[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]
Nach Monaten Pause in der dunklen Jahreszeit wollten wir am 21. Mai nun endlich mit dem Rheinauenweg weiter machen. Etappe 3 von 9 stand an.
Wir fuhren mit dem Regionalexpress nach Müllheim und dann eine Station mit der französischen Regionalbahn, die nach Moulhouse fährt, bis nach Neuenburg, wo wir gegen 10 Uhr ankamen.
Wir wanderten vom Bahnhof aus das schmale Pfädchen hinab ins Industriegebiet - wo wir auf Etappe 2 ja schon hinauf gewandert waren.
Vorbei an der alten Mülldeponie ging es zum Rhein und dann waren wir nach 1,5 km endlich auf dem Rheinauenweg.Wir kamen gute 500 m weit, bis wir vor einem Zaun standen. Hier ging es nicht weiter: Landesgartenschau! :-( Kein Hinweis für Wanderer und Spaziergänger. Es gab lediglich ein Schild, das den Radfahrern eine Umleitung vorgab. Daher dachten wir, wir kämen als Fußgänger irgendwie dran vorbei - ist ja oft so. Kamen wir aber nicht.
![]() |
| Im RE Richtung Basel |
![]() |
| weiter mit der französischen Regionalbahn |
Vorbei an der alten Mülldeponie ging es zum Rhein und dann waren wir nach 1,5 km endlich auf dem Rheinauenweg.Wir kamen gute 500 m weit, bis wir vor einem Zaun standen. Hier ging es nicht weiter: Landesgartenschau! :-( Kein Hinweis für Wanderer und Spaziergänger. Es gab lediglich ein Schild, das den Radfahrern eine Umleitung vorgab. Daher dachten wir, wir kämen als Fußgänger irgendwie dran vorbei - ist ja oft so. Kamen wir aber nicht.
Wir wussten, dass die Landesgartenschau in Neuenburg ist (noch bis zum 3. Oktober 2022). Wir wussten, dass die in der Nähe des Rheins ist. Was wir nicht wussten ist, dass wegen der Landesgartenschau der Wander- und Radweg auf 1,5 - 2 km gesperrt worden war :-/ Dazu haben wir vorab auch nirgendwo Hinweise gehört oder gesehen.
Also wieder ein Stück Retour und über einen Trampelpfad am Zaun entlang, hinauf zur Straße. Wir versuchten, uns einen Weg um das LGS-Gelände drum herum zu suchen. Direkt parallel zum Rhein ging es nicht weiter. Man läuft als Fußgänger ja nicht einfach auf die Autobahn!
Also irgendwie drum herum. An der Bundesstraße entlang, an der Autobahnauffahrt vorbei. Absolut nicht schön. Am Ende ging es für uns nur noch Richtung Ortszentrum, wo wir promt in einer Baustelle landeten und diese nicht einfach direkt passieren konnten. Die Umleitung führte weiter nach Neuenburg hinein. Am Ende waren wir wieder fast am Bahnhof! Da hätten wir auch von dort aus gleich in den Ort reinlaufen können, wenn wir das vorher gewusst hätten. Das hätte uns zuminst mal 3 km gespart.
Also wieder ein Stück Retour und über einen Trampelpfad am Zaun entlang, hinauf zur Straße. Wir versuchten, uns einen Weg um das LGS-Gelände drum herum zu suchen. Direkt parallel zum Rhein ging es nicht weiter. Man läuft als Fußgänger ja nicht einfach auf die Autobahn!
Also irgendwie drum herum. An der Bundesstraße entlang, an der Autobahnauffahrt vorbei. Absolut nicht schön. Am Ende ging es für uns nur noch Richtung Ortszentrum, wo wir promt in einer Baustelle landeten und diese nicht einfach direkt passieren konnten. Die Umleitung führte weiter nach Neuenburg hinein. Am Ende waren wir wieder fast am Bahnhof! Da hätten wir auch von dort aus gleich in den Ort reinlaufen können, wenn wir das vorher gewusst hätten. Das hätte uns zuminst mal 3 km gespart.
Ich wurde langsam echt stinking. Geplant waren 22 km für die wir uns 7-8 Stunden Zeit lassen wollten. Etwas Zeitdruck blieb im Hinterkopf nämlich präsent, denn um 18:50 Uhr wäre der vorerst letzte Bus vom Zielort abgefahren. Danach hätten wir bis nach 21 Uhr dort festgesteckt! Wir hatten also keine Zeit, dauernd im Kreis zu laufen und die vergeudeten Kilometer hätten es mir am Ende auch sicher schwer gemacht, das Ziel noch zu erreichen. Denn wenn man 22 km geplant hat, und vorher schon 7 km herumirrt, ist das nicht besonders gut!
![]() |
| dunkelblau = tatsächlich gelaufener Weg / helllblau = geplanter Weg / rot = LGS |
Immer wieder ein Blick auf die Karte. Wie kommen wir am schnellsten um das LGS-Gelände herum und wieder auf den Rheinauenweg? Schatz hat zweimal nach dem Weg gefragt. Zuerst eine Frau, die gerade im Garten arbeitete. Als Einheimische würde sie sich doch sicher auskennen, oder?
Sie sagte uns, das wir der von der nächsten Kreuzung ausgeschilderten "Westtangente" folgen sollten. Diese war gleichzeitig auch eine offizielle Umleitung für Radfahrer. Prima! Dort sollten wir dann auch direkt an den Rhein kommen. Das machen wir!
Gelandet sind wir allerdings am Parplatz P1 der Landesgartenschau. Schatz hat direkt einen der Parkplatzwächter angehauen, ob er wüsste, wie man am Areal vorbei und zum Rhein käme. Er wusste es auch nicht genau, weil er nicht aus der Gegend wäre. Meinte aber, man käme dran vorbei und über einen Stichweg zum Rhein. Also latschten wir mal weiter.
