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Dienstag, 24. Mai 2022

Rheinauenweg - Etappe 3/9 - Neuenburg bis Hartheim - Ein totaler Fehlschlag!

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Nach Monaten Pause in der dunklen Jahreszeit wollten wir am 21. Mai nun endlich mit dem Rheinauenweg weiter machen. Etappe 3 von 9 stand an. 
Im RE Richtung Basel
Wir fuhren mit dem Regionalexpress nach Müllheim und dann eine Station mit der französischen Regionalbahn, die nach Moulhouse fährt, bis nach Neuenburg, wo wir gegen 10 Uhr ankamen.
weiter mit der französischen Regionalbahn
Wir wanderten vom Bahnhof aus das schmale Pfädchen hinab ins Industriegebiet - wo wir auf Etappe 2 ja schon hinauf gewandert waren.

Vorbei an der alten Mülldeponie ging es zum Rhein und dann waren wir nach 1,5 km endlich auf dem Rheinauenweg.
Wir kamen gute 500 m weit, bis wir vor einem Zaun standen. Hier ging es nicht weiter: Landesgartenschau! :-( Kein Hinweis für Wanderer und Spaziergänger. Es gab lediglich ein Schild, das den Radfahrern eine Umleitung vorgab. Daher dachten wir, wir kämen als Fußgänger irgendwie dran vorbei - ist ja oft so. Kamen wir aber nicht.
Wir wussten, dass die Landesgartenschau in Neuenburg ist (noch bis zum 3. Oktober 2022). Wir wussten, dass die in der Nähe des Rheins ist. Was wir nicht wussten ist, dass wegen der Landesgartenschau der Wander- und Radweg auf 1,5 - 2 km gesperrt worden war :-/ Dazu haben wir vorab auch nirgendwo Hinweise gehört oder gesehen.
Also wieder ein Stück Retour und über einen Trampelpfad am Zaun entlang, hinauf zur Straße. Wir versuchten, uns einen Weg um das LGS-Gelände drum herum zu suchen. Direkt parallel zum Rhein ging es nicht weiter. Man läuft als Fußgänger ja nicht einfach auf die Autobahn!
Also irgendwie drum herum. An der Bundesstraße entlang, an der Autobahnauffahrt vorbei. Absolut nicht schön. Am Ende ging es für uns nur noch Richtung Ortszentrum, wo wir promt in einer Baustelle landeten und diese nicht einfach direkt passieren konnten. Die Umleitung führte weiter nach Neuenburg hinein. Am Ende waren wir wieder fast am Bahnhof! Da hätten wir auch von dort aus gleich in den Ort reinlaufen können, wenn wir das vorher gewusst hätten. Das hätte uns zuminst mal 3 km gespart.
 
Ich wurde langsam echt stinking. Geplant waren 22 km für die wir uns 7-8 Stunden Zeit lassen wollten. Etwas Zeitdruck blieb im Hinterkopf nämlich präsent, denn um 18:50 Uhr wäre der vorerst letzte Bus vom Zielort abgefahren. Danach hätten wir bis nach 21 Uhr dort festgesteckt! Wir hatten also keine Zeit, dauernd im Kreis zu laufen und die vergeudeten Kilometer hätten es mir am Ende auch sicher schwer gemacht, das Ziel noch zu erreichen. Denn wenn man 22 km geplant hat, und vorher schon 7 km herumirrt, ist das nicht besonders gut!
dunkelblau = tatsächlich gelaufener Weg / helllblau = geplanter Weg / rot = LGS

Immer wieder ein Blick auf die Karte. Wie kommen wir am schnellsten um das LGS-Gelände herum und wieder auf den Rheinauenweg? Schatz hat zweimal nach dem Weg gefragt. Zuerst eine Frau, die gerade im Garten arbeitete. Als Einheimische würde sie sich doch sicher auskennen, oder?
 
Sie sagte uns, das wir der von der nächsten Kreuzung ausgeschilderten "Westtangente" folgen sollten. Diese war gleichzeitig auch eine offizielle Umleitung für Radfahrer. Prima! Dort sollten wir dann auch direkt an den Rhein kommen. Das machen wir!
 
