Sonntag, 23. Mai 2021

Mühlen-Rundweg in Simonswald

[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]



 
Diese Wanderung haben wir am 25. April 2021 gemacht. So langsam komm ich mit meinen Wanderberichten wieder auf Stand ;-) Dank des vielen Regens kamen ja leider kaum neue dazu.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
 
Das Wetter sollte herrlich werden an diesem Sonntag. Sonnig und warm. Und so kam es auch. Wir fuhren am späteren Vormittag ins gut 30 Minuten entfernte Simonswäldertal. Dort bekamen wir noch einen kostenlosen Parkplatz auf dem Sägplatz in der Ortsmitte, direkt beim Gemeindehaus.
Und sahen schon direkt die erste Mühle! Das geht ja gut los :-) An der großen Infotafel informierten wir uns kurz, wo es lang ginge und wie unser Wegweiser aussehen würde und dann ging es los.
Verfolgt wurden wir die ersten 1-2 km von einem älteren Pärchen, das scheinbar auch diesen Weg wandern wollte und dann doch irgendwann "verschütt ging". 
Zuerst wanderten wir ein Stückchen durch den Ort, vorbei an der Kirche und dann auf einem schmalen Pfad zwischen Hauptstraße und Viehweide.



Weiter ging es an dem wilden Bach entlang, der sehr viel Wasser führte und unheimlich rauschte. Leider erreichten wir schon bald wieder eine kleine Nebenstraße, die asphaltiert an einigen Höfen vorbei führte und gefühlt gar kein Ende nehmen wollte.
Aber dann sahen wir die nächste Mühle: Die Schwanenmühle. Diese stand leider auf einem Privatgrundstück und wir konnten sie daher nur aus der Ferne bestaunen.
Die Wiesen waren bunt. Blühende Obstbäume, Schlüsselblumen, Löwenzahn, Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch.


Kurz nach der Schwanenmühle ging es endlich wieder in den Wald. Die ersten Meter entdeckten wir immer mal wieder putzige Figuren aus altem Metallschrott.

Oben im Wald angekommen tat sich eine kleine Lichtung auf. Es war so warm! Da kam mir der Brunnen mit seinem eiskalten Wasser richtig gelegen. Einmal kurz Hände und Arme eintauchen zur Abkühlung. Himmlisch!

Und dann...OH NEIN!!! Die um den Hals hängende Kamera hatte sich etwas verschoben und war mit einer Ecke ebenfalls ins Wasser des Brunnens getaucht! Sch....!!!!! Als ich den rechten Arm eintauchte, habe ich die Kamera noch festgehalten. Andersherum...nicht. Ich bin so blöd!
Ich hab sie direkt aus dem Wasser gerissen, alle Öffnungen auf, Akku und Speicherkarte raus. Mit einem Tempo das Gröbste und soweit ich reinkam trocken gelegt. Wie doof kann Frau eigentlich sein?! Das war's wohl mit gescheiten Fotos für die restliche Wanderung. Ich hätte mich selbst Ohrfeigen können.

Zum Glück macht das Smartphone auch ganz passable Bilder, wenn man auf Tierchen verzichtet. Denn Schmetterlinge, Eidechsen und Vögel sind mit dem Handy einfach nicht gescheit zu erwischen :-/

Da ja alles Gezeter und Gezauder nichts brachte, wanderten wir weiter. Sämtliche Öffnungen der nun unbenutzbaren Kamera blieben offen, damit sie schnellstmöglich trocknen konnten.
An einem kleinen Teich ging es hinab zur Wehrlehof-Mühle. Diese konnen wir auch von innen besichtigen und drin aufgebaut war ein kleines Lädchen, wo man Erzeugnisse des Hofes käuflich erwerben konnte. Wir haben nichts mitgenommen - mangels passendem Kleingeld (Selbstbedienung und keiner, der Wechselgeld gibt).



