Montag, 4. April 2022

Seelenwanderung - Entschleunigungstour Nr. 15 (Zur Schneeburg und über den Schönberg)

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Bereits am 13. März haben wir eine weitere Rundtour aus dem Buch "Wanderungen für die Seele in und um Freiburg" gemacht.
Unser Rundweg, nicht ganz "originalgetreu", Karte von Komoot
Dieses Mal fuhren wir mit der Straßenbahn in den Stadtteil Vauban (benannt nach dem französischen Festungsbaumeister).
Warten auf die StraBa und Start im Vauban
Die Endhaltestelle der Straßenbahn heißt Innsbrucker Straße und ist der Start- und Zielpunkt dieser Rundwanderung. Hinter der Wendeschleife der Tram, geht es links in die Innsbrucker Straße und über den Dorfbach.
Frühling am Dorfbach
Immer weiter geradeaus und hinauf. Vorbei an Einfamilienhäusern und dem Augustinum. Am Ende der Innsbrucker Straße geht es rechts herum weiter über den Zwiegerackerweg. Hier sind wir schon komplett am Stadtrand, denn Häuser stehen nur noch auf der rechten Straßenseite. Links befinden sich Streuobstwiesen.
Über diese geht es dann auch weiter hinauf. Der Wiesenweg mäandert den Hang hinauf. Dreht man sich um, hat man einen herrlichen Blick auf Teile Freiburgs und die Gipfel des Schwarzwaldes. Die Bäume blühen an diesem Märzwochenende bereits in großen Teilen. Es summt und brummt. Der Frühling bringt neues Leben in der Natur.
Vorbei an einer Hand voll Kleingärten erreichen wir schließlich den Waldrand. Der Wanderweg führt uns weiter in den Wald hinein.
Über einen schmalen Pfad geht es ziemlich steil bergauf. Wir merken, dass wir doch ziemlich aus der Übung sind und schnaufen bald beide wie eine alte Dampflok :-D
Am Ende des Pfades geht es über einen breiteren Waldweg weiter. Ein großes Stück Wald fehlt hier oben. Trockenheit und Borkenkäfer scheinen die Ursache zu sein. Kein schöner Anblick.
Wir folgen dem breiten Weg. Jetzt geht es, wenn überhaupt, nur noch leicht bergan. Nach einer Weile sehen wir die Schneeburg über dem Weg thronen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum unteren Schönberhof - einer Gaststätte.
Am Schönberghof ist es brechend voll. Menschenmassen und die Leute stehen Schlage, um einen Tisch an der Sonne zu ergattertn. Wir haben auf diesen Menschenauflauf keine Lust und lassen die Hofwirtschaft links liegen. Stattdessen wandern wir hinauf zur Ruine der Schneeburg.
Hier oben sind zwar auch einige Leute unterwegs, aber man kann sich gut aus dem Weg gehen und auch etwas Ruhe genießen. Wir ergattern einen Sitzplat im Schatten. Es wird kühl und wir ziehen fix die Jacken über. Dann kann man es auch im Schatten gut aushalten.
Die Aussicht von hier oben ist herrlich. Aber bevor wir uns weiter umsehen, machen wir kurz Rast. Es gibt ein paar Nüsse und einen Müsliriegel. Die Tour ist nicht sonderlich lang, da reicht ein kleiner Snack :-)
Wir sehen uns in der Ruine um, genießen die An- und Ausblicke. Leider ist es im Rheintal etwas diesig. Hier oben waren wir schon öfters, aber der letzte Besuch ist schon wieder ein paar Jahre her.
Wir haben genug gesehen und wandern den Burgberg wieder hinab. Über einen Wiesenweg oberhalb des Schönberghofes gelangen wir zum NatURWALDpfad am Schönberg.

Diesem folgen wir eine Weile bergauf. Mal auf schmalen Pfaden, mal auf breiten Wegen geht es weiter bis fast hinauf zum Schönberggipfel.
An einer Stelle kann man hinab zur Schneeburg und ins vernebelte Rheintal blicken. Da unten in der Burgruine waren wir vor ein paar Minuten noch! Von hier oben sieht sie so klein aus.

Bis ganz auf den Gipfel führt diese Tour nicht hinauf. Etwas unterhalb des höchsten Punkts führt ein Pfad um den Schönberg herum. Hier sind nur wenige Leute unterwegs und haben das Glück, eine recht große Eidechse zu entdecken. Leider steckt sie halb versteckt in einem Erdloch, daher wissen wir nicht, ob es sich um eine Zauneidechse oder gar um eine Smaragdeidechse handelt.
Wir folgen dem Waldlehrpfad weiter über schmale Pfade und umrunden dabei fast den Schönberg. An einer Stelle steht eine Art Aussichtsplattform. Viel Aussicht bietet sie allerdings nicht. Und sie hat definitiv schon bessere Zeiten erlebt.
Erst als wir den Wald hinter uns lassen und auf den Hewigsbrunnenweg stoßen, haben wir eine richtig tolle Aussicht auf Freiburg. Von hier aus geht es jetzt erstmal wieder bergab.

