleine Schutzhütte etwas unterhalb des Martinsfelsens. In der schattigen Hütte war es zwar recht frisch, aber immerhin konnten wir kurz sitzen und die Beine ausstrecken :-) Wir verputzten die mitgebrachten Brote, tranken etwas Wasser und setzten dann unseren Weg fort.
Ochsenlager
Erst ein Stück bergab, dann wieder hinauf bis zum Streckereck. Von dort hatten wir nochmal eine richtig tolle Aussicht auf das Föhrental. Aber auch hier waren sämtliche Bänke belegt und zahlreiche Leute saßen auf Picknickdecken auf der Wiese.
Blick vom Streckereck ins Föhrental
Ein paar Schritte weiter verschob sich der Blickwinkel und gab freie Sicht auf Emmendingen.
Blick vom Streckereck auf Emmendingen
Sogar bis zur Ruine Hochburg konnten wir sehen. Etwas im blauen Dunst gelegen konnte man sie dennoch schnell erkennen.
Blick vom Streckerec auf die Ruine Hochburg
Glück hatten wir mit einem Schmetterling, der sich bereitwillig ablichten ließ, bevor er weiter zog :-)
Eine zweite kurze Rast machten wir auf einem gefällten Baumstamm fern der Menschenmenge. In der Sonne ließ es sich dann auch mit T-Shirt gut aushalten, an diesem 15. März :-)

Über schöne schmale Pfade wanderten wir dann wieder Talwärts. Ziel war nämlich das Örtchen Glottertal. Berühmt geworden in den 1980er Jahren durch die "Schwarzwaldklinik". Heute ist eine Psychosomatische Klinik in dem Gebäude und man kann es nur von außen besichtigen.
Und auch auf diesen sehr schmalen Pfaden mussten wir irgendwie den Mountainbikern ausweichen. Zum Teil war das echt nicht so einfach. Es war einfach nicht überall genug Platz.


Zwischendrin nochmal ein toller Blick zur Hochburg. Dort waren wir zuletzt vor ca. 2 Jahren, als wir den Breisgauer Vier-Burgen-Weg gewandert sind.
Blick zur Hochburg
Dann hatten wir von jetzt auf gleich den Wald hinteruns und fanden uns am Waldrand oberhalb von Glottertal wieder. Der Blick über das grüne Tal mit ein paar Häusern bis hin zum noch bräunlichen Kandel. Wenn die Bäume dort oben auch wieder alle Grün sind, sieht das Bild wieder etwas hübscher aus ;-)
Blick zum Kandel
Von einem Waldsofa aus konnten wir nochmal etwas den Blick schweifen lassen. Dann machten wir uns auf den Weg hinab ins Dorf.


Glottertal
Eine Katze umkreiste unsere Beine, als wir uns einem Hof näherten. Sie schnurrte wie verrückt, aber wenn man sie streicheln wollte, schnappte sie nach einem. Verrückte Katze :-D

In Glottertal angekommen spazierten wir etwas an der Glotter entlang. Ein Blick auf die Fahrplan-App verriet, dass wir noch gute 25 Minuten totschlagen mussten, bis der Bus kommen würde.

An der Glotter
Spontan holten wir uns dann ein Eis in einem Eiscafé - die hatten da noch offen. Dort war auch ziemlich viel Betrieb und das Eis schmeckte hervorragend. Hätte ich gewusst, dass es vorerst das letzte sein würde, hätte ich vielleicht eine Kugel mehr gekauft.

In der Sonne sitzend haben wir dann auf den Bus gewartet. Dieser brachte uns nach Denzlingen, von wo aus wir mit der S-Bahn wieder nach Freiburg fuhren. Während in Glottertal an diesem schönen Nachmittag noch nichts von Corona zu bemerken war, sah es in den Bussen, wo der Fahrer mit rot-weißem Flatterband abgesperrt war, schon wieder etwas anders aus.

Wie gesagt, diese Tour haben wir vor 3 Wochen gemacht. Damals sah es noch etwas anders aus als heute. Wir dürften zwar auch heute noch raus gehen und wandern. Aber es ist sicherlich nicht leerer in den Wäldern geworden. Und wie will man auf diesen schmalen Pfaden den nötigen Abstand einhalten? Irgendwo anders hin zu fahren, bringt auch nicht viel, denn im Kaiserstuhl sind - das haben wir von Bekannten erfahren - auch immer noch größere Menschengruppen unterwegs. Stundenlang irgendwo hin fahren, in der Hoffnung, dass es dort dann leerer ist auf den Wegen, wollen wir auch nicht. Daher bleiben wir vorerst zuhause. Das Wandern fehlt uns sehr. Das schöne Wetter lockt uns auch. Es ist nicht leicht, in diesem Jahr.

Könnt ihr noch ohne Menschenaufläufe wandern gehen oder sind die Wälder bei euch auch voll geworden?