[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten und Firmennennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt] Gestern haben wir wieder einen ganz gemütlichen Vormittag verbracht, nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt haben. Gegen 11:30 Uhr haben wir uns dann aufgemacht, um eine kleine Runde im Nationalpark Kellerwald (am Edersee) zu wandern. Wir hatten ja ursprünglich vor, wie letztes Jahr, jeden zweiten Tag zu wandern. Aber dadruch, dass wir auch hier im Sauerland die ersten Tage mit der Hitze zu kämpfen hatten, haben wir die Wanderungen ja auf die zweite Urlaubshälfte verschoben.
Nach zwei Monaten Zwangspause hatten wir nun quasi die dritte Wanderung in Folge. Unsere Beine waren schwer und ich hatte zwei kleine Blasen an den Füßen. Aber 21 Grad und Sonnenschein - das konnten wir nicht "ungenutzt" verstreichen lassen. Also suchten wir uns im Kellerwald eine kleine ca. 8 km Runde aus, für die wir gute 2,5 Stunden gebraucht haben.
 |
| Karte von Komoot |
Die Locheichen-Route beginnt am Wanderparkplatz in Gellershausen. Von dort brauchten wir nur dem gelben Eichhörnchen zu folgen. Wir hatten vorab im Internet geschaut, wie rum wir den Rundweg laufen sollten und entschieden uns dafür, gegen den Uhrzeigersinn zu wandern. Im Nachhinein betrachtet war das auch genau richtig so.
Über eine asphaltierte Straße ging es anfangs erstmal durch die bereits abgeernteten Getreidefelder. Wir überholten eine quatschende Gruppe Radfahrer, die noch die richtige Richtung beratschlagten und näherten uns langsam dem Waldrand.
 |
| Schlehen |
Wir hatten gute 1,5 km zurückgelegt, da überholte uns die Fahrrad-Gruppe - und blockierte die nächste Bank, die wir eigentlich angestrebt hatten. Also wanderten wir weiter. Der Waldrand kam immer näher und laut Karte sollte dort eine Hütte sein. Die peilten wir als nächstes an, denn es war in der Sonne doch sehr warm und es ging die ganze Zeit schon moderat bergauf.
Wir waren nicht mehr weit weg von der Hütte (die etwas abseits unserer Route lag), da überholten uns schon wieder die Radler :-( Als wir uns der Hütte näherten, hörten wir sie dort schon von weitem. Also wanderten wir wieder weiter. Wir waren heilfroh, als die Locheichen-Route kurze Zeit später vom breiten Waldweg auf ein schmales Pfädchen wechselte :-D
Unten stand ein Schild, dass der Pfad für Radler und Reiter verboten wäre. Ein Pferd wäre wohl anfangs noch irgendwie durchgekommen, aber die Radler hätten auf dem Pfad keinen Spaß gehabt, denn alle paar Meter musste man einen umgefallenen Baum überwinden :-)
Der Pfad wand sich weiter, zum teil recht steil, den Berg hinauf. Unterwegs sahen wir ziemlich viele Schmetterlinge. Allerdings so gut getarnt, dass wir sie immer nur sahen, wenn sie vor uns wegflogen. Einen hab ich dann aber doch noch rechtzeitig erwischt :-)
Oben angekommen fanden wir dann endlich eine große Bank im Schatten, auf der wir unsere Rast einlegten.
Von dort ging es ohne Steigungen weiter bis zur Locheiche. Der Weg oben im Buchen-/Eichenwald war wunderschön und wir waren ganz alleine. Die Ruhe war wunderbar!
Der Weg blieb spannend, weil es weiterhin ein paar Kletterpassagen gab. Diese ließen sich aber alle gut übersteigen oder sogar umgehen.
Als wir die Locheiche erreicht hatten, ging der Weg schon wieder leicht bergab und wir folgten dem gelben Eichhörnchen weiter - zurück Richtung Wanderparkplatz.
Vom einen Wald, ging es kurz zwischen zwei Feldern hindurch in den anderen Wald. Von dort war es dann nur noch ein Katzensprung bis zum Auto.
Kurz bevor wir das Auto erreichten hörten wir eine Kuh lauthals muhen. Die freute sich wohl darüber, dass ihr Bauer gerade einen frischen Heuballen auf die "Wiese" fuhr. Denn Gras gab es dort nicht mehr. Auch im Sauerland sieht man den Dürre-Sommer 2018.
Als wir aus dem Wald traten war unser Auto das einzige, was noch auf dem Parkplatz stand. Als wir ankamen, standen dort noch einige andere Autos - wahrscheinlich alles Hunde-Leute :-D
Von Gellershausen fuhren wir dann wieder gute 50 Minuten zurück. Unterwegs noch eine schlecht ausgeschilderte Umleitung. Aber der Rundweg war richtig toll.
Zuhause gab es Kaffee und Kuchen. Meine Mutter kam auch noch vorbei. Und weil Abends der Himmel richtig klar war, fuhren wir um kurz nach 21 Uhr nochmal los, um bei der
Medebacher Sternwarte vorbei zu schauen. Und es hat sich sowas von gelohnt!
Wir haben die Venus gesehen, die aktuell aussieht wie ein Halbmond. Danach konnten wir den Jupiter sehen, samt rotem Fleck und seinen vier Monden.
Mein persönliches Highlight war jedoch der Saturn. Gestochen scharf zu sehen mit seinen Ringen. Es war der Hammer! Leider ist das Foto durch das Teleskop total misslungen:
 |
| Der ovale Fleck sollte der Saturn sein |
Zum Abschluss haben wir noch den Mars betrachtet - samt dunkler Flecken, die wohl von einem Sandsturm stammten. Und eine Sternschnuppe konnten wir auch noch sehen - denn die Perseiden sind dieses Wochenende wieder zu sehen :-D
Ich bin echt froh, dass das Wetter gestern mitgespielt hat. Das war ein tolles Erlebnis :-)