Von der Mühle aus ging es weiter über einen schmalen Pfad hinab. Immer entlang eines Baches durch den Wald, bis wir wieder etwas urbaner unterwegs waren.

Über eine fein aufgeheizte Straße ging es vorbei an Häusern und Gärten und wieder hinauf bis zum Fallerhof. Ich war ganz schön am schwitzen. Aber irgendwann hatten wir den Anstieg wieder geschafft und der Weg führte endlich weg vom Asphalt und auf einen schönen Wiesenweg.
Auch dieser wurde leider viel zu schnell wieder durch ein Wohngebiet mit Straßen abgelöst. Und anschließend folgte noch ein ganzes Stück an der Bundesstraße/Talstraße entlang, um zur historischen Ölmühle zu gelangen.
 



 Die Ölmühle war riesig. Hier wird scheinbar auch heute noch Öl gemacht. Aber kaufen konnte man an diesem Tag leider nichts. Wir haben uns alles angesehen und wanderten dann weiter. 
Blick zurück zur Ölmühle
 
Auf einem Hinweisschild stand noch eine Sägemühle. Schatz meinte, die gehöre auch noch zum Rundweg und schlug die Richtung des Wegweisers ein. Oben am Hang stand ein Haus, da müsse sie doch sicher sein.
Die Hitze und der große Asphaltanteil hatten mich schon ziemlich geschafft. Und da soll ich jetzt noch hinauf kraxeln? Und wieder über aufgeheizten Asphalt? Menno...

Oben bei dem Haus angekommen war ich völlig fertig und keine Mühle weit und breit. Endlich bemühte Schatz das Smartphone. Besagte Mühle wäre von dort aus noch gute 45 Minuten entfernt gewesen - und wir hätten den ganzen Weg auch wieder zurück gemusst :-/ Das war uns dann beiden zu viel des Guten.
"Blüte der Jugend"

Also kehrten wir wieder um. Genossen auch auf dem Rückweg die Kunst am Wegesrand und gingen dann unserem Wanderzeichen weiter nach - wie wir es gleich hätten tun sollen ;-)

Inzwischen war auch meine Kamera wieder getrocknet und ich konnte noch das ein oder andere gute Bild mit ihr machen. Scheinbar hatte sie das kurze Bad im Brunnen doch gut überstanden und ich war heilfroh :-)
Nun brauchten wir nur noch der Wilden Gutach bis zum Auto zu folgen. Vorbei an einem Eiskeller (einer kleinen Höhle im Felsen, aus der es wirklich eisig heraus wehte!) und vorwitzigen Ziegen folgten wir dem Fluss weiter.
 

Wieder am Auto bemerkten wir, dass der kleine Kiosk in der Mühle am Parkplatz geöffnet hatte und kauften dort noch ein Eis. Das genossen wir im Kofferraum sitzend, bevor wir den Heimweg antraten.

Der Mühlenrundweg ist schön, hat aber einen doch recht hohen Asphaltanteil. Für die gut 10 km waren wir 2,5 Stunden in Bewegung und insgesamt 4 Stunden unterwegs.
Eine Woche später sollte sich herausstellen, dass die gute Kamera das kurze Bad im Brunnen nur kurzfristig überstanden hatte. Nachträglich hat sich leider irgendein Sensor verabschiedet, der jetzt jedes Bild, das außerhalb der Wohnung aufgenommen wird, völlig überbelichtet - ja fast weiß - erscheinen lässt :-( Für Outdoor-Aufnahmen ist sie so natürlich nicht mehr zu gebrauchen und ich trauere ihr arg hinterher. 
Lange habe ich nach einer neuen gesucht, die nicht zu teuer ist und ähnlich funktioniert wie die alte. Als ich dann endlich fündig wurde und bestellte, hatte ich schon große Vorfreude. Aber die Lieferung verzögert sich :-/ 

Inzwischen ist sie aber eingetroffen und die ersten Testbilder auf dem Balkon sind zufriedenstellend. Ich freue mich schon auf die erste Wanderung mit ihr :-)







