Freitag, 28. August 2020

Sauerland-Urlaub 2020 - Tag 9 (Grönebacher Dorfpfad)

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Unsere letzte Wanderung in diesem Urlaub. Meinen Blasen ging es nach den ruhigeren Tagen schon wieder deutlich besser. Geplant war eine Tour samt Hängebrücke oben bei Schmallenberg. Aber das Wetter entpuppte sich als ziemlich heikel. Da wollten wir wirklich nicht erst noch eine Stunde Auto fahren. Eine Alternative war schnell gefunden. Der Dorfpfad im nur 15 Minuten entfernten Grönebach sollte es stattdessen werden. Ich sag es gleich vorweg: Beste Entscheidung an diesem wechselhaften Tag :-)
Grönebacher Dorfpfad, Karte von Komoot
Der Grönebacher Dorfpfad ist 11 km lang. Wir kannten ihn bisher noch nicht. Start ist am Wanderportal in der Ortsmitte.
Dort gibt es einen kleinen kostenfreien Parkplatz, auf dem wir an diesem Tag auch noch einen Stellplatz ergattert haben - unter der Woche ist dort wirklich nicht so viel los.
Es ging ein Stückchen zwischen den Häusern hindurch und dann einen recht steilen Wiesenweg hinauf. Mit so einem kurzen, aber knackigen Anstieg hatte ich nach so wenigen Metern echt nicht gerechnet. Wir kamen das erste Mal so richtig ins Schwitzen. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein :-D
Einmal oben über die Straße und weiter auf schmalen Pfaden. Natürlich ging es noch weiter hinauf, allerdings nun nicht mehr ganz so steil.
Am Ende des Pfades gelangten wir zur Schutzhütte "Schlade". Hier gibt es auch eine große Infotafel zur historischen Königsstraße.


Der Königsstraße - die heutzutage auch als schmaler Pfad daher kommt, folgten wir ein kleines Stückchen weiter. Der Dorfpfad ist super ausgeschildert. Entweder mit dem Schild "Dorfpfad" oder mit dem Grönebacher Ortswappen. Verlaufen ist hier nicht möglich!
Alte Königsstraße

Über einen schönen Wiesenweg ging es noch einen weiteren Hügel hinauf. Von dort oben hatten wir dann gleich die erste tolle Aussicht, nach nichtmal 2 km.


Die Wald- und Wiesenpfade blieben uns noch lange erhalten und wir fanden schon jetzt, das der Dorfpfad den "Pfad" im Namen wirklich verdient hat :-)


Vom Weg aus immer wieder schöne Aussichten auf Grönebach und/oder Hildfeld. Im Steinbruch wurde fleißig gearbeitet, so dass wir öfters mal dachten, jetzt zieht doch ein Gewitter auf. Aber es war bloß das Donnern aus dem Steinbruch bei Hildfeld :-D Der Himmel war zwar ziemlich bewölkt, aber es blieb trocken.

Nach einer Weile gelangten wir zum Freistuhl Grönebachs, der ehem. Gerichtsstätte. So einen Stein mit Schwert darauf haben wir in diesem Urlaub nun schon zum 3. Mal gesehen. Hier war interessant, dass die Stelle so weit außerhalb des Ortes lag.


Durch einen kleinen Wald ging es weiter. Aber nur kurz. Dann hatten wir wieder einen Wiesenweg unter den Wanderschuhen. Unzählige Bauten von Trichternetzspinnen fanden sich dort.

Und eine große braune Motte (?). Wie sie genau heißt, konnte ich nicht herausfinden. Es gibt welche, die sehr ähnlich aussehen, aber dieses markante Muster auf den Flügeln, konnte ich nicht ausfindig machen. Der pelzige Nacken dieses Falters war besonders erstaunlich.

Auch ein paar Schmetterlinge sind uns an diesem eher trüben Tag begegnet. Aber auch im Sauerland sind uns dieses Jahr erschreckend wenig Schmetterlinge über den Weg geflattert. Die Jahre zuvor waren es deutlich mehr.


Auch auf Pilze mussten wir dieses Jahr weitestgehend verzichten. Wir sammeln sie ja nur auf Fotos. Aber bis zu dieser Tour konnten wir keinen einzigen entdecken. Und dann: ein winzig kleiner Pilz auf dem Wiesenweg :-) Wie schön! Und er sollte auf dieser letzten Tour im Urlaub auch nicht der letzte gewesen sein.

Wieder ging es ein Stückchen durch den Wald. Ein paar Reste von meinem liebsten Fingerhut fanden sich dort. Aber die meisten Pflanzen sind schon lange verblüht.

