[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]Unser Internet und Telefon fallen immer noch alle Nase lang für Stunden aus. Scheinbar hat es am Freitag doch kein Techniker mehr zu uns in die Straße geschafft - hätte mich auch gewundert. So ist es allerdings echt schwer, euch von unserer Wanderung am Feiertag zu berichten. Denn letzten Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, hatten wir ja frei und waren unterwegs.
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| Unsere Wanderung, Karte von Komoot |
Wir sind nicht so mordsfrüh aufgestanden und erst um 11:15 Uhr mit der S-Bahn nach Denzlingen und von dort mit dem Bus hinauf auf den Kandel gefahren. Wären wir mal besser schon um 9 Uhr los gefahren! Denn in Glottertal war "Rebhüsli-Irgendwas-Fest". Eine Art Weinwanderung, wie es aussah. Und es war die Hölle los - trotz Sonderbussen. Wir haben es jedenfalls gerade so in den normalen Bus geschafft und hatten für gut 15 Minuten - gefühlt war es deutlich länger - einen herrlichen Stehplatz. Umfallen ging nicht, auch wenn man wollte. Festhalten wollte ich mich trotzdem (sehr kurvige Strecke!). Dank monströsem, geländetauglichen Kinderwagen kam ich fast gar nicht an die Halteschlaufe und jede Kurve, jedes Bremsen und jedes Beschleunigen riss an meinem Schultergelenk - und ich mit der anderen Hand an Schatz' Gürtel. Irgendwann wurde mein Arm taub und in den Fingerspitzen kribbelte es. Nicht gut.
Als wir es dann endlich bis zum Ortsausgang von Glottertal geschafft hatten, stieg mehr als die Hälfte der Leute aus und wir ergatterten Sitzplätze. Ich habe die Schulter ein paar Mal kreisen lassen, irgendwas rutschte wieder dahin wo es hingehörte und danach kam auch wieder Gefühl in Arm und Hand. Die restliche Fahrt hinauf nach St. Peter und weiter zum Kandel waren dann echt gemütlich.
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| Mit dem Bus am Kandel |
Auf dem Kandel angekommen sind wir erstmal die paar hundert Meter zur Gipfelpyramide hinauf gewandert. Dort war noch das Gefühl von Völkerwanderung. Scharen von Familien, Wanderern und Gleitschirmfliegern drängten sich auf den Wegen und Wiesen.
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| Völkerwanderung zur Gipfelpyramide |
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| Blick Richtung Emmendingen (ganz grob geschätzt) |
Beim Blick hinab auf den Parkplatz waren wir froh, dass wir keinen Rundweg laufen wollten und daher mit dem Bus kamen. Ob wir da noch einen Platz gefunden hätten?
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| Blick zum Kandel-Parkplatz und Startrampe der Gleitschirme |
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| Blick ins Rheintal |
Auf der Wiese am Gipfel flatterten unzählige Schwalbenschwänze herum. Diese herrlichen großen Schmetterlinge habe ich bisher nur zweimal gesehen. Einmal am Donnerstag auf dem Kandel und einmal vor etwa einem Jahr in St. Peter. Bergschmetterlinge? Jedenfalls habe ich sie in tieferen Lagen noch nie entdeckt.
Auf der Gipfelpyramide war es uns zu voll. Aber man hat auch vom Weg aus einen atemberaubenden Blick in die Rheinebene.
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| Blick zum Kaiserstuhl |
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| Blick zum Rosskopf |
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| Blick auf einen Teil Freiburgs |
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| Gipfelpyramide auf dem Kandel |
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, entfernten wir uns wieder vom Gipfel. Am Wegesrand unzählige andere Schmetterlinge - und ein Arschloch-Kind, das trotz Verbotsschild auf der geschützten Wiese herumrannte und nach den Schmetterlingen schlug. Die Eltern in der Nähe freuten sich noch, dass der Nachwuchs so schön spielte.
Je weiter wir vom Gipfel weg kamen, desto leerer wurden die Wege. Vorerst. Die erhoffte "Mittagspause" an der Thomashütte hatten wir uns ja schon aus dem Kopf geschlagen, als wir die Menschenmassen oben sahen.
An der Thomashütte angekommen hätten wir dann nur noch in der Hütte ein Plätzchen bekommen. Aber im "Dunkeln" ohne Aussicht ist das ganze ja nicht so toll und daher haben wir nur kurz ein paar Bilder von der herrlichen Aussicht da oben gemacht und sind weiter gewandert.
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| Ausblick von der Thomashütte mit Rheintal und Kaiserstuhl |
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| Aussicht von der Thomashütte |
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| Blick von der Thomashütte ins Glottertal |
Was wir vorab nicht wussten bzw. bedachten, als wir uns im letzten Herbst diesen Weg überlegt hatten, war die Tatsache, dass es ab der Thomashütte ein ganzes Stück über den Zweitälersteig geht. Und der Steig macht seinem Namen gerade im oberen Bereich alle Ehre. Es ging steil hinab, auf sehr schmalen Pfaden, mit dicken Steinen auf dem Weg.
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| Zweitälersteig unterhalb der Thomashütte |
Der Abstieg war schweißtreibend und auch mental sehr anstrengend, weil man jeden Schritt mit bedacht setzen musste, um nur ja nicht zu stolpern oder gar zu stürzen. Das wäre bei den scharfkantigen Steinen echt übel gewesen.
Im Schneckentempo kraxelten wir also den Hang hinab, bis die Wege nur noch Schmal, aber nicht mehr mit Geröll beladen waren. Hier ließ es sich deutlich besser wandern und wir kamen wieder etwas schneller voran.
