Sonntag, 11. September 2016

Schluchsee-Rundweg

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Heute sind wir schon um 6 Uhr aufgestanden, um den 9:10 Uhr Zug der Dreiseenbahn zu erwischen, denn mit der ging es zum Schluchsee.
Mit der Dreiseenbahn durchs Höllental
Der Hirschprung im Höllental vom Zug aus
Blick auf den Titisee vom Zug aus
Der Schluchsee ist der größte See im Schwarzwald. Wir sind mit der Dreiseenbahn bis zum Endbahnhof, Seebrugg, gefahren. Wenn ihr mal mit der Dreiseenbahn fahren solltet, setzt euch im Doppelstock-Waggon nach oben und in Fahrtrichtung rechts - da hat man die beste Aussicht :-)
Ein Admiral
Die Staumauer vom Bahnhof Seebrugg gesehen
Von Seebrugg aus sind wir Richtung Schluchsee (hier ist der gleichnamige Ort gemeint) gelaufen. Die ersten paar Kilometer geht es leider an der B500 entlang.
Wander- u. Radweg an der B500 Richtung Schluchsee
Kurz vor dem Bahnhof Schluchsee hat man einen tollen Blick auf die St. Nikolaus Kirche.
St. Nikolaus in Schluchsee
Und direkt am Bahnhof haben wir diesen wunderschönen Zug aus Blumen entdeckt.
Vom Ort Schluchsee haben wir uns dann auf dem Seeuferweg Richtung Aha begeben. Ja, das ist ein komischer Name, aber der Ort heißt tatsächlich Aha! Da kommt man an der Amalienruhe vorbei. Das ist eine kleine Landzunge, auf der ein Pavillion steht. Von dort hat man einen tollen Blick über den See und zum Ort Schluchsee.
Blick auf die Amalienruhe (mit Pavillion) vom Bahnhof Schluchsee
Blick auf den Ort Schluchsee

Ein C-Falter
Von Aha wanderten wir weiter am Segelverein vorbei und zur Muchenländer Brücke am anderen Ende des Schluchsees. Unterwegs haben wir sehr viel Heidekraut, Brombeeren und Heidelbeersträucher gesehen.

Blick von der Muchenländer Brücke (nach rechts)
Blick von der Muchenländer Brücke (nach links)
An der Muchenländer Brücke hatten wir schon so ziemlich die Hälfte der Tour hinter uns. Wir haben uns kurz nach der Brücke eine schattige Bank gesucht (die gibt es reichlich auf dem Rundweg), und eine kleine Pause eingelegt. Belegte Brötchen hatten wir dabei. Weiter ging es über einen breiten Waldweg, an dessen Rändern wir einen Haufen Getier entdecken konnten.
Gartenkreuzspinne
Mittlerer Weinschwärmer (Nachtfalter)
Bald erreichten wir schon den Unterkrummenhof, wo man schön einkehren kann - was wir aber nicht taten - es war einfach zu voll und wir hatten ja schon unsere Pause.
Unterkrummenhof
Von dort ist es auch nicht mehr allzuweit bis zu dieser kleine Gaststätte am Staudamm, wo ich mir ein KitKat Eis genehmigt habe. Echt lecker, lies sich aber schwer essen mit dem KitKat Riegel in der Mitte.
Über den Staudamm ging es weiter - leider auch wieder ein Stück an der viel befahrenen B500 entlang.
Staumauer
Bei der Jugendherberge bogen wir nach links ab, weg von der Bundesstraße. Nur noch knapp 400 m bis zum Bahnhof Seebrugg. Das ist ein Museumsbahnhof, wo einige wirklich alte Waggons rumstehen. Der älteste, den wir gesehen haben, war von 1944 und trug noch die Kennzeichnung "DR" (Deutsche Reichsbahn).

Wieder in Seebrugg mussten wir knapp 20 Minuten auf den Zug zurück nach Freiburg warten. Dieser hatte dann in Freiburg fast 30 Minuten Verspätung. Erst haben irgendwelche Deppen an 2-3 Haltestellen die Türen ständig blockiert und dann hatte die Lok noch ein technisches Problem. Es war echt nervig. Vor allem da wir in einem der älteren Waggons, ohne Klimaanlage, saßen.

Wieder zu Hause haben wir uns eine schöne Dusche genehmigt und meine Version von Käsespätzle (light) mit Gurkensalat verputzt. Jetzt machen wir uns noch einen schönen Abend und ab morgen hat uns dann der Alltag wieder. Falls das Wetter nächstes Wochenende auch passt, wollen wir die Ravennaschlucht wandern.

Der Schluchsee-Rundweg hatte etwas über 18 km, für die wir ca. 4 Stunden gebraucht haben. Wir haben beide gemerkt, dass wir total aus der Übung sind, denn die 18 km waren für uns beide sehr anstrengend - und das, obwohl so gut wie keine Steigungen dabei sind (und wenn dann nur leichte). Sowas sind wir gar nicht gewöhnt! Also, weiter wandern, wieder Kondition aufbauen und nach und nach die Schwierigkeitsstufen erhöhen.
Unsere Route

Sonntag, 31. Juli 2016

Der Bettlerpfad

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Heute ist es grau und regnerisch. Immerhin hat es sich aber etwas abgekühlt. Auch wenn wir inzwischen recht gut für diese Art von Wetter ausgerüstet sind, wandern wir nicht gerne im Regen. Daher möchte ich euch heute eine Wanderung vorstellen, die wir bereits am 3. April diesen Jahres gemacht haben: den Bettlerpfad.