Ein weicher Wiesenweg brachte uns dann hinab nach Hildfeld. Kurz vor dem Ort fanden wir auf einer Weide eine Schafsherde.
Nur ein paar hundert Meter weiter grasten Kühe auf der Wiese. Der Blick öffnete sich ein bisschen ins Hilletal. Hinter dem Hillebachsee bei Niedersfeld mündet die Hille in die noch junge Ruhr.



In Hildfeld mussten wir dann - mal wieder - diese verfluchte Landstraße überqueren. Das mussten wir im letzten Jahr schon - an genau dieser Stelle - als wir den Kleinbahnwanderweg gegangen sind. Hier ist 70er Zone. Der Wanderweg kreuzt die Straße direkt vor einer Kurve. Man kann nicht sehen, ob aus Richtung Grönebach die Raser angerauscht kommen.
Wir lauschen. Alles ruhig. Nichts wie rüber! Auf der anderen Seite geht es nur ein paar Meter an der Straße entlang und dann gleich wieder auf einen schmalen Pfad.

Der Pfad führt hinter dem Sportplatz von Hildfeld entlang. Zumindest war dort letztes Jahr noch der Sportplatz. Inzwischen ist der Sportplatz Geschichte und man kann auf dem Gelände nun Adventure Golf (Minigolf) spielen.
Wir wandern auf dem Pfad an der neuen Minigolf-Anlage vorbei und stellen fest: Wir sind auf dem Kleinbahn-Wanderweg. Auf dem kurzen Teilstück, das wir letztes Jahr wegen schlechter Beschilderung "verpasst" haben! Naja, dann holen wir das eben nun nach ;-)
Und so kamen wir, dank des unbeständigen Wetters mit einem Jahr Verspätung in den Genuss, die ehemalige und noch gut erhaltene Kleinbahnbrücke bei Hildfeld zu bestaunen. Komplett mit einem Gleispaar :-)
Auf der ehem. Kleinbahnbrücke
Von der Bauweise her ähnelt die Brücke sehr der Brücke der alten Bundesstraße bei uns im Höllental, unten in der Ravennaschlucht. Die ist auch mit so schräg versetzten Bögen gebaut :-)
ehem. Kleinbahnbrücke
Nach der Kleinbahnbrücke geht es wieder sehr steil hinauf. Wir sind froh, dass wir den Weg im Uhrzeigersinn laufen und hier nicht hinab klettern müssen. Der Boden ist sehr lehmhaltig und feucht vom Regen. Es ist sehr rutschig. Rauf geht aber einigermaßen. Runter hätten wir uns sicher auf die Nase gelegt.

Oben angekommen schwitzen wir ziemlich. Aber es ist eine Schutzhütte in Sicht. Hier wollen wir Rast machen. Die Aussicht ist auch top. Die Bank trocken. Was will man mehr. Wir haben Hunger und Durst.

Neben unserer Rasthütte steht das Gras in voller Blüte. Kein Wunder, dass ich in den letzten Tagen so viel mit meinem Heuschnupfen zu kämpfen hatte. Rund um Freiburg sind die Gräser schon fertig. Nach der Rast gehen wir weiter. Es fängt leicht an zu tröpfeln.
Irgendwann ist es leicht am regnen. Ich packe meine vor ein paar Tagen erstandene Regenjacke aus. Sie trägt sich super. Das Wasser perlt von ihr ab. Prima!
Keine hundert Meter weiter, ist das Schäuerchen schon vorbei. Regenjacke wieder aus. Auch gut. Ohne Jacke schwitzt man nicht so viel. Denn trotz des trüben Wetters haben wir 22 Grad. Viel zu warm für eine Jacke, sei sie auch noch so dünn.
Von einem weiteren Wiesenweg haben wir wieder eine schöne Sicht auf Grönebach. Ich sehe von hier oben das Haus von Tante Mia und Onkel Heini. Als Kind habe ich dort mehrere Wochenenden verbracht und erinnere mich gerne an das große Bett im Gästezimmer unter dem Dach und dass man durch die Garage musste, um zur Toilette zu kommen - früher war dort der Stall :-)

Wir kommen an einer weiteren Viehweide vorbei. Der Bulle beäugt uns nur kurz und grast ruhig weiter. Wir sind wohl uninteressant.