Donnerstag, 13. Mai 2021

Von Zähringen zum Schlossberg und zurück

[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]



 
Diese Wanderung haben wir bereits am 18. April 2021 gemacht. Die Woche war geprägt von Bilderbuch-Aprilwetter. Das Wetter Hin und Her bescherte mir oft Probleme mit dem Kreislauf, Kopfschmerzen und Co. So war es leider auch an diesem Tag. Als wir losliefen, merkte ich noch nichts. Und so starteten wir unsere Tour, wie so oft, an der Haltestelle "Reutebachgasse". Von dort ist es nur ein Katzensprung hinauf in den Wald.
Unser Rundweg, Karte von Komoot
 
Wir folgten der Reutebachgasse hinauf bis zur Bahnbrücke. Diese unterquerten wir und bogen direkt dahinter rechts in den Rötebuckweg. 
Dort ging es immer weiter hinauf, denn Schatz wollte mal einen anderen Weg hinauf wandern, als immer durch die Altbachschlucht. Unser Ziel war es, den Rosskopf zu erklimmen. Denn dort oben waren wir 2021 bisher noch gar nicht.
Den Rötebuckweg liefen wir bis ganz oben. Und dann ging es zwischen den letzten Wohnhäusern hindurch direkt in den Wald hinein. Hier merkte ich nun doch, dass ich nicht ganz auf der Höhe war. Wenn ich den Kopf nach links drehte, wurde mir etwas schwindelig. Wenn die Pumpe beim bergauf laufen zu heftig ging, bekam ich Kopfschmerzen. Nicht so toll...
Der Weg durch die Altbachschlucht wäre nicht weniger anstrengend gewesen, von daher war es völlig wurscht, dass wir dieses Mal einen anderen Weg gewählt hatten.

Oben im Wald kamen wir auf dem Hebsackweg heraus, der direkt zu den Hebsackwiesen führt, von wo aus man diesen herrlichen Blick über die Stadt hat.
Es war allerdings auch inzwischen klar, dass ich es in meinem "Zustand" nicht bis auf den Gipfel des Rosskopfes schaffen würde. Wir wanderten also noch das Stückchen zur Ladstatt hinauf und überlegten, wo es nun weiter gehen könnte.
Am Ende entschieden wir uns, dem Fuchsköpfleweg ein Stück zu folgen. Den sind wir vor Ewigkeiten schonmal gegangen. Der bleibt schön oben im Wald, ohne dabei allzu steil zu werden.
Und dann berieten wir an jeder Kreuzung neu, wo unsere Wanderung weiter gehen würde :-) Das war irgendwie spannend, da wir ja vorab nicht wussten, wo uns der Weg hinführen würde.
Die keimende Eichel sieht aus wie ein Alien :-D
 
So kam es, dass wir auf "unserem" Rosskopf, auf dem wir schon zig Mal waren, tatsächlich doch noch einen uns unbekannten Weg entdeckten und spontan entschlossen, diesem zu folgen.
Der Bruderhausweg führte dann doch nochmal ein kleines Stückchen hinauf. Vorbei an plätschernden Waldbächen, die an manchen Stellen kleine Teiche bildeten ging es weiter hinauf. An einem dieser kleinen Tümpel sahen wir tatsächlich ein Entenpärchen - mitten im Wald!
Wir sahen blühende Weiden. Zumindest von der Blütenform her handelte es sich um eine Weidenart, denn die ähnlichkeit mit den flauschigen Weidenkätzchen ist unverkennbar :-)
Irgendwann teilte sich der Weg dann nocheinmal. Der neue Abzweig hieß tatsächlich "Schokoladenweg". Sehr geil! Den müssen wir auch nochmal irgendwann abgehen. Aber dieses Mal ließen wir ihn links liegen und folgten dem Bruderhausweg weiter.
Da die Anstrengung sich die letzten Kilometer in Grenzen hielt, ging es auch meinem Kreislauf wieder etwas besser und der Schwindel beim drehen des Kopfes ließ nach. Die Kopfschmerzen wurden weniger, verließen mich aber nicht ganz.
Buchfink im Tarn-Modus
 
