Dienstag, 26. April 2022

Seelenwanderung - Panoramatour Nr. 9 (Von Wildtal zum Streckereck und zurück)

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In unserem Oster-Urlaub haben wir drei Wanderungen gemacht. Eigentlich wollten wir die nächste Etappe vom Rheinauenweg, den Felsenweg und den Schauinsland bewandern. Aber wegen Gleissarnierungen der Deutschen Bahn kamen wir nicht an den Rhein und im Schwarzwald oben lag schon wieder Schnee, weshalb es uns auf dem Felsenweg zu gefährlich war. Der Schauinsland fiel flach, weil die Gondel wegen Revision geschlossen hatte und es keine Alternative gab, um ohne Auto auf den Gipfel zu kommen, um dann wieder hinab zu wandern. Also, mussten wir uns was anderes ausdenken.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Die erste der drei Wanderungen machten wir am 12. April. Wir fuhren mit dem Bus nach Wildtal, was nicht weit von Zuhause aus ist. Von der Haltestelle "Sonnenwiese" aus, starteten wir dann unseren Rundweg aus dem Buch "Wandern für die Seele in und um Freiburg". Auch die anderen beiden Touren, die wir im Urlaub gemacht haben, sind aus diesem Buch.
Haltestelle "Sonnenwiese" in Gundelfingen-Wildtal

Graureiher im Schobbach
Direkt an der Haltestelle ging es zwischen Hecken hindurch, auf einem kleinen Fußweg über den Schobbach. Von der überdachten Holzbrücke aus, sah ich einen Reiher im Bach stehen. Der stand so still und dennoch auffällig, dass ich erst dachte, jemand hätte dort einen "Alternativen-Plastik-Flamingo" aufgebaut. Aber Plastikvögel blinzeln nunmal nicht ;-)
Am Ende des kleinen Schleichwegs erreichten wir die Straße Am Rebberg. Dieser folgten wir nach links und um das Ende des Rebbergs herum. Und dann ging es kurz vor dem Waldrand rechts hinauf.
Blick zu den Vogesen
Vom Fuße des Rebbergs hatten wir einen tollen Blick nach Westen, wo sich am Horizont die verscheiten Gipfel der Vogesen zeigten. So eine klare Sicht hatten wir schon lange nicht mehr!
Blick zum Schönberg und zur Schneeburg
Richtung Süden erblickten wir den Schönberg, auf dem wir 4 Wochen zuvor auch schon eine "Seelenwanderung" gemacht hatten.
Der asphaltierte Wirtschaftsweg hinauf auf den Wildtaler Rebberg ist sehr steil. Wir kamen schnell ordentlich ins Schwitzen und das war nur ein klitzekleiner Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartete.
Auf dem Rebberg und Blick in die Rheinebene
Oben auf dem Rebberg angekommen wurden wir mit einer herrlichen Aussicht in die Rheinebene und zu den Ausläufern des Schwarzwaldes belohnt.
Blick vom Rebberg zum Schwarzwald
Nun ging es weiter durch einen lichten Laubwald. Am Wegesrand immer wieder Grenzsteine. Hier verlief fast 300 Jahre lang die Badisch-Österreichische Grenze.
Der Gundelfinger Ortsteil Wildtal gehörte damals (wie Freiburg auch) tatsächlich zu Österreich (Vorderösterreich), während der Ort Gundelfingen zu Baden gehörte.
Hier verlief die Grenze von Baden und Österreich
Wir folgten dem breiten Waldweg weiter. Er verlief recht eben, was uns nach dem ersten anstrengenden Aufstieg sehr gelegen kam.
Blick vom Leheneck Richtung Rosskopf
Als wir aus dem Wald wieder hinaus traten, fanden wir uns auf satten grünen Wiesen wieder und hatten einen tollen Blick hinab auf das Örtchen Heuweiler. Die Ecke hier oben nennt sich Leheneck.
Am Leheneck und Blick auf Heuweiler
Ab hier ging es nochmal einen weiteren Kilometer stetig bergan. Durch einen noch recht kahlen Mischwald immer weiter hinauf. Nicht so steil wie das Stück hinauf auf den Rebberg, aber doch deutlich spürbar.