Viele Hummeln sind hier oben auf der Höhe unterwegs. Ein paar lassen sich brav ablichten. Manche huschen sofort von dannen.
Dann öffnet sich der Blick Richtung Küstelberg. Dahinter im Tal liegt Medebach. Dort, wo die fiesen dunklen Wolken aufragen. Wir haben wohl wirklich alles richtig gemacht heute :-)
Dunkle Wolken Richtung Medebach
Auf der Wiese am Wegesrand stehen lauter weiße "Bälle". Ob das wohl Champignons sind? Wir lassen sie lieber stehen.




Wir kommen zur Antoniuskapelle zwischen Küstelberg und Grönebach. Gefühlt sind die 11 km hier schon lange rum.


In dem Waldstückchen unterhalb der Kapelle finden wir einen Pilz, der aussieht wie ein....Phallus! Erst im Internet konnte ich nachlesen, dass es sich um eine Stinkmorchel handelt und dass sie in diesem Zustand in manchen Gegenden auch Leichenfinger genannt wird. Verrückte Welt :-D


Der Dorfpfad führt uns zuerst hinab an die Landstraße zwischen Küstelberg und Grönebach, die wir auch mit dem Auto gefahren sind. Hier müssen wir rüber. Wieder eine richtig blöde Stelle. Schwer einsehbar und rasende Autos - hier sind 100 km/h erlaubt! Wir lauschen wieder. Und rennen!
Und dann geht es an einer Baumschule wieder über einen Wiesenweg hinauf. Hoch hinauf. Ich schnaufe. Ich schwitze. Jetzt muss aber mal langsam gut sein. Sind wir nicht bald da?

Dann lugt das Gipfelkreuz vom Eggekopf zwischen den Bäumen hindurch. Endlich oben! Kurz danach werden wir wieder mit Weitblick belohnt.



Nochmal ein Waldstück. Und in diesem Wäldchen dann eine richtig große gelbe Koralle. Ich weiß auch nicht, aber dieser Pilz hat es mir irgendwie angetan :-)
Wir kommen zum Entengarten. Ein toller Rastplatz mit Grillstelle, Teich und zwei Schutzhütten. Enten haben wir zwar keine gesehen, aber dafür riesig große Libellen. Leider blieb keine lang genug an Ort und Stelle, um sich knipsen zu lassen.


In der größeren der beiden Hütten hingen lauter Wegezeichen. Auch aus weiter entfernten Gegenden. Die hat jemand dort gesammelt. Auch vom Schwarzwaldverein haben wir ein Zeichen gefunden :-) Die Welt ist klein.

Zwischen den Hütten hindurch führte uns der Weg weiter auf einem schmalen Waldpfad. Der war an manchen Stellen halb verwachsen, führte um einen umgestürzten Baum herum und an anderen Stellen war er halb ausgewaschen.

Weiter unten wurde er dann sehr wurzelig, ließ sich aber dennoch deutlich besser gehen als im oberen Abschnitt.

Am Ende kamen wir wieder an zwei Weiden hinaus. Auf der einen lagen Ziegen, auf der anderen niedliche Alpakas.

Durch ein niedriges Gatter folgten wir dem Dorfpfad weiter. Schon bald waren wir wieder in Grönebach und hatten die Häuser unter uns.

Dann noch ein kurzes Stückchen Straße und wir waren wieder am Auto.
Also, der Grönebacher Dorfpfad hat seinen Namen wirklich verdient. Er besteht zu 70 % aus schmalen Pfaden und zu 30 % aus breiteten Wald- und Wiesenwegen. Die paar Meter Asphalt sind hier wirklich zu vernachlässigen. Einer der schönsten Wege, die wir in dieser Gegend bisher gewandert sind und daher definitiv weiterzuempfehlen :-) Der Dorfpfad hatte wirklich nur 11 km, die uns aber irgendwie länger vorkamen. Wir waren reichlich 4 Stunden unterwegs, dabei hatten wir nur 2,5 Stunden reine Gehzeit :-)

Mit dem Wetter hatten wir auch richtig Glück. Denn sowohl Richtung Medebach - wo wir her kamen - als auch Richtung Schmallenberg - wo wir ursprünglich hin wollten - waren richtig dunkle Wolken unterwegs.

Trocken blieb es bis Küstelberg. Ab dem Schlossberg bis Medebach hinab hat es wie aus Kübeln gegossen. Wir hatten, bis auf die paar Tropfen, einen trockenen Wandertag in Grönebach. Was will man mehr? :-) Die Tour bei Schmallenberg heben wir uns dann für's nächste Mal auf.

