Dienstag, 22. August 2023

Sauerland-Urlaub - Tag 3 (Wanderung an der Krombacher Insel - A5)

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Am 3. Tag im Sauerland haben wir einen Tagesausflug mit kleiner Wanderung unternommen. Wir sind zwei Stunden nach Südwesten gefahren. Denn ich wollte schon immer mal diesen Ort aus der Fernsehwerbung sehen.

Jeder kennt sicherlich diesen idyllischen See, umgeben von Wald, mit dieser kleinen Insel in der Mitte? Geworben wird für ein Bier ⇒guckst du hier ;-)

Lange habe ich gedacht, dass so ein Kleinod sicher nicht bei uns in Deutschland und schon gar nicht im Sauerland zu finden ist. Kanada oder Schweden/Norwegen vielleicht. Das kann ja gar nicht sein, dass sowas quasi direkt vor der Haustür sein soll. Aber, weit gefehlt. Die Krombacher Insel befindet sich tatsächlich in Deutschland. Zwar nicht mehr im Sauerland, aber immerhin im angrenzenden Bergischen ;-)
Nach einer 2-stündigen Fahrt erreichten wir also den Wanderparkplatz Nespen. Viele Autos passen dort nicht hin, aber da wir eh alleine waren, war Platz genug :-)


Wir hielten uns an den Rundweg A5 mit Abstecher zur Krombacher Insel. Dieser Rundweg hat mit dem Abstecher nur etwa 7 km Länge und kaum Höhenmeter. Da das die erste Wanderung nach unserer langen Wanderabstinenz war, kam uns das gerade recht. Ein Testlauf, sozusagen ;-)
Für Besucher wurde vor ein paar Jahren eine "Aussichtsplattform" gebaut, von der aus man die Insel sehen kann. Las ich im Internet. Die Plattform entpuppte sich bei unserer Ankuft als hübsch gemähte Wiese.

Man kommt bis zu einem hüfthohen Zaun und kann dann die berühmte Krombacher Insel ansehen. Also, ich gebe zu: Ich war echt mega enttäuscht. In der Werbung sieht das da so hübsch und idyllisch aus. Idyllisch war es ja schon. Aber die Sicht war gar nicht gut - zumal zwischenzeitlich zwei Bäume direkt in der Sichtachse wuchsen und man daher die Insel kaum als solche ausmachen konnte.
Das war's. Besser wurde es nicht. Oben von dem alten Bahndamm hätte man sicher eine bessere Sicht gehabt. Aber da war das Betreten verboten. Es gab zwar keine Schilder, aber ein zwei Meter hoher, massiver Maschendrahtzaun mit einer Krone aus Stacheldraht spricht da wirklich für sich ;-)
Eine leicht verblasste Infotafel gab es immerhin noch und ein paar Schwäne und Gänse. Das war's. Hierfür waren wir 2 Stunden gefahren. Blöd! Aber immerhin kann ich das jetzt von meiner Wunschliste streichen.
Gut, dass wir noch den Wanderweg hatten. So waren wir die 2 Stunden nicht völlig umsonst gefahren.


Wir gingen also wieder zurück auf den Hauptweg und wanderten den A5 zu Ende. Es war furchtbar schwül an dem Tag. Und obwohl es bewölkt war und uns die Sonne nicht gebraten hat, kamen wir sehr schnell ins Schwitzen...auch ohne große Steigungen.
 
Da es in der Nähe auch Landwirtschaft gibt, gab es leider auch Massen von Bremsen. Ich kassierte in nur 10 Minuten 5 Stiche. Das war mehr als Murks! Ich durfte nicht langsam laufen. Stehenbleiben war eine Katastrophe. Sofort waren die Mistviecher da.


Ich legte also einen Zahn zu, während Schatz lustig vor sich hin bummelte. Am Ende war er schwer beleidigt, weil er "alleine wandern musste". Ehrlich? Mir egal! Denn ER wird ja nicht komplett zerstochen und muss sich dann tagelang mit juckenden, entzündeten Quaddeln rumplagen. Das bin ICH!

Von daher war es fast gut, dass der Wanderweg zwar sehr schön, aber auch ziemlich unspektakulär war :-) Obwohl ein Großteil des Weges oberhalb der Talsperre verlief, konnten wir den See kaum sehen. Nur hier und da blitze Mal etwas Wasser durch die Bäume. Das war's schon.

Die Wege blieben breit und gut begehbar. Hitze- und Borkenkäferschäden sorgten auch hier für sehr wenig Baumbestand. Das wiederum hieß: Wenig bis gar keine Tiere und keine Pilze in Sicht.

An einer Abzweigung stand "Rom 10,8 km" auf dem Wegweiser. Kurze Überlegung...nein, so weit südlich waren wir dann wohl doch nicht, um mal eben das Colosseum zu besichtigen :-D


Als wir den einzigen Hügel auf der Runde erklommen hatten, ging es hinab ins Dörfchen Odenspiel. Vorbei an hübschen Fachwerkhäusern und Bauernhöfen, über die Landstraße und weiter auf einem Fahrweg.