Blick auf Denzlingen
Oben wurden wir dafür dann wieder mit einer bombastischen Weitsicht belohnt. Vor uns lag das Rheintal, ganz hinten die Vogesen, vorne hügelige Streuobstwiesen, Höfe und die kleine Stadt Denzlingen.
Blick ins Rheintal
Hier oben wunderten wir uns, dass es nun doch wieder recht steil bergab gehen sollte. Aber das war wirklich nur ein sehr kurzes Stückchen.
Buschwindröschen
 
Im Wald führte der Weg über einen Hohlweg weiter. Am Wegesrand blühten Wiesenschaumkraut, Sauerklee und Buschwindröschen. An einer Stelle war der Blick frei bis zum Rossopf mit seinen vier Windrädern. Bis ganz da hinauf führte uns der Weg an diesem Tage allerdings nicht - was die Tour nicht weniger anstrengend machte.

Nochmal ein kurzes Stück bergauf und wir erreichten das erste Etappenziel: Das Wildtalereck.
Am Wildtalereck
Hier oben war die Landschaft offen und weit. Man hatte einen tollen Blick über die Höfe im Tal bis hinein ins Rheintal. Am Horizont erhoben sich die französischen Vogesen. Sie sahen so nah aus. Ich liebe es, im Dreiländereck zu wohnen :-)
Aussicht vom Wildtalereck
Weil wir wussten, dass uns der "schlimmste" Aufstieg noch bevor stand, haben wir die Gunst der Stunde genutzt, und uns auf der einzigen verfügbaren Bank am Wildtalereck niedergelassen, um das erste Mal zu rasten.
Die einzige Bank stand direkt unter einer alten Esskastanie, die um diese Jahreszeit noch ziemlich kahl war. Der einzige Baum auf der kahlen Stelle zwischen zwei Wäldern :-) Man erkennt das Wildtalereck daher schon von weitem. Bei der ersten Rast gab es einen Apfel und eine Kiwi. Praktisch portioniert und verstaut in meinem Schüsselchen :-)
Zu anderen Jahreszeiten würden jetzt rund um uns herum Kühe auf den Weiden grasen und man würde ein leises Glockengeläut von den Kuhglocken hören. Wenn es sehr windig ist, dann fegt es einem hier oben die Beine unterm Hintern weg. Haben wir alles schon gehabt, denn wir waren hier nicht zum ersten Mal.
 
Aber an diesem sonnigen, warmen und fast windstillen Tag konnte man es prima hier aushalten. Und Schatz - leicht verschwitzt - hatte plötzlich einen großen Fan :-D Die kleine Schwebfliege ließ sich nicht beirren und bediente sich großzügig an der unerwarteten Salzquelle ;-)
Wir hätten dort noch ewig sitzen bleiben können. Aber irgendwann wollten wir ja doch ans Ziel kommen. Und sich vor dem nächsten Aufstieg zu drücken, brächte es ja auch nicht.
Schatz, frisch und fröhlich, als würde er über's platte Land spazieren...
Die nächsten zwei Kilometer ging es furchtbar steil bergauf. Erst gerade, dann in Serpentinen und dann einfach nur weiter steil geradeaus. Ich hab gedacht, ich breche zusammen! Wir haben diesen Pfad schon oft gesehen - ihn aber vorher immer links liegen gelassen. Klar, der schnellste Weg zum nächsten Etappenziel. Aber die Kraxelei war mordsanstrengend. Zumindest für mich. Der Mann marschierte den Berg hinauf, als würde er über die Krone eines Deichs schlendern... Ich weiß nicht wieso, aber das er das mal eben so macht, nervt mich immer tierisch ;-)
Wegekreuz unterhalb vom Streckereck
Aber auch dieser Aufstieg war irgendwann geschafft. Danach war ich total geschafft. Schatz tat zwar taufrisch, aber der Feuchtigkeitsgrad seines Shirts sprach Bände ;-)
Wir hatten den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht: das Streckereck. Das bequeme Waldsofa war natürlich belegt, als wir ankamen. Daher haben wir es uns in der Schutzhütte gemütlich gemacht, um hier das zweite Mal zu rasten. Es gab einen "Baden Burger". Den hatten wir in unserer Bäckerei erworben. Das ist ein Laugenbrötchen mit einer Frikadelle drin, Burgersoße und Röstzwiebeln, Salat und Tomate. Einfach nur mega! Und redlich verdient, nach der Plackerei :-D
Rast am Streckereck
Nach der Rast haben wir die gigantische Aussicht von hier oben noch ein bisschen genossen, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Einfach nur bergab bis zur Bushaltestelle ging es allerdings nicht - das hatte ich bei der Planung irgendwie übersehen.
Aussicht vom Streckereck