Kurz vor der Ruine Schwarzenburg haben wir an einem Picknicktisch mitten im Wald dann unsere Rast gemacht. Dort war es herrlich, schattig und deutlich ruhiger als oben am Kandel bzw. der Thomashütte.
Allerdings war auch rund um die Ruine Schwarzenburg deutlich mehr "Publikumsverkehr" als wir das von früheren Touren hier oben gewöhnt waren. Erstaunlich. Die Schwarzenburg hatten wir
zuletzt im Herbst besucht, daher war sie am Donnerstag keines unserer Ziele.
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| Aussicht auf Kastelburg und Waldkirch |
Von einem etwas breiteren Waldweg kurz vor dem Abzweig zur Schwarzenburg hatten wir dann einen kurzen Blick auf Waldkirch und die gegenüberliegende Kastelburg. Dann bogen wir Richtung Denzlingen ab.
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| Kastelburg oberhalb von Waldkirch |
Die gesamte Wanderstrecke verlief zu gefühlt 80 % auf sehr schmalen Pfaden. Das hat uns gut gefallen. Wir sahen einige Schmetterlinge am Wegesrand, hörten einen Specht und sahen ein Eichhörnchen über den Weg huschen.
Zwischendurch immer mal wieder kurze Ausblicke zwischen den Bäumen hindurch ins Rheintal.
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| Holunder war so hoch oben noch nicht ganz so weit wie in Freiburg |
Am Luser stand Denzlingen plötzlich nicht mehr auf den Wegweisern. Ein Blick in die Karte verriet, dass wir uns am besten am Suggental orientierten. Und dann, nach 100 m gab es einen neuen Wegweiser, auf dem auch wieder Denzlingen stand :-)
Als wir aus dem Wald heraus kamen, standen wir oberhalb von Glottertal auf dem Weinberg. Moment! Glottertal? Weinberg?! Da war doch dieses Dingsbums-Fest! Seufz...
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| auf dem Glottertäler Weinberg |
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| Blick auf Glottertal |
Zu Anfang hatten wir noch die leise Hoffnung, dass wir vielleicht an den Weinbuden vorbei wandern würden, hörten wir doch das "Rauschen" der Stimmen und die "dicke Backen Musik" nur sehr weit weg. Herrliche Aussicht hat man von dort oben hinab ins Glottertal.
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| Glottertal |
Dann machte der Wanderweg einen Schlenker und dort stand ein Hinweisschild zum Fest. Die Leute wurden mehr. Frauen gackerten wie irre, Männer lallten ein wenig. Einige hatten bereits Probleme mit dem geradeaus laufen. Und dann kamen wir an eine von diesen Weinbuden - und kaum wieder weg. Der Platz da oben auf dem steilen Weinberg ist nun wirklich nicht üppig. Neben dem Weinstand gab es auch noch einen Pavillion und Bänke. Und was nicht sitzen konnte, stand einfach irgendwo, wo Platz war. Da mussten wir nun mitten hindurch.
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| Heuweiler |
Als das geschafft war, hatten wir den Weg wieder fast für uns alleine. Es war, als wären wir durch ein Sieb geflutscht, in dem alle anderen hängen geblieben sind :-D Ein Stückchen ging es nun wieder durch einen Wald hinab und dann erreichten wir den Talgrund und die asphaltierte Straße an einem Sportplatz.
Eine kleine Brücke führte uns über die B294 und von der Mitte der Brücke konnten wir nochmal die Kastelburg oberhalb von Waldkirch sehen.
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| Blick zur Kastelburg über die B294 |
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| Kastelburg von der Brücke über die Bundesstraße aus gesehen |
Wir kamen an den Ortsrand von Denzlingen. Von hier waren es noch etwa 6-7 km bis nach Hause. Ursprünglich geplant war, die auch noch zu laufen, um der wahrscheinlich überfüllen S-Bahn zu entgehen. Aber mein kleiner Zeh fühlte sich an, als hätte ich mir eine Blase gelaufen - war am Ende aber zum Glück doch nicht so :-) - und meine Beine waren bleischwer.
Also liefen wir nur noch die etwa 1,5 km bis zum Bahnhof in Denzlingen und keine 5 Minuten später stiegen wir in die S-Bahn, die uns wieder heim brachte. Sie war voll - aber im Gegensatz zum Bus am Vormittag war die Fahrt echt kein Problem :-D
Die Tour hatte ca. 14 km und wir hatten 3,5 Stunden reine Gehzeit. Durch das viele bergab laufen, habe ich mir allerdings einen höllischen Muskelkater eingefangen. Am Freitag konnte ich kaum laufen. Ab Samstag wurde es täglich etwas besser. Aber selbst jetzt am Montag ist er noch nicht ganz weg.
Zwischendurch fühlte es sich an, als hätte mir jemand faustgroße Stahlkugeln in die Waden implantiert. Autsch! Immerhin kann ich inzwischen wieder Treppen runter laufen, ohne das Gesicht zu verziehen. Es wird also :-D
Ich hoffe, das unser Internet/Telefon in den nächsten 48 Stunden wie versprochen repariert wird. Denn auch unsere Nachbarn sind inzwischen stark genervt - die betrifft es ja auch. Und wenn dann alles läuft, kann ich euch die nächsten Tage noch von Samstag erzählen. Dank Muskeltiger war ja an wandern nicht zu denken. Wir haben stattdessen was anderes schönes gemacht ;-)