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Mittwoch, 26. Oktober 2022

Wanderung von Günterstal nach Zähringen

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Am 9. Oktober wollten wir ausschlafen und trotzdem eine schöne Wanderung machen. Also suchten wir was "vor der Haustür". Richtig fündig wurden wir nicht. Der dichte Nebel am Morgen trug auch nicht gerade dazu bei, sich schnell für was zu entscheiden. Denn wenn wir "rauf" fahren würden, würden sich die Menschen an der Sonne wieder tot treten.
Unsere Strecke, Karte von Komoot
Ganz spontan beschlossen wir also, mit der Straßenbahn nach Günterstal zu fahren. Das liegt etwas höher (unterhalb vom Schauinsland) und hätte bestimmt schon Sonne. Von dort aus wollten wir dann nach Hause zurück laufen.
Aufstieg in den Günterstaler Wald
Das haben wir vor Jahren schonmal gemacht. Damals hielten wir uns allerdings eher an Radwege und Gehwege neben der Straße. Das wollten wir dieses Mal möglichst vermeiden.
Pilze und Flechten im Günterstaler Wald

Also suchten wir uns eine Route durch den Wald, um möglichst wenig Asphalt unter die Schuhsohlen zu bekommen. Auch hier im Wald wieder Unmengen von Pilzen. 2022 ist wirklich ein grandioses Pilzjahr :-D
Am Klostergarten von St. Liboa vorbei erreichten wir über bekannte und unbekannte Wege einen alten Bekannten: den Jägerbrunnen.
Am Jägerbrunnen

Über breite Waldwege ging es durch den herbstlichen Mischwald mal hinauf, mal hinab und am Ende landeten wir in der Nähe vom Wiehre-Bahnhof.
Von hier ging es einmal gerade aus durch die Freiburger Altstadt. Über die Dreisam, durch die Gerberau und am Schwabentor direkt wieder hinauf auf den Schlossberg und in den Wald.
Durchquerung der Altstadt und Überquerung der Dreisam

Das Schwabentor vom Schwabentorsteg aus gesehen

Am Waldgasthaus Dattler vorbei folgten wir dem Jägerhäusleweg weiter durch den Wald. Hier war es leider deutlich voller als im Günterstaler Wald. 

Und dennoch begegnete uns ein Reh auf dem Waldweg! Leider hatte ich die Kamera nicht direkt im Anschlag. Daher gibt es von dieser zauberhaften Begegnung leider kein Bild. Aber von weiteren Pilzen - die laufen nämlich nicht weg :-D

Und dann entdeckten wir an einigen Stellen diesen Burschen? Was zum Geier ist das? Ein Tier? Eine Pflanze? Es sieht aus wie ein kleiner Oktopus, der in einem vergammelten Stück Ingwer steckt. Und ja, ich bin neugierig. Ich hab es angefasst! Kalt, trocken, und weich. Kein Tier. Die Google Bildersuche ergab später, dass es sich hier um einen Tintenfischpilz handelt. Der ist wohl aus der südlichen Hemisphäre vor gut 100 Jahren hier eingeschleppt worden.

Blick auf Freiburg vom Herderner Rebberg
Der Jägerhäusleweg führte uns bis zum Panorama Hotel. Hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Und zwei Mauereidechsen posierten auch noch für die Kamera :-)
Durch den Stadtteil Herdern suchten wir uns nun den direktesten Weg zurück zur Straßenbahnhaltestelle und traten von dort aus den Heimweg an.

Diese spontane kleine Wanderung hatte am Ende knapp 14 km und wir waren etwas über 3 Stunden unterwegs.

Montag, 3. Oktober 2016

Soweit die Füße tragen...einmal der Dreisam folgen

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Gestern sind wir über uns selbst hinausgewachsen. Wir sind an der Dreisam entlang gewandert, das ist der Fluss, der durch Freiburg fließt. Von der "Quelle" bis zur Mündung.
Unsere Strecke (Karte von der Runtastic App)
Da die Dreisam dort beginnt, wo Rotbach und Wagensteigbach zusammenfließem, gibt es keine richtige Quelle. Inklusive Zuweg zur Quelle und von der Mündung zum Riegeler Bahnhof, waren es fast 36 km! Unser Tageslimit an Kilometern war somit weit überschritten. Wir haben etwas über 8 Stunden gebraucht (reine Gehzeit).

