Wir haben wieder ausgeschlafen. Immerhin ist Urlaub. In der Nacht hatten sich die Füße gut erholt. Die Blasenpflaster hielten bombenfest. Echt klasse! Eigentlich wollten wir den Vormittag dazu nutzen, eine kleine Runde zu wandern. Aber dann fing es doch an zu regnen und wir verbrachten stattdessen einen gemütlichen Vormittag Zuhause und drehten nur eine kleine Runde durch den Ort.
Zum Mittagessen kochte Papa für uns eine Chinakohl-Hackfleisch-Pfanne.
Am Nachmittag hatte uns Mama zu Kaffee und Kuchen eingeladen - nachträglich zu ihrem 60. Geburtstag. Wir hatten einen schönen Familiennachmittag und gegen Abend ging es dann wieder nach Hause. Wir waren nämlich später am Abend noch verabredet.
Nach dem Abendessen machten Schatz und ich uns nämlich auf, den kleinen Wanderweg, den wir am Vormittag wegen Regen nicht gehen konnten, einfach am Abend zu laufen. Es war nicht mehr ganz so schwül, da ließ es sich super laufen.
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| Naturweg Gelängebachtal |
Wir konnten super zum Bollerberg hinüber sehen und sogar den Aussichtsturm dort mit bloßem Auge erkennen.
Neugierige Kühe standen am Wegesrand. Mit Wanderern zu so später Stunde hatten sie wohl nicht mehr gerechnet. Die Furt unten am Gelängebach ließ sich mühelos passieren, denn der Bach liegt komplett trocken :-(
Unterwegs gibt es "Hinweistafeln" zur hier befindlichen Landschaft. Leider sind die nur als QR-Code vorhanden und Menschen ohne Smartphone haben nichts von diesen Infotafeln.
Nach ein paar Kilometern war dann schon unser Treffpunkt in Sicht. Während wir nämlich zufuß dorthin unterwegs waren, wollten meine Eltern mit Hund per Auto "anreisen" :-) Der Wanderweg führt dort oben schon immer entlang. Aber diese nette Aussichtsplattform mit Insektenhotel gibt es erst seit letztem Herbst.
Leider hat der Weg - wie so oft im Sauerland - sehr viel Asphaltanteil. Aber hier ist halt viel Landwirtschaft und die Bauern wollen bequem zu ihren Feldern kommen.
An der Platform angekommen, mussten wir nur ein paar Minuten warten, bis meine Eltern angefahren kamen. Derweil haben wir die Aussicht genossen. In der einen Richtung konnten wir das Dörfchen Medelon sehen. In der anderen Richtung sahen wir ein paar Dächer und den Kirchturm von Medebach.
| Blick auf Medelon |
Diese Aussichtsplatform ist wirklich schön. Die Scheune hinten dran stört ein bisschen. Aber wir hatten dort um 20 Uhr absolute Ruhe. So eine Ruhe sucht man bei uns in Freiburg vergeblich. Außer Vögeln und ein bisschen Wind in den Blättern, haben wir nichts gehört.
Als meine Eltern ankamen und den Hund rausließen, freute der sich wie Bolle uns dort auch zu finden. Wir haben noch etwas da oben gesessen und gequatscht. Dann gingen meine Eltern mit dem Hund noch auf die Wiese und wir traten den Rückweg an.
Da sich der Himmel immer mehr zuzog, haben wir noch eine halbe Nachtwanderung gemacht. Auf offenem Feld ging es noch. Im Wald war es wirklich stockdunkel und abenteuerlich.
Unten im Tal trafen wir dann nochmal die Eltern im Auto. Sina, die coole Socke, durfte vorne sitzen. Das darf sie nur auf den Feldwegen, wenn Papa mit 30 gemütlich ohne Verkehr durch die Gegend schleichen kann :-D
Ein paar Tropfen Regen haben wir noch abbekommen. Aber richtig nass geworden sind wir zum Glück nicht.
Unterm Kahlen, zwischen Glindfeld und Medebach, sind duzende Fledermäuse um uns herum geflattert. Die Lichtverhältnisse wareb zu schlecht und Kamera nicht gut genug, um dieses Erlebnis irgendwie festzuhalten.
Nur noch 2 km bis zum Marktplatz. Im abendlichen Heimatkaff war kaum was los. Zuhause waren wir um kurz vor 22 Uhr.
Wir haben dann noch ein Stündchen mit Papa ferngesehen, dann sind wir ins Bett. Der Rundweg ist nur 11 km lang. Aber meine Füße fanden die kleine Rund absolut nicht gut. Die Blasenpflaster haben zwar super gehalten - ich war total begeistert - aber da sie an einer richtig blöden Stelle klebten, habe ich mir oberhalb der Pflaster beidseitig noch neue Blasen gelaufen - zwischen den Zehen. Echt fies und total uncool :-/ Die taten wirklich höllisch weh. Ich hoffte, der Wanderurlaub wäre nicht schon am 4. Tag gelaufen.