Über die Rheinwaldstraße, vorbei am Sportgelände, Firmen und einem Indoor Kinderspielplatz kamen wir dann auch wieder auf einen Wanderweg. Die DurchFAHRT für Autos und Motorräder war gesperrt. Kein Hinweis für Radfahrer und Fußgänger. Also: weiter. Ein Blick auf die online Wanderkarte verriet, dass wir in ein paar Metern wieder auf der geplanten Route gewesen wären :-)
Auf dem Weg fanden wir duzende Hirschkäfer. Allen fehlte das weiche Hinterteil. Einige zuckten sogar noch. Da war wohl irgendein verfressenes Tier am Werk gewesen. Wir waren guter Dinge...für rund einen Kilometer. Dann standen wir vor dem nächsten Zaun!
Der Rad- und Wanderweg war gesperrt. Auch für Radfahrer und Fußgänger! Hätte man das nicht direkt am Anfang auch schon erwähnen können, statt einen erstmal nen Kilometer latschen zu lassen?! 😠
Am Zaun dann ein Hinweiszettel mit Umleitungsempfehlung. Für Radfahrer eine recht schnelle Angelegenheit. Für uns als Wanderer ein Ding der Unmöglichkeit :-(
Über die Rheinwaldstraße, vorbei am Sportgelände, Firmen und einem Indoor Kinderspielplatz kamen wir dann auch wieder auf einen Wanderweg. Die DurchFAHRT für Autos und Motorräder war gesperrt. Kein Hinweis für Radfahrer und Fußgänger. Also: weiter. Ein Blick auf die online Wanderkarte verriet, dass wir in ein paar Metern wieder auf der geplanten Route gewesen wären :-)
Auf dem Weg fanden wir duzende Hirschkäfer. Allen fehlte das weiche Hinterteil. Einige zuckten sogar noch. Da war wohl irgendein verfressenes Tier am Werk gewesen. Wir waren guter Dinge...für rund einen Kilometer. Dann standen wir vor dem nächsten Zaun!
Der Rad- und Wanderweg war gesperrt. Auch für Radfahrer und Fußgänger! Hätte man das nicht direkt am Anfang auch schon erwähnen können, statt einen erstmal nen Kilometer latschen zu lassen?! 😠
Am Zaun dann ein Hinweiszettel mit Umleitungsempfehlung. Für Radfahrer eine recht schnelle Angelegenheit. Für uns als Wanderer ein Ding der Unmöglichkeit :-(
Bis hierher waren wir schon 7 km gelaufen, sind 90 Minuten durch die Gegend geirrt und waren noch immer im beschissenen Neuenburg! Ich war dermaßen enttäuscht, dass ich vor dem scheiß Bauzaun in Tränen ausgebrochen bin.
Der Hinweis war mit Stand von März/April 2022. Also recht neu. Wie lange diese Baumaßnahmen gehen, konnte man aber nirgendwo erfahren.
![]() |
| B ist da, wo der Bauzaun den Wanderweg von Neuenburg aus versperrt! |
Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, kam eine Gruppe Radfahrer angeradelt - auch gestoppt von dem ollen Bauzaun. Ärger und Unverständnis auch bei denen. Kurze Beratung. Mit dem Fahrrad wäre man schnell auf der empfohlenen Umleitung. Also radelten sie zurück.
Uns blieb ja auch nichts anderes übrig, als die rund 3 km bis nach Neuenburg zurück zu latschen. Während wir uns auf dem Rückweg befanden, hielten wir noch einen weiteren Radfahrer und einen einheimischen Jogger auf, die ebenfalls auf dem Weg zum Bauzaun waren. Muss ja nicht jeder wie ein Idiot vorm Zaun enden.
Aber das zeigte uns auch, dass sowohl Einheimsiche, als auch Ortsfremde von dieser Sperrung nicht wirklich was wissen/wussten und es nicht genug Hinweise gibt. Sonst würde sich ja keiner freiwillig bis vor den Zaun begeben, oder?
Wir waren jedenfalls beide total enttäuscht. Ich besonders. Denn da geplant war, dass wir den ganzen Tag nicht daheim sein würden, habe ich am Freitag Abend und Samstag früh noch ziemlich Stress gehabt, weil ich möglichst viel vorbereiten und gleichzeitig möglichst viel Haushalt vorarbeiten wollte. Wir sind extra um 6 Uhr aufgestanden - für NICHTS!
Einig sind wir uns nur, dass wir nun einfach mit der 4. Etappe weiter machen und evtl. die 3. im kommenden Jahr (die LGS geht ja noch bis Anfang Oktober und wie lange die andere Baustelle dauert, ist unbekannt) nachholen. Aber bevor wir die nächste Etappe in Angriff nehmen, wollen wir mal beim Wasser- und Schiffahrtsamt (oder sonst wo!) nachprüfen, ob auf der Strecke weitere Sperrungen wegen Baumaßnahmen zu erwarten sind. Nicht, dass wir wieder so ein Erlebnis haben wie am Samstag!
Als wir dann wieder den Parkplatz von der Landesgartenschau in Sichtweite hatten, und Schatz schon am schauen war, wann der nächste Zug zurück fährt, hab ich spontan gefragt, ob er nicht Lust hätte, mit mir auf die LGS zu gehen. Dann wäre die Fahrt nach Neuenburg wenigstens nicht ganz für den Allerwertesten gewesen. Die Idee fand er gut. Statt zu wandern, besuchten wir also die Landesgartenschau.
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)