Gelandet sind wir allerdings am Parplatz P1 der Landesgartenschau. Schatz hat direkt einen der Parkplatzwächter angehauen, ob er wüsste, wie man am Areal vorbei und zum Rhein käme. Er wusste es auch nicht genau, weil er nicht aus der Gegend wäre. Meinte aber, man käme dran vorbei und über einen Stichweg zum Rhein. Also latschten wir mal weiter.
Über die Rheinwaldstraße, vorbei am Sportgelände, Firmen und einem Indoor Kinderspielplatz kamen wir dann auch wieder auf einen Wanderweg. Die DurchFAHRT für Autos und Motorräder war gesperrt. Kein Hinweis für Radfahrer und Fußgänger. Also: weiter. Ein Blick auf die online Wanderkarte verriet, dass wir in ein paar Metern wieder auf der geplanten Route gewesen wären :-)
Auf dem Weg fanden wir duzende Hirschkäfer. Allen fehlte das weiche Hinterteil. Einige zuckten sogar noch. Da war wohl irgendein verfressenes Tier am Werk gewesen. Wir waren guter Dinge...für rund einen Kilometer. Dann standen wir vor dem nächsten Zaun!
Der Rad- und Wanderweg war gesperrt. Auch für Radfahrer und Fußgänger! Hätte man das nicht direkt am Anfang auch schon erwähnen können, statt einen erstmal nen Kilometer latschen zu lassen?! 😠
Am Zaun dann ein Hinweiszettel mit Umleitungsempfehlung. Für Radfahrer eine recht schnelle Angelegenheit. Für uns als Wanderer ein Ding der Unmöglichkeit :-(
 
Bis hierher waren wir schon 7 km gelaufen, sind 90 Minuten durch die Gegend geirrt und waren noch immer im beschissenen Neuenburg! Ich war dermaßen enttäuscht, dass ich vor dem scheiß Bauzaun in Tränen ausgebrochen bin.

Der Hinweis war mit Stand von März/April 2022. Also recht neu. Wie lange diese Baumaßnahmen gehen, konnte man aber nirgendwo erfahren.
B ist da, wo der Bauzaun den Wanderweg von Neuenburg aus versperrt!
Eine mögliche Ausweich-Route würde uns drei Viertel der Etappe nichtmal ansatzweise am Rhein oder durch die Rheinauen führen! Und ob wir da überall durchkommen würden, ist auch fraglich. Daher können wir die 3. Etappe für dieses Jahr wohl erstmal abschreiben. 

Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, kam eine Gruppe Radfahrer angeradelt - auch gestoppt von dem ollen Bauzaun. Ärger und Unverständnis auch bei denen. Kurze Beratung. Mit dem Fahrrad wäre man schnell auf der empfohlenen Umleitung. Also radelten sie zurück. 

Uns blieb ja auch nichts anderes übrig, als die rund 3 km bis nach Neuenburg zurück zu latschen. Während wir uns auf dem Rückweg befanden, hielten wir noch einen weiteren Radfahrer und einen einheimischen Jogger auf, die ebenfalls auf dem Weg zum Bauzaun waren. Muss ja nicht jeder wie ein Idiot vorm Zaun enden.
 
Aber das zeigte uns auch, dass sowohl Einheimsiche, als auch Ortsfremde von dieser Sperrung nicht wirklich was wissen/wussten und es nicht genug Hinweise gibt. Sonst würde sich ja keiner freiwillig bis vor den Zaun begeben, oder?

Wir waren jedenfalls beide total enttäuscht. Ich besonders. Denn da geplant war, dass wir den ganzen Tag nicht daheim sein würden, habe ich am Freitag Abend und Samstag früh noch ziemlich Stress gehabt, weil ich möglichst viel vorbereiten und gleichzeitig möglichst viel Haushalt vorarbeiten wollte. Wir sind extra um 6 Uhr aufgestanden - für NICHTS!
 
Einig sind wir uns nur, dass wir nun einfach mit der 4. Etappe weiter machen und evtl. die 3. im kommenden Jahr (die LGS geht ja noch bis Anfang Oktober und wie lange die andere Baustelle dauert, ist unbekannt) nachholen. Aber bevor wir die nächste Etappe in Angriff nehmen, wollen wir mal beim Wasser- und Schiffahrtsamt (oder sonst wo!) nachprüfen, ob auf der Strecke weitere Sperrungen wegen Baumaßnahmen zu erwarten sind. Nicht, dass wir wieder so ein Erlebnis haben wie am Samstag!

Als wir dann wieder den Parkplatz von der Landesgartenschau in Sichtweite hatten, und Schatz schon am schauen war, wann der nächste Zug zurück fährt, hab ich spontan gefragt, ob er nicht Lust hätte, mit mir auf die LGS zu gehen. Dann wäre die Fahrt nach Neuenburg wenigstens nicht ganz für den Allerwertesten gewesen. Die Idee fand er gut. Statt zu wandern, besuchten wir also die Landesgartenschau.