Am erstaunlichsten fanden wir die Tatsache, dass wir uns "nur" auf der kleinen grünen Halbinsel bewegten, die in die Altstadt hinein ragt. Und obwohl die Stadt so furchtbar nah war, hörten wir dort im Wald nichts, außer den Wind in den Ästen und das Gezwitscher der Vögel. Es war herrlich ruhig. Da wir uns auch abseits der offiziell ausgewiesenen Wanderwege des Schwarzwaldvereins hielten, begegneten uns kaum andere Menschen.
Ein Blick in die Wanderkarte machte uns klar, dass wir direkt auf den Schlossberg zuhielten. Wir waren schon kurz vor den Sieben Linden! Da sich bisher kein gescheiter Rastplatz aufgetan hatte, nahmen wir den nächstbesten Baumstamm am Wegesrand als Bank. Denn wenn wir erstmal wieder unten auf dem Burghaldenring wären, wäre es mit der herrlichen Ruhe vorbei.
 
Wir machten also eine schöne kleine Pause. Es war nicht richtig kalt, aber sonderlich warm war es an dem Tag auch nicht. Uns wurde schnell kalt und daher wanderten wir bald weiter.
Vorbei am Katharinenbrunnen und dem Weberstein ging es auf einem schönen schmalen Pfad wieder hinab.
Auf dem Burghaldering angekommen, war es tatsächlich mit der Ruhe vorbei. Unglaublich viele Menschen unterwegs. Wie immer auf diesem Weg. Und doch sah es hier irgendwie ganz anders aus als sonst. 

Leider haben sie auch hier unmengen an Bäumen schlagen müssen und die Stämme stapelten sich Meter hoch am Wegesrand. 
In einer Pfütze am Wegesrand konnten wir eine Amsel beobachten. Mir gelang ein Bild, bevor die nächste lärmende Wandergruppe den Vogel wieder verscheuchte.
 Kurz vorm Krottenweiher wurden wir von einer Krähe beäugt, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließ.
 Und am Krottenweiher (südbadisch für Kröten-Weiher) fanden wir tatsächlich jede Menge Froschlaich :-) Nicht mehr lange, und dort wimmelt es wieder von Kaulquappen.
 
Den Wald verließen wir oben am Panorama Hotel. Wir folgten der Eichhalde und Sonnhalde oben durch den Stadtteil Herdern. 
Durch die Straße "Sonnhalde" sind wir schon ewig nicht mehr gelaufen. Leute die dort wohnen haben zumeist mehr als reichlich Geld. Denn die exklusive Aussicht dort oben muss mitbezahlt werden.
Fasziniert war ich mal wieder von der Mischung an Häusern. Es gibt sehr alte Häuser, die richtig gemütlich mit halbwilden und grünen Gärten daher kommen. Kleine Hexenhäuschen, teils mit Fachwerk. Richtig schnuckelig. Und direkt daneben diese klotzigen, klobigen Neubauten mit viel Fensterfläche und Steingärten - grau und trostlos. Sollte ich jemals im Lotto gewinnen und mir ein Haus dort oben leisten können, dann würde ich definitiv eines der älteren bevorzugen :-)
Über die Hintere Steige - eine ewig lange Treppe zwischen den Häusern - ging es wieder hinab zum Bahndamm. Wir kamen direkt hinter dem Zähringer Sportplatz heraus und folgten dem Weg durch den kleinen Park.
Nur noch ein paar hundert Meter bis zur Haltestelle "Tullastraße", von wo aus wir den Heimweg antraten.

4 Stunden waren wir an diesem etwas grauen April-Tag unterwegs. Davon 3 Stunden reine Gehzeit für die knapp 13 km lange Runde :-)