Das neue Fußballstadion
Die Wegbeschreibung im Buch war an dieser Stelle nicht sonderlich gut. Und es gibt keine Hinweise vom Schwarzwaldverein. Das GPS Signal unserer Online-Karte hängt auch hinterher. Wir verpassen den richtigen Abzweig. Wir wollten dann den nächsten Abzweig nehmen, der in der Karte verzeichnet war - aber dieser war nicht mehr existent :-/ Also, weiter zum nächsten Abzweig.
Der Weg wird steiler, schmaler und steiniger. Man muss bei jedem Schritt aufpassen und der nächstmögliche Abzweig sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Es gibt eine Warnung vor Steinschlag und Astbruch. Nein, den Pfad nehmen wir jetzt nicht. Also wandern wir weiter gerade aus und hinab und kommen quasi oberhalb der Stelle heraus, an der wir ganz zu Beginn den Wald betreten hatten.
Blick über das Jesuitenschloss hinweg auf Freiburg
Statt aber direkt wieder hinab zur Haltestelle zu laufen, folgen wir dem breiten Waldweg nach rechts weiter. Es geht nun wieder leicht bergauf. So langsam merke ich es doch in den Beinen. Auf einer Anhöhe haben wir dann einen wunderschönen Blick über das Jesuitenschloss hinweg auf Freiburg.
Blick zum Schauinsland
Über einen Wiesenweg wandern wir hinab zum Jesuitenschloss. Von hier sehen wir hinüber zum immer noch verschneiten Schauinsland. Über uns zieht ein Rotmilan seine Kreise.
Am Jesuitenschloss biegen wir links ab und wandern am Waldrand entlang bis zu den Streuobstwiesen. Dort suchen wir uns einen anderen Pfad aus, um nicht wieder den gleichen Weg hinab zu steigen, den wir heraufgekommen sind. Am Ende landen wir wieder am Dorfbach.
Wieder zurück an der Haltestelle
Diesen müssen wir nun nur noch überqueren und sind schon zurück an der Endhaltestelle der Straßenbahn im Vauban. Wir waren 4 Stunden unterwegs, davon 2,75 Stunden reine Gehzeit. Dabei haben wir 11 km und 480 Höhenmeter bewältigt.

Mit der Straßenbahn geht es zurück nach Hause.

Freitag, 25. März 2022

Kilometer schrubben zur Vorbereitung auf den Rheinauenweg

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Am 27. Februar haben wir das kühle aber sehr sonnige Wetter genutzt, um weiter an unserer Kondition zu feilen. Sobald die Uhren umgestellt worden sind, wollen wir mit dem Rheinauenweg weitermachen. Die nächste Etappe dort hat 24 km. Daher haben wir an diesem letzten Sonntag im Februar ein paar Kilometer geschrubbt :-)
Unser Rundweg, Karte von Komoot
Los ging es an der Haltestelle Reutebachgasse und von dort aus Richtung Norden nach Gundelfingen.
Der Zähringer Platz in Freiburg war noch karnevalistisch dekoriert, auch wenn hier in Freiburg die Fasnet mal wieder dem Virus zum Opfer fiel.
Zähringer Platz mit Fasnet-Deko

In einem kleinen Bach am großen Supermarktparkplatz entspannte ein Entenpaar in der Sonne. Und wir hatten einen tollen Blick zum immer noch verschneiten Kandel.
Blick zum verschneiten Kandel

In Gundelfingen hielten wir uns am Ortsrand und steuerten direkt den Mooswald an. Dort gab es ein paar Vögel zu sehen. Besonders erstaunt war ich über den Eichelhäher.
Dieser Vertreter der sonst so scheuen Vögel hockte auf seinem Ast und blickte uns neugierig an. Machte aber keine Anstalten abzuhauen. Das ist mir noch nie passiert!
Huflattich
Im Wald wählten wir einen der Wege abseits des Haupt- und Radwegs und genossen die herrliche Ruhe. Am Wegesrand blühte der erste Huflattich und die einzigen Menschen, die uns begegneten, waren zwei Reiterinnen und ein Hunde-Mensch.


Auch die ersten Anemonen und Sumpfdotterblumen blühten in Freiburg bereits Ende Februar. Der Frühling war nun wirklich nicht mehr weit.

Wasserläufer auf dem Brandbach

Durch den Mooswald liefen wir weiter Richtung Industriegebiet Hochdorf. Dort wird es dann schon wieder etwas landwirtschaftlicher mit Äckern und Wiesen mitten im Wald.

Das Industriegebiet streiften wir allerdings nur am Rande und folgten den stillgelegten Bahngleisen wieder in den Wald bis zur Breisgau S-Bahn.
Stillgelegte Gleise beim Industriegebiet Hochdorf

Alter Grenzstein von 1817
An den Gleisen der S-Bahn liefen wir bis nach Landwasser und wanderten dann am Rande des Stadtteils wieder durch ein kleines Wäldchen. Über eine Fußgängerbrücke gelangten wir zum Seepark.

Seepark
Im Seepark war ziemlich viel los. Die Sonne lockte zahlreiche Menschen hinaus ins Freie. Es wurde Musik gespielt, getanzt, gelacht und die Sonne genossen. Zahlreiche Wasservögel schwammen auf dem Flückiger See und bei uns kam ein leichtes Urlaubsfeeling auf.
Wasservögel auf dem Flückiger See
Durch den Seepark führte uns der Weg weiter Richtung Stühlinger. Nachdem wir den Seepark hinter uns gelassen hatten, mussten wir uns für den Rest des Weges mit Straße und Gehweg zufrieden geben.
Seepark
Kurz vor dem Stadtteil Stühlinger bogen wir wieder ab und folgten der Straßenführung am Hauptfriedhof vorbei wieder Richtung Norden, wo wir an der Haltestelle Tullastraße die Runde beendeten und den Heimweg antraten :-)
Münsterturm von der Lehener Straße aus gesehen
Am Ende hatte unsere Runde durch Freiburg rund 17 km und wir hatten eine reine Gehzeit von gut 3 Stunden. Die nächste Etappe des Rheinauenweges hat zwar ähnlich wenige Steigungen wie diese Wanderung, aber nochmal 7 km und somit gute 90 Minuten mehr. Wir sind gespannt...