Donnerstag, 28. April 2022

Seelenwanderung - Erfrischungstour Nr. 19 (Im Naturschutzgebiet Taubergießen)

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Nachdem wir am Dienstag in unserem Urlaub abends noch dachten, wir würden uns nie wieder bewegen können, fühlten wir uns nach einer Mütze Schlaf am Mittwoch erstaunlicherweise topfit! Naja, zumindest teilweise. Wir wollten wandern. Unbedingt. Aber bitte mit möglichst wenigen Höhenmetern. Und 18 km müssten es ja auch nicht direkt wieder sein. Etwas kürzer, etwas platter. Das war der Plan. Gar nicht so leicht, wenn man in einem Mittelgebirge wohnt, was flaches zu finden :-D
 
Nach dem Frühstück konsultierten wir also diverse Quellen und beschlossen, spontan noch eine Runde aus dem Buch "Wandern für die Seele in und um Freiburg" zu machen.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Und so fuhren wir am 13. April kurz vor Mittag mit dem Auto kurz entschlossen an den Rhein. Genauer gesagt, nach Kappel-Grafenhausen. Das sind 30 Minuten Fahrt über die A5 und somit nicht sehr weit.
Parkplatz an der Rheinfähre
Geparkt haben wir auf dem Parkplatz an der Rheinfähre Rhinau. Da war an diesem Mittwoch fast gar nichts los. Wie es dort am Wochenende aussieht, wissen wir allerdings nicht.
Altrhein
Zu Beginn ging es erstmal ein Stückchen zurück an der Straße entlang, über die wir mit dem Auto gekommen waren. Auf dem Fuß- und Radweg fanden wir eine große Weinbergschnecke.
Und am Wegesrand, kurz vor dem hinteren Rheindamm eine historische Pegelstation. Außerdem fanden wir dort ein Bauwerk, das aussah, wie ein Fluttor.
Historische Pegelstation
Ob es sich aber tatsächlich um eines handelt, konnten wir nicht herausfinden. Würde aber Sinn machen, da die Straße dort den landeinwärtigen Damm durchbricht. An der Betonwand des Dammes waren auch historische Hochwasserpegel markiert. Unglaublich, wie weit der Fluss ins Landesinnere kam, wo doch der Rhein an dieser Stelle schon fast einen halben Kilometer entfernt war!
Hochwassermarken am 2. Hochwasserdamm mit Fluttor (?)
Hinter dem Hochwasserdamm bogen wir rechts ein und folgten dem Damm dann für einen halben Kilometer, wo wir schließlich auf den vorderen Rheindamm - direkt am Fluss - trafen.
Blüten auf dem Hochwasserdamm
Unten am Damm entlang ging es knapp 3 Kilometer weit fast schnurgerade. Abwechslung boten die vielen Seitenarme des Altrheins, der hier noch in seinem ursprünglichen Auenwald vor sich hin mäandern darf.
Kanadagänse auf dem Altrhein
Das ganze Gebiet dort oben nennt sich Taubergießen. Das Naturschutzgebiet wurde 1979 gegründet und ist etwa 17 Quadratkilometer groß.
Kanadagans
Kanadagänse waren die ersten Wasservögel, die wir an diesem Tag zu sehen bekamen. Ihr lautes Trompeten hörten wir schon von weitem.
Blüten entlang des Rheindamms
Etwa nach der Hälfte der Strecke wechselten wir an einer Stelle vom unteren Weg, der parallel zum Damm verläuft, auf den Weg direkt auf der Dammkrone. Von dort oben bot sich ein ganz anderer Blick. Wir entdeckten sogar einen großen Feldhasen. Leider war er viel zu schnell im Gebüsch verschwunden, als das ich ein Foto hätte machen können.
Weiter geht es oben auf dem Damm
Schon bald kam der Europapark in Sicht. Im Februar hatten wir schonmal Kontakt mit einem Teil des Europaparks. Nämlich als wir von Waldkirch nach Freiburg wanderten und in Waldkirch an der "Achterbahn-Schmiede" des Europaparkts vorbei liefen.
Die Silverstar Achterbahn (Europapark) vom Rheindamm aus gesehen
Von der Krone des Rheindamms aus, hatten wir einen tollen Blick auf die Silverstar Achterbahn, mit der ich auch ein einziges Mal gefahren bin - und nie wieder. Ich fahre zwar gerne Achterbahn, aber die war mir dann doch etwas zu viel :-D Das Kreischen der Leute wurde vom Wind bis zu uns getragen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie nah der meistbesuchte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum, an einem Naturschutzgebiet steht.
Oben: Silverstar mit Rheindamm / Unten: Blue Fire u. Wodan
Auch die Blue Fire (meine Liebste) und die Holzachterbahn Wodan (auf die ich es noch nicht geschafft habe), waren von einer anderen Stelle des Rheindamms aus sehr gut zu sehen.
Als wir quasi mittig auf Höhe des Europaparks waren, bogen wir nach rechts in den Auenwald ein und weg vom Gekreische der Vergnügunssüchtigen ;-) Wir waren kaum 100 m in den Auenwald hinein gegangen, da hörte man den riesigen Freizeitpark schon nicht mehr. Unglaublich, wie viele Geräusche die Natur so verschluckt. Nun waren wir mitten im Naturschutzgebiet Taubergießen.
Weg durch den Auwald und Listspinne auf Bärlauch
Wir hatten schon um die 6 km zurückgelegt und waren noch nicht lange im Auwald unterwegs, da fanden wir eine Bank an einer Brücke über den Neuen Graben. Weil wir nicht wussten, wann wir wieder so eine herrliche Sitzgelegenheit geboten bekämen, ließen wir uns im Halbschatten nieder.
Rast am Neuen Graben
Apfel und Kiwi aus dem Schüsselchen wurden verputzt und wir lauschten dem leisen Plätschern des Wassers und dem Zwitschern der Vögel. Es war soooo toll. Nur ganz gelegentlich, wenn der Wind drehte, hörten wir noch leise das Kreischen von den Achterbahnen.
Nachdem wir genug pausiert hatten, machten wir uns weiter auf unserem Weg durch den Auenwald. Immer wieder überquerten wir Arme des Altrheins. Auf dieser Tour zum Glück immer über Brücken. Wir haben aber vor 3 Jahren schonmal eine Tour im Taubergießen gemacht, da mussten wir durchs eiskalte Rheinwasser waten :-D Das war ein Spaß...zumindest für mich. Der Liebste fand das damals nicht so dolle.
An einer Stelle war eine Schranke im Wald. Dahinter lag Rhinau (Frankreich). Rhinau hat ein gemeindefreies Gebiet auf der rechten Seite des Rheins. Somit handelt es sich hier im Taubergießen um ein kleines Stückchen Frankreich mitten in Deutschland :-)