Mit dem Zug ging es früh am Morgen nach Kirchzarten, denn dort in der Nähe beginnt die Dreisam.
Der Wagensteigbach war komplett trocken.
Aber der Rotbach führte reichlich Wasser, so wie zu Beginn auch die Dreisam. Das "Murmeln" des Baches konnte man hier total gut hören. Ab hier folgten wir dem Fluss immer nach Nordwesten. Zuerst kamen wir durch Zarten.
Löwenmäulchen
Wegen dem Golfclub mussten wir einen Umweg laufen. Kurz danach waren wir schon in Ebnet und konnten, hinter Büschen und Bäumen versteckt, das Ebneter Schloss sehen.
Blick zum Rosskopf
Gerade "schlüpfender" Marienkäfer
Die Dreisam bei Ebnet
In Littenweiler kamen wir am Stadion vorbei, wo die Dreisam wieder renaturiert wurde.
Aber die Renaturierung sah irgendwie sehr künstlich aus. Die Dreisam führte insgesamt sehr wenig Wasser! Es war interessant die Stellen zu sehen, die sonst für große Wellen sorgen.
Die Freiburger Bächle werden von der Dreisam versorgt. Aber auch da liegen die meisten zur Zeit trocken. In Freiburg wirkt die Dreisam eher grau. Viel Beton links und rechts und sehr viele Brücken.
Trotzdem haben wir sogar auf Stadtgebiet einige Tiere am Fluss gesehen. In der Dreisam wimmelt es von kleinen Fischen. Diese locken unzählige Graureiher an.
Wir haben ein Rotkehlchen gesehen und eine Wasseramsel.
Wasseramsel
Baustelle der neuen Kronenbrücke über die Dreisam
Wilder Hopfen an der Schallschutzwand zur B31
Kleiner Feuerfalter
Außerdem sahen wir noch einen Vogel, der auch wie eine Amsel aussah, aber eine knallgelbe Brust hatte. In Lehen fanden wir am Ufer eine hohle Linde, die ein Naturdenkmal ist.
Von dort geht es dann weiter an der March vorbei, wo die Breisgau S-Bahn die Dreisam quert.
 
Dort sahen wir zum allerersten Mal in unserem Leben einen Eisvogel!
Eisvogel auf dem Stein hinten am Ufer
Leider war der kleine Kerl sehr scheu und verdammt schnell. Ich habe ihn leider nur aus der Ferne erwischt. Aber er war herrlich anzusehen - dieses schillernde blaue Gefieder ist wunderschön!

Auch ist dort ein altes Wehr zu begehen.
Dreisam Wehr
Teil des Dreisam Wehrs
Zwischen der March und Riegel ist die Dreisam auf ca. 500 m komplett ausgetrocknet! Im Flussbett liegen nur noch große Steine.
Weißstörche
 Es sieht irgendwie schön, aber auch merkwürdig aus. Als wir zuletzt an der Stelle waren, führte die Dreisam sehr viel Wasser und rauschte nur so dahin. Jetzt konnte man mitten im Flussbett stehen.

In der March taten uns schon sehr die Beine weh. Aber wir hatten es nicht mehr weit bis Riegel und wollten es unbedingt schafffen.
Blick zur Burg Lichteneck
Wir haben noch eine zusätzliche Pause eingelgt und uns dann wieder auf den Weg gemacht. Als wir endlich die Riegeler Brauerei am Horizont sehen konnten, waren wir total erleichtert.
Aber die letzten 8 km waren nur noch eine einzige Qual. Wir sind über unsere Grenzen gegangen. Und waren am Ende total stolz auf uns, dass wir es trotzdem geschafft hatten. An der ehem. Riegeler Brauerei mündet die Dreisam in die Elz, die dann zum Leopoldskanal wird der später in den Rhein mündet.
Dreisam (links) mündet in Elz (rechts)
ehemalige Riegeler Brauerei
Glück hatten wir am Bahnhof Riegel-Malterdingen, als wir nur 4 Minuten auf den Zug nach Freiburg warten mussten.
Um 19 Uhr waren wir wieder Zuhause. Blessuren: 2 große Blasen und schmerzende Beinmuskeln. Das ist alles und wird wieder vergehen. So schnell werden wir die Tour nicht wiederholen, aber schön war's.

Kalorienmäßig lief der Samstag gar nicht gut. Durch das Wandern gestern, ist mein Kalorienbedarf ja ordentlich nach oben gegangen. Trotzdem lag ich am Ende doch recht gut. Ich war auch einfach zu fertig zum Essen ;-)

Heute habe ich nur wenig gefrühstückt, habe jetzt einen Bärenhunger und mache gleich "Cheeseburger Salat" :-) Dann hab ich noch ein paar Kalorien für's Abendessen übrig. Aber trotzdem komme ich heute wahrscheinlich wieder drüber. Gewogen hab ich mich seit Samstag nicht. Da ich immer noch schwere und leicht schmerzende Beine habe, werde ich heute den Tag auf der Couch verbringen und mir die Wiederholungsfolgen von The Walking Dead ansehen :-D In ein paar Tagen beginnt ja die neue Staffel!