Blühende Weide am Wegesrand
Das Streckereck war quasi nur ein Abstecher auf unserem Rundweg. Es ging also erstmal ein kleines Stück auf dem Weg zurück, den wir gekommen waren. Erst an der zweiten Kreuzung hielten wir uns dann rechts, statt links und wanderten einen anderen Weg weiter.
Durch den Wald und am Waldrand entlang führte der Weg erstmal gemächlich bergab. Die Kräfte kehrten wieder - oder zumindest fühlten wir uns nicht völlig K.O. Bis hier her hatten wir immerhin schon knapp 9 km zurückgelegt.
Marienkäfer und Schmetterlingsraupe auf dem Weg
Auf dem Waldweg entdeckten wir einen Marienkäfer und eine Schmetterlingsraupe, von der wir glauben, es könnte sich um einen roten Apollo handeln. Sicher sind wir uns allerdings nicht. Der Weg führte uns weiter Richtung Föhrental hinab. Das ist ein Ortsteil von Glottertal. Dort im Wald ging es dann tatsächlich nochmal ein Stückchen bergauf - und das merkten wir sofort! Dabei war der Anstieg dort gar nicht sooo steil. Aber wir waren von den vielen Höhenmetern zuvor schon ziemlich ausgelaugt.
Blick über Föhrental hinweg zum Wildtalereck
Glücklicherweise war der Anstieg nur sehr kurz. Dann bog der Weg wieder auf einen schmalen Pfad ab, der schnell in einen Wiesenweg quer über die Viehweiden mündete. Hier ging es dann bis in den Ort nur noch bergab. Von den Weidewegen aus hatten wir eine tolle Aussicht. Auch hinüber zum Wildtalereck, wo wir unsere erste Rast gemacht hatten...und wo wir nun schon wieder hinauf mussten!
Der Wiesenweg über die Viehweiden von Föhrental
Der Weg über die Viehweiden hat mir von der Tour - mal abgesehen von den vielen tollen Aussichtspunkten - am besten gefallen. Vorbei an blühenden Obstbäumen mit weichem Gras unter den Wanderstiefeln...herrlich!
Über die Weiden von Föhrental
Unten in Föhrental angekommen, war der Spaß dann aber erstmal wieder vorbei. Wir überquerten die Straße und folgten den Wanderschildern geradeaus weiter, über einen Hof mit Kuhstall und offener Miste. Es duftete nach Heimat - zumindest für mich. Der Liebste rümpfte etwas die Nase ;-) Stadtkind halt.
 
Hinter dem Hof ging es direkt auf einem Waldweg weiter - und sehr steil bergauf. Klar kriegt man so schnell diverse Höhenmeter geschafft. Aber hier hatten wir bereits 12 km Wegstrecke und gefühlt eine Million Höhenmeter zurückgelegt. Meine Beine wollten einfach nicht mehr. Die Alternative wäre gewesen, um den Berg herum zu wandern...auch keine Option da dreimal so weit wie der Weg hinüber :-/ Also, Zähne zusammenbeißen und langsam weiter bergauf schnaufen. Und wenn ich sage langsam, dann meine ich Schneckentempo. Schatz wurde schon leicht knütterig, weil ich nicht herbei kam. Aber ich hab echt so schnell gemacht wie es ging - und das war halt nicht sehr schnell :-D
Wieder am Wildtalereck
Irgendwann hatte auch ich - mit hochrotem Haupt - den Kamm erreicht. Vor uns lag das Wildtalereck nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag. Ich sah, wie eine andere Wanderin gerade die einzige Bank da oben freimachte und schickte "Rudi Rüssel" los, um die Bank direkt wieder zu okkupieren :-D Wenn man schon so ein Rennschwein dabei hat, muss man das ja auch ausnutzen. Ich zockelte langsam, nach Luft schnappend hinterher und sank dann völlig erledigt auf dem hölzernen Sitzmöbel zusammen. PAUSE!!!
Verschnaufen am Wildtalereck - Vol. 2
Zu futtern hatten wir zwar nichts mehr dabei. Aber der Rest aus meiner Wasserflasche wurde dankbar weg geext. Danach nur noch sitzen, runter kommen, Luft schnappen, Atmen, Aussicht nochmal genießen...
Blick auf Wildtal (links die Talstraße), im Hintergrund die Rheinebene
Von hier aus ging es jetzt aber wirklich nur noch bergab bis zur Bushaltestelle :-) Den ersten Kilometer auf dem Rückweg nahmen wir den, den wir ganz zu beginn auch hier hoch gekommen waren. Aber dann hielten wir uns an der Kreuzung links statt rechts und folgten einem schmalen Pfad über einen Rebhang oberhalb der Talstraße. Am Waldrand entlang führte der Weg später weiter. Hier gab es eine tolle Schaukel am Wegesrand, die wir nicht bildlich festgehalten haben, weil dort gerade ein Mann hockte.
Dafür gab es eine Seltenheit zu sehen, die noch viel cooler war, als die Schaukel im Wald. Eine Holzbiene! Die hab ich in meinem Leben erst das dritte Mal gesehen und das erste Mal kam ich schnell und nah genug heran, um von dem scheuen, riesigen Insekt ein Bild zu machen :-)
Blick zurück zum Rosskopf
Als wir aus dem Wald wieder heraustraten, fanden wir uns in Sichtweite vom Leheneck wieder, wo wir ganz zu Beginn auch schon vorbei gekommen waren. Statt rechts zum Leheneck zu wandern, hielten wir uns links und folgten dem Weg durch die offene Landschaft weiter hinab nach Wildtal und über den Heuweiler Weg zurück zur Bushaltestelle, wo wir am Morgen auch losmarschiert waren.
Total geschafft im Bus nach Hause
Mit dem Bus - in dem immer noch Maskenpflicht herrscht - ging es dann zurück nach Freiburg und nach Hause.