Wasserläufer am Altrhein
Weiter ging es einmal quer durch das Naturschutzgebiet und den Auenwald. Es war so wunderschön, wenn das Grün immer wieder durch die natürlichen Gewässer unterbrochen war. So wie hier sah es vor der tulla'schen Begradigung des Rheins überall entlang des Flusses aus. Auf den ersten Etappen des Rheinauenwegs, die wir bereits gemeistert haben, konnten wir den krassen Unterschied von damals zu heute bereits erleben.
Brücke am Dornskopf
An manchen Stellen brodelte die Wasseroberfläche von Wasserläufern. An anderen Stellen waren die Insekten gar nicht zu sehen. Zum Glück war noch keine Mückenzeit!

Blüten am Wegesrand im Taubergießen
Die unterschiedlichen Färbungen des Wassers haben mich auch fasziniert. Manchmal schimmerte es in einem satten Grün, dann war es wieder eher bläulich oder bräunlich. Einmal sogar fast türkis. Man konnte sich gar nicht satt sehen.
Nach gut 2 km hatten wir das Naturschutzgebiet einmal in der Breite durchquert und fanden uns direkt am Rhein wieder. Hier ging es dann reichliche 4 km immer gerade aus über den Rheindamm direkt am Fluss.
verwachsene Reste eine Bunkers aus dem 2. Weltkrieg
Und obwohl es wie stumpfes geradeaus latschen anmuten mag, gab es doch so einiges zu sehen und zu entdecken. Zum Beispiel diverse, mehrsprachige Warntafeln oder einen halb zugewucherten Rest eines alten Weltkriegsbunkers.
Rheindamm und Rhein
Auch der Rheindamm an sich war nicht allzu öde. Mal gab es Bäume beiderseits des Weges, mal nur auf der flussabgewandten Seite. Ein Wechsel aus Licht und Schatten sorgte dafür, dass wir auch die unterschiedlichsten Tiere zu sehen bekamen. Leider war ich nicht schnell genug, um sie alle auf ein Bild zu bannen. Die Eidechsen in der Stadt sind z. B. deutlich weniger scheu und schneller zu entdecken als die, die sich hier am Wegesrand tarnten ;-)
Rheindamm direkt am Rhein
Dafür konnte ich ein paar Schwäne ablichten und ein Tagpfauenauge posierte ebenfalls für die Kamera.