Nachdem wir den Weg vor fast genau 1 Jahr zum ersten Mal gewandert sind und auf den letzten 5 km in die falsche Richtung abbogen, wollten wir ihn an dem Tag dann wirklich mal bis zum Ziel in Badenweiler schaffen.

Um 9:30 Uhr waren wir mit dem ÖPNV in Merzhausen. Dort beginnt der historische Weg direkt in der Ortsmitte. Die erste Station ist der Hauerhof mit dem Bettlerkreuz. Der Namensgeber des Weges, denn hier starb im Winter 1870/1871 wohl ein armer Handwerksgeselle, der sich im Dunkeln auf seinem Weg nach Freiburg verlaufen hatte.
Das Bettlerkreuz am Hauerhof
Von dort folgt man einfach der gelben Raute weiter nach Au, Wittnau und Sölden. Die 3 Orte werden nur an den Ortsrändern gestreift.
Der Bettlerpfad
Turmfalke
Zwischen Sölden und Bollschweil kommt man an der Mariengrotte vorbei.
Mariengrotte bei Bollschweil
Nur ein paar hundert Meter weiter gibt es einen Mini-Selbstbedienungs-Bauernmarkt am Wegesrand, bei der Schäferei Engist. Da haben wir uns eine Flasche Apfel-Quitten-Saft mitgenommen. Der Weg führt dann weiter nach Bollschweil und über das Anwesen der Familie Holzing-Berstett (dem Elternhaus der Schriftstellerin Marie-Luise Kaschnitz).
Nach Bollschweil führt der Weg zum ersten Mal fort von den Wiesen, Obstbäumen und Weinreben und hinein in einen kleinen Wald. Dort kamen wir dann an der Schopbachhütte vorbei, wo wir eine kurze Pause eingelegt haben. Kurz nach der Hütte kamen wir an der Lourdes Grotte, direkt an einem Bach, vorbei.
Lourdes Grotte zwischen Schopbachhütte und Lehenhof
Danach ging es leicht bergauf zum Lehenhof und weiter durch den Wald zu den Alemannengräbern aus dem 7. Jahrhundert.
Die Alemannengräber
Nicht lange nach den Alemannengräbern erreichten wir schon den St. Gotthardhof oberhalb von Staufen. Während wir von dort letztes Jahr einen fantastischen Blick bis nach Breisach hatten, war das Rheintal an dem Sonntag voller Nebel. Generell war das Wetter, durch den hartnäckigen Nebel, nicht so toll wie angekündigt. In Staufen angekommen haben wir uns gleich den Weg über den Marktplatz und die Neumagenbrücke gesucht. Die Neumagenbrücke ist die einzige verbliebene, gusseiserne Brücke in Deutschland!

Marktplatz in Staufen mit Rathaus

Das Stück vom St. Gotthardhof bis nach Staufen-Grunern ist vom Laufen her am nervigsten gewesen, denn es geht ausschließlich über asphaltierte Wege. Ab Grunern wird es dann nochmal so richtig anstrengend. Erst muss man dort den Weinberg hoch, bis zu Probst's Strauße. Von da oben hat man einen tollen Blick zurück nach Staufen und den Staufener Burgberg.
Blick zurück nach Staufen
Fast genau in der Mitte zwischen Strauße und Sulzburg, steht die Gerichtseiche. Ein 400 Jahre alter Baum, zu einer Skulptur geschnitzt.

Die Gerichtseiche

Bis nach Sulzburg geht es dann relativ eben, aber nach Sulzburg hinab ist der Weg recht steil.

In Sulzburg kommt man an der St. Cyriak Kirche und einem alten Stadttor vorbei. Auf der anderen Seite geht es wieder sehr steil bergauf in den Wald. Der Weg führt weiter durch Britzingen-Muggardt. Dort auf dem Weinberg haben wir uns dann doch schon wieder verlaufen, weil die Arbeiter ihren Trecker direkt vor dem Wegweiser geparkt hatten, so dass wir ihn nicht gesehen haben. Nach gut 2 km Umweg sind wir dann aber doch wieder auf dem richtigen Weg gelandet und kamen kurz darauf an die besagte Kreuzung, wo wir im letzten Jahr falsch abgebogen waren. Dieses Mal ging es nach links - auch wieder bergauf. Inzwischen waren die Beine schon so schwer, dass jeder Schritt anstrengend war. Aber nur noch knapp 3 km bis nach Badenweiler - die schaffen wir auch noch!

Am Wanderparkplatz Schwärze ging es dann hinab nach Badenweiler, vorbei am Supermarkt und hoch zur nächsten Bushaltestelle. Wenn wir, dank dem schlecht geparkten Trecker, nicht die halbe Stunde Umweg gehabt hätten, hätten wir dort sogar direkt den Bus erwischt. So mussten wir aber noch etwas warten, was aber nicht schlimm war. Es gab einen Springbrunnen und schattige Bänke an der Bushaltestelle, so konnte man es aushalten.
Unsere Route
Insgesamt hatten wir an dem Tag knapp über 30 km und das in 7 Stunden reiner Gehzeit. 30 Minuten schneller als letztes Jahr!

Der Weg ist wirklich schön - und brachte mich auch beim 2. Mal an meine Grenzen. Denn offenbar ist meine persönliche Höchstgrenze 32 km pro Tag - wenn es nicht viel bergauf und bergab geht. Aber mehr muss ja auch nicht sein. Es soll ja trotzdem Spaß machen. Den Bettlerpfad kann ich daher - vielleicht auch in 2 Etappen - nur empfehlen.