Ich muss sagen, die Anzahl der gelaufenen Kilometer in Kombination mit den absolvierten Höhenmetern habe ich total unterschätzt! Ich war dermaßen am Allerwertesten, als wir daheim ankamen, dass ich dachte, ich könnte den restlichen Urlaub nicht einen Schritt mehr tun. Andererseits war ich stolz wie Bolle, dass ich es trotz allem doch geschafft hatte. Andere mit meinem Gewicht hätten es vielleicht nicht mal auf den Rebberg geschafft.

Jedenfalls hatte diese Runde am Ende 18 km. Wir waren 6,5 Stunden unterwegs und davon waren 4,75 Stunden reine Gehzeit. Auf den 18 km absolvierten wir zusätzlich auch noch 650 Höhenmeter. Für andere ist das vielleicht ein Klacks. Aber schleppt ihr mal 30 kg zu viel mit euch rum ;-)

Montag, 4. April 2022

Seelenwanderung - Entschleunigungstour Nr. 15 (Zur Schneeburg und über den Schönberg)

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Bereits am 13. März haben wir eine weitere Rundtour aus dem Buch "Wanderungen für die Seele in und um Freiburg" gemacht.
Unser Rundweg, nicht ganz "originalgetreu", Karte von Komoot
Dieses Mal fuhren wir mit der Straßenbahn in den Stadtteil Vauban (benannt nach dem französischen Festungsbaumeister).
Warten auf die StraBa und Start im Vauban
Die Endhaltestelle der Straßenbahn heißt Innsbrucker Straße und ist der Start- und Zielpunkt dieser Rundwanderung. Hinter der Wendeschleife der Tram, geht es links in die Innsbrucker Straße und über den Dorfbach.
Frühling am Dorfbach
Immer weiter geradeaus und hinauf. Vorbei an Einfamilienhäusern und dem Augustinum. Am Ende der Innsbrucker Straße geht es rechts herum weiter über den Zwiegerackerweg. Hier sind wir schon komplett am Stadtrand, denn Häuser stehen nur noch auf der rechten Straßenseite. Links befinden sich Streuobstwiesen.
Über diese geht es dann auch weiter hinauf. Der Wiesenweg mäandert den Hang hinauf. Dreht man sich um, hat man einen herrlichen Blick auf Teile Freiburgs und die Gipfel des Schwarzwaldes. Die Bäume blühen an diesem Märzwochenende bereits in großen Teilen. Es summt und brummt. Der Frühling bringt neues Leben in der Natur.
Vorbei an einer Hand voll Kleingärten erreichen wir schließlich den Waldrand. Der Wanderweg führt uns weiter in den Wald hinein.
Über einen schmalen Pfad geht es ziemlich steil bergauf. Wir merken, dass wir doch ziemlich aus der Übung sind und schnaufen bald beide wie eine alte Dampflok :-D
Am Ende des Pfades geht es über einen breiteren Waldweg weiter. Ein großes Stück Wald fehlt hier oben. Trockenheit und Borkenkäfer scheinen die Ursache zu sein. Kein schöner Anblick.
Wir folgen dem breiten Weg. Jetzt geht es, wenn überhaupt, nur noch leicht bergan. Nach einer Weile sehen wir die Schneeburg über dem Weg thronen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum unteren Schönberhof - einer Gaststätte.
Am Schönberghof ist es brechend voll. Menschenmassen und die Leute stehen Schlage, um einen Tisch an der Sonne zu ergattertn. Wir haben auf diesen Menschenauflauf keine Lust und lassen die Hofwirtschaft links liegen. Stattdessen wandern wir hinauf zur Ruine der Schneeburg.
Hier oben sind zwar auch einige Leute unterwegs, aber man kann sich gut aus dem Weg gehen und auch etwas Ruhe genießen. Wir ergattern einen Sitzplat im Schatten. Es wird kühl und wir ziehen fix die Jacken über. Dann kann man es auch im Schatten gut aushalten.
Die Aussicht von hier oben ist herrlich. Aber bevor wir uns weiter umsehen, machen wir kurz Rast. Es gibt ein paar Nüsse und einen Müsliriegel. Die Tour ist nicht sonderlich lang, da reicht ein kleiner Snack :-)
Wir sehen uns in der Ruine um, genießen die An- und Ausblicke. Leider ist es im Rheintal etwas diesig. Hier oben waren wir schon öfters, aber der letzte Besuch ist schon wieder ein paar Jahre her.
Wir haben genug gesehen und wandern den Burgberg wieder hinab. Über einen Wiesenweg oberhalb des Schönberghofes gelangen wir zum NatURWALDpfad am Schönberg.