Schutzhütte am Rhein
Wir passierten eine Schutzhütte, in der wir hätten rasten können. Die war allerdings gerade belegt und wir wollten lieber weiter. Die letzte Rast war noch nicht so lange her. Auch einen Myriameterstein fand sich hier. So einen hatten wir schon auf einer der Etappen des Rheinauenwegs (auf einem Autobahnrastplatz direkt am Rhein) entdeckt.
Myriameterstein
An einem Wehr konnten wir Kormorane und einen Haubentaucher beobachten. Der Haubentaucher war schwer auf ein Bild zu bekommen. Immer wenn ich ihn gerade im Sucher gefunden hatte, tauchte er schon wieder ab und kam an einer ganz anderen Stelle wieder hoch :-D
Kormoran und Haubentaucher am Wehr im Rhein

Kurz bevor der Weg uns gerade aus ans Ende einer dünnen Landzunge geführt hätte, bogen wir nach rechts wieder in den Auenwald ein. Hier ist der Auenwald allerding nur einen knappen Kilometer breit.
Dafür gibt es unzählige Flussarme. Die Landschaft ist so urwüchsig. Stockenten und Graugänse konnten wir sehen, kleine Inseln und dann lagen dort am Ufer plötzlich Stocherkähne. Auf diesen Booten kann man Rundfahrten im Taubergießen machen und das Naturschutzgebiet mal von der Wasserseite aus erkunden. Irgendwann müssen wir uns zu sowas auch mal anmelden. Das interessiert mich brennend :-)

Wir gelangten an die Stelle, an der wir auf dem Hinweg unten am Damm entlang gelaufen waren. Da wir nun einen knappen Kilometer quasi den gleichen Weg gehen mussten, den wir zu Beginn schon gewandert waren, haben wir uns dieses Mal für den Weg auf dem Damm entschieden, statt wieder unten entlang zu laufen.
Auf dem Rheindamm
Kurz vor dem Ende der schmalen Landzunge zu unserer Linken, liefen wir dieses Mal geradeaus weiter und kamen so wieder direkt an den Rhein. Auf einer gegenüberliegenden Wiese konnten wir Störche bei der Futtersuche beobachten und im Wasser schwamm ein größeres Tier. Erst dachten wir, es könnte vielleicht ein Biber gewesen sein. Aber nach etwas Recherche daheim und Bildervergleich war es wohl definitiv kein Biber, sondern ein Nutria.
Storch, Nutria und ein vergammeltes Boot
Inzwischen war es so spät, das auch von dem hier angesiedelten Kieswerk/Betonwerk kein Lärm mehr ausging. Das hatten wir nämlich zu Beginn unserer Wanderung noch unangenehm in den Ohren gehabt.
Kieswerk/Betonwerk im Rhein

Gänse im Flug und das Ende der schmalen Landzunge
Als wir das Ende der schmalen Landzunge hinter uns erblickten, konnten wir voraus auch schon die Rheinfähre sehen. In ein paar Minuten wären wir schon wieder am Auto.
Rheinfähre Rhinau - Kappel-Grafenhausen
Wir haben noch kurz an der Fähre gestanden und gesehen wie Autos ab- und wieder aufgeladen wurden. Dann sind wir aber zum Parkplatz runter und haben gemacht, dass wir heim kamen. Es war schon nach 18 Uhr und wir hatten nun echt Hunger :-)
Eine Tour ohne Höhenmeter zu wandern, hat an diesem Tag perfekt geklappt. Die mickrigen 20 Höhenmeter resultieren vom Auf- und Abstieg auf den Rheindamm :-D

Deutlich weniger als 18 km zu wandern...hat nicht ganz geklappt. Am Ende hatten wir doch wieder 16 km auf dem Tacho (bzw. in der App aufgezeichnet). Nur 2 km weniger als am Tag zuvor. Und trotzdem noch keine Anzeichen von Muskelkater! Wir waren fast 5 Stunden unterwegs, hatten aber nur 3 Stunden reine Gehzeit. Da sieht man mal, wie oft wir stehen geblieben sind, um einfach nur zu gucken und zu genießen :-D