Die letzten paar hundert Meter mussten wir dann über einen Radweg wandern. Hinter der Kurve war schon wieder der Wanderparkplatz.
Fazit: Wandern macht immer noch Spaß und tut gut. Die Insel war eine kleine Enttäuschung, der Wanderweg schön, aber unspektakulär.

Weniger Bremsen wären super gewesen, dann hätte ich unsere erste Wanderung seit Ewigkeiten auch mehr genießen können. Immerhin hat die Heide hübsch geblüht :-D Und dem Mann hatte es für den Anfang auch gut gereicht. Der Fuß war zwar nach der Runde etwas geschwollen, aber schmerzfrei. Wir tasten uns also weiter langsam ran. Mal gucken, was noch (wieder) so geht und was nicht.

Samstag, 15. Juli 2023

Ein kleines Update ;-)

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Es geht voran! Aber nur langsam.

Inzwischen ist es Juli geworden. Richtig wandern waren wir noch immer nicht. Was war passiert? Nun, wie bei meinem "Lebenszeichen" im März geschrieben, mussten wir bezüglich Schatz' Fußschmerzen bis zum Termin beim Orthopäden im April ausharren.
Wanderung bei Glottertal, November 2021
Dort wurde dann tatsächlich festgestellt, dass die GROSSEN Schmerzen, die Schatz am Fuß hatte, nicht durch Gicht ausgelöst wurden, sondern durch einen gebrochenen Zeh! Der Orthopäde sprach von einem Belastungsbruch durch die Fußfehlstellung. Es wurde untersucht, geröngt und am Ende war die in der Praxis zur Verfügung stehende Bildgebung leider nicht aussagekräftig genug. Aber Fakt ist: Der Mann hat Arthrose in den Zehgelenken. Besonders im linken großen Zeh.
Auf dem Schinkenweg bei Höchenschwand, Juli 2021
Schatz kam von diesem Termin im April nach Hause mit der Auflage, den Fuß bestmöglich zu schonen. Wanderverbot! Die geplanten längeren Spaziergänge fielen damit auch ziemlich flach. Und eine Überweisung zur Radiologie hatte Schatz auch dabei. Es musste ein MRT gemacht werden.

Drei Tage lang hat Schatz nach der Arbeit sämtliche Radiologen in Freiburg abtelefoniert. Bei manchen kam er gar nicht erst durch, andere wimmelten ihn gleich ab. Bei einer Klinik bekam er einen Termin für Mitte Juli - den er sich sofort sicherte. Am Tag drauf erreichte er noch eine Praxis in der Nähe, die ihm einen Termin Ende Juni anbot. Da hat er zugeschlagen und den Termin in der Klinik direkt wieder abgesagt.
Es war frustrierend, dass es allein in Freiburg gut ein Duzend Radiologen gibt, und man dennoch 10 Wochen auf einen Termin warten musste, sofern man überhaupt irgendwo genommen wurde falls man durchkam.
Auf dem Brotweg in Yach - Mai 2021
Es gab dann auch direkt einen Nach-dem-MRT-Besprechungstermin beim Orthopäden - der am 5. Juli stattfand.

Ergebnis: Schatz braucht keine orthopädischen Schuhe. Dieser Kelch ging zum Glück an uns vorüber. Der Bruch im Zeh ist super verheilt. Die Schwellung ist ein kleines bisschen zurück gegangen - aber nicht ganz weg. Dazu gab es jetzt keine Aussage. Die Arthrose in den Zehen kann man wohl im Moment noch nicht behandeln. Aber er bekommt neue Einlagen. Dazu gab es einen "Vermessungs-Termin" in der anderen Praxis des Orthopäden. Da werden dann Ende diesen Monats vom Sanitätshaus, aber in der Praxis, im Beisein des Arztes, Schatz Füße komplett vermessen für die neuen Einlagen. Wie lange die Fertigung dann noch dauert, wissen wir noch nicht.
Auf dem Brotweg in Yach - Mai 2021
Wandern darf er auch wieder. Aber nur so lange, wie die Schmerzen durch die Arthrose nicht vorhanden bzw. aushaltbar sind und er es nicht übertreibt. Das könnte unter Umständen schwierig werden, da Schatz gerne mal übertreibt, wenn er etwas unbedingt will. Aber grundsätzlich dürfen wir wieder wandern. Wahrscheinlich künftig dann eher kleinere Touren. Aber besser als nichts :-) Gerade für ihn wird das ne mords Umstellung werden. War er doch bisher auf 20-30 km eingestellt.

Ob wir bis zu unserem Sommerurlaub nochmal wandern gehen, wissen wir aktuell noch nicht. Lange ist es ja nicht mehr hin. Und am letzten Wochenende hatten wir in Freiburg 39 Grad im Schatten und da mach ich alles...aber nicht draußen :-D Ich vertrage die Hitze wirklich nicht gut und habe oft Kreislaufprobleme - auch wenn ich genug trinke.
Auf dem Brotweg in Yach, Mai 2021
Spätestens im Sommerurlaub werden wir aber wandern. Denn wir haben vom letzten Jahr noch eine passende kleinere Runde auf dem Wunschzettel, die wir wegen plötzlichem Mistwetter nicht mehr geschafft haben :-) Und nach fast einem Jahr Wander-Abstinenz müssen wir auch von der Kondition her, wohl wieder von vorne anfangen :-/ Im Sauerland ist es auch (zumindest aktuell) nicht so heiß wie hier.