Diesem folgen wir eine Weile bergauf. Mal auf schmalen Pfaden, mal auf breiten Wegen geht es weiter bis fast hinauf zum Schönberggipfel.
An einer Stelle kann man hinab zur Schneeburg und ins vernebelte Rheintal blicken. Da unten in der Burgruine waren wir vor ein paar Minuten noch! Von hier oben sieht sie so klein aus.

Bis ganz auf den Gipfel führt diese Tour nicht hinauf. Etwas unterhalb des höchsten Punkts führt ein Pfad um den Schönberg herum. Hier sind nur wenige Leute unterwegs und haben das Glück, eine recht große Eidechse zu entdecken. Leider steckt sie halb versteckt in einem Erdloch, daher wissen wir nicht, ob es sich um eine Zauneidechse oder gar um eine Smaragdeidechse handelt.
Wir folgen dem Waldlehrpfad weiter über schmale Pfade und umrunden dabei fast den Schönberg. An einer Stelle steht eine Art Aussichtsplattform. Viel Aussicht bietet sie allerdings nicht. Und sie hat definitiv schon bessere Zeiten erlebt.
Erst als wir den Wald hinter uns lassen und auf den Hewigsbrunnenweg stoßen, haben wir eine richtig tolle Aussicht auf Freiburg. Von hier aus geht es jetzt erstmal wieder bergab.

Das neue Fußballstadion
Die Wegbeschreibung im Buch war an dieser Stelle nicht sonderlich gut. Und es gibt keine Hinweise vom Schwarzwaldverein. Das GPS Signal unserer Online-Karte hängt auch hinterher. Wir verpassen den richtigen Abzweig. Wir wollten dann den nächsten Abzweig nehmen, der in der Karte verzeichnet war - aber dieser war nicht mehr existent :-/ Also, weiter zum nächsten Abzweig.
Der Weg wird steiler, schmaler und steiniger. Man muss bei jedem Schritt aufpassen und der nächstmögliche Abzweig sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Es gibt eine Warnung vor Steinschlag und Astbruch. Nein, den Pfad nehmen wir jetzt nicht. Also wandern wir weiter gerade aus und hinab und kommen quasi oberhalb der Stelle heraus, an der wir ganz zu Beginn den Wald betreten hatten.
Blick über das Jesuitenschloss hinweg auf Freiburg
Statt aber direkt wieder hinab zur Haltestelle zu laufen, folgen wir dem breiten Waldweg nach rechts weiter. Es geht nun wieder leicht bergauf. So langsam merke ich es doch in den Beinen. Auf einer Anhöhe haben wir dann einen wunderschönen Blick über das Jesuitenschloss hinweg auf Freiburg.
Blick zum Schauinsland
Über einen Wiesenweg wandern wir hinab zum Jesuitenschloss. Von hier sehen wir hinüber zum immer noch verschneiten Schauinsland. Über uns zieht ein Rotmilan seine Kreise.
Am Jesuitenschloss biegen wir links ab und wandern am Waldrand entlang bis zu den Streuobstwiesen. Dort suchen wir uns einen anderen Pfad aus, um nicht wieder den gleichen Weg hinab zu steigen, den wir heraufgekommen sind. Am Ende landen wir wieder am Dorfbach.
Wieder zurück an der Haltestelle
Diesen müssen wir nun nur noch überqueren und sind schon zurück an der Endhaltestelle der Straßenbahn im Vauban. Wir waren 4 Stunden unterwegs, davon 2,75 Stunden reine Gehzeit. Dabei haben wir 11 km und 480 Höhenmeter bewältigt.

Mit der Straßenbahn geht es zurück nach Hause.