Wie ihr seht, geht es voran. Aber wirklich nur im Schneckentempo. Ich hoffe, dass ich euch dann spätestens nach dem Urlaub wieder ein paar Wanderungen zeigen kann :-D

Donnerstag, 4. Mai 2023

Spaziergang bei Freiburg-Günterstal

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Nichts genaues weiß man noch immer nicht. Vor einigen Wochen hatte der Liebste nun endlich seinen Termin beim Orthopäden. Der tippte zuerst auch auf Gicht. Machte dann ein Röntgenbild und verwarf seine erste Diagnose dann wieder. Ein Zeh war oder ist gebrochen! Man vermutet einen Belastungsbruch auf Grund der Fehlstellung. Außerdem steht noch Arthrose in den Zehen im Raum und ein Ödem. Da das Röntgenbild nicht eindeutig war, gab es vom Orthopäden eine Überweisung in die Radiologie. Ein MRT muss gemacht werden.
 
Schatz hat sämltliche Radiologen in Freiburg abtelefoniert, mit dem Ergebnis, dass der frühest mögliche Termin erst am 26. Juni ist! Bis geklärt ist, was nun wirklich los ist, soll der Mann den Fuß schonen. Heißt: Ärztlich verordnetes Wanderverbot! Kleine Spaziergänge sind drin. Aber lange Wanderungen aktuell nicht :-(
 
Am 30. April haben wir das schöne Wetter genutzt, und sind mit der Straßenbahn nach Günterstal gefahren.
Wir hatten die Wege rund um unser Domizil wirklich satt und wollten mal wieder was anderes sehen. Also entschlossen wir uns für einen Waldspaziergang.


Erstaunt waren wir, dass die Natur noch nicht so weit ist, wie sie es sonst um diese Jahreszeit für gewöhnlich ist.
Andererseits war es sehr lange kalt und verregnet. Sonst war es um diese Jahreszeit in Freiburg schon deutlich wärmer.

Im Marxenweiher fanden wir einen Molch. Leider sind die Bilder nicht gut geworden, da unglaublich viel Blütenstaub auf dem Wasser schwamm und die Kamera daher den Molch nie so recht scharf stellen wollte. Aber man erkennt ihn trotzdem :-)

Aber die braunen Wälder werden definitiv schnell grün. Man kann quasi dabei zusehen. Sogar blühenden Waldmeister haben wir am Wegesrand gefunden.






Es tat gut, mal wieder im Grünen unterwegs zu sein. Und es war anstrengend, den Mann zurück zu halten. Denn außer leichten Schmerzen im großen Zeh, ging es ihm gut und er wollte mehr. Mehr laufen. Mehr Natur. Mehr alles!

Aber, abemacht ist max. eine Stunde! Ich hatte den Weg entsprechend ausgesucht. Denn ich denke, wenn der Arzt verordnet, den Fuß zu schonen, ist eine Stunde spazieren gehen schon mehr als genug. Und definitiv besser als gar nichts ;-)

Daher blieben wir auf dem breiten Weg. Auch zum höchsten Baum Deutschlands ging es an diesem Tag nicht. Der Mann war etwas zerknirscht...aber immerhin einsichtig.


Am Teich zwischen Rehbrunnen und Wonnhalde, haben wir wieder eine Zeit lang gestanden. Wie jedes Frühjahr wimmelt es dort aktuell von Kaulquappen. Und alle quetschten sich am seichten Ufer im recht warmen Wasser zusammen, so das der Rand des Teiches schwarz war.
Und auch hier haben sich schon Nilgänse breit gemacht. So hübsch die Tiere auch anzusehen sind, gehören sie eigentich nicht hier her. Mal abgesehen davon, dass sie die Parks vollkacken ist mir auch schon aufgefallen, dass dort, wo die Nilgänse sind, weniger einheimische Wasservögel zu finden sind.
Eine weitere nicht heimische Art konnten wir am unteren See beobachten. Dort leben Rotwangen-Schmuckschildkröten, die eigentlich in den USA zuhause sind. Diese Schildkröten stehen in Konkurrenz zu heimischen Tieren und zählen daher zu den 100 gefährlichsten Neobiota weltweit (Quelle: Wikipedia)



Unser Spaziergang dauerte fast genau eine Stunde. Von der Haltestelle "Wonnhalde" aus, ging es mit der Straßenbahn auch wieder nach Hause.
Es tat gut, was wieder im Wald unterwegs zu sein. Wenn auch nur für eine Stunde. Das werden wir die nächsten Wochen wohl öfters machen. Und dann hoffen wir, dass der Orthopäde nach dem MRT das Wandern für den Liebsten wieder genehmigt.