Zuhause angekommen haben wir uns noch ein Stück Kuchen besorgt. Dabei sind wir ordentlich nass geworden. Geduscht haben wir auch noch und Abends kam Mama mit Sina wieder vorbei und wir hatten einen schönen Abend zusammen.

Montag, 24. August 2020

Sauerland-Urlaub 2020 - Tag 5 (Wanderung von Eppe nach Medebach)

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Wir haben ausgeschlafen und am Morgen waren auch die Blasen über den Blasen wieder etwas besser. Blasenpflaster ließen sich nur zwischen den Zehen überhaupt nicht richtig anbringen, daher habe ich es gelassen.
Nach dem Frühstück war ich einkaufen. Ein bisschen Wasser, ein bisschen Obst und ein paar Kleinigkeiten die noch fehlten. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, die neue Milch-Tankstelle eines mir gut bekannten Bauern aufzusuchen und mir dort frische Milch zu zapfen. Klar, die ist etwas teurer als die Milch aus dem Supermarkt. Aber das Geld kommt zu 100 % bei Michael an und frischer geht es wirklich nicht - FAST wie direkt von der Kuh ;-) Ich werde mir einen Liter mit nach Freiburg nehmen, wenn unser Urlaub endet!
Vom Einkauf zurück war Schatz dann auch soweit und Papa fuhr uns nach Eppe. Dort ließ er uns raus. Vorher hatte er uns einen tollen Wanderweg erklärt - durch's Aartal bis nach Münden. Laut der Karte sollte der etwa 12-15 km haben. Den wollten wir gehen.
Unsere Strecke, Karte von Komoot
Papa ließ uns also im Aartal bei Eppe raus - wegen uns hätte er gar nicht so weit aus dem Ort raus fahren müssen - und wir wanderten von dort immer am Fluss Aar entlang durch das Tal.

Blick zurück auf Eppe
Am Anfang wieder auf einem geteerten Wirtschaftsweg. Aber ein paar Insekten haben wir am Wegesrand entdeckt. Leider haben die uns auch entdeckt. Ich wurde auf dem Stückchen gleich 5 Mal von einer (oder verschiedenen?) Bremse angefallen. Mistvieh!

Unter den Bäumen im Schatten konnte man es gut aushalten. Aber an manchen Stellen im Aartal hatte sich so viel schwülwarme Luft gesammelt, dass mir plötzlich die Brille beschlug. Wir kamen uns vor, als würden wir durch das Palmenhaus eines Botanischen Gartens wandern. Puh! Das war echt anstrengend. Dabei war es mit knapp 25 Grad endlich einmal nicht so extrem warm.



Ein klitzekleines Stückchen mussten wir an der neu gemachten Landstraße nach Goddelsheim entlang. Aber mit dem breiten Seitenstreifen und dem wenigen Verkehr unter der Woche, war das kein Problem.
Wir erreichten die Aarmühle. Erst ab hier konnten wir auf Waldwegen weiter wandern.
Die Aarmühle
Für eine ganze Weile war der Wegweiser vom Lichtenfelser Panoramaweg unser Begleiter. Aber wir konnten diesem Weg nicht die ganze Zeit folgen.
Zwischendurch fing es auch leicht an zu regnen. Es war nicht genug, um die Regenjacken auszupacken, aber genug, um meine Mütze aufzusetzen, um die Brillengläser trocken zu halten.
Das Aartal
Die Aar führt noch recht viel Wasser. Im Vergleich zur bereits an vielen Stellen trockenen Gelänge flossen hier richtige Wassermassen durch das Tal.


Die alte Brücke mit dem rostigen Geländer war nur wenig vertrauenserweckend. Am Rand bröselte der Beton weg, das Geländer hatte auch schon bessere Zeiten erlebt. Schnell ein Foto und nichts wie rüber :-)

Kurz vor einem Hof hatten wir dann wieder Asphalt unter den Sohlen. Dafür trafen wir unterwegs auf eine Weinbergschnecke und einen Mini-Frosch.


Am Wegesrand blühte die Heide und die hohe Luftfeuchtigkeit saugte regelrecht an unseren Kräften.

Kurz vor den Fischteichen hätten wir nun links wieder auf einen schönen Waldweg abbiegen sollen, um der Aar weiter nach Münden zu folgen. Leider war genau dieser Waldweg an diesem Tag gesperrt. Holzernte! Na toll. Da wir von der Straße aus die Waldarbeiter sowohl sehen, als auch Kettensägen und Äxte hören konnten, blieb uns leider nichts anderes übrig, als rechts an den Fischteichen vorbei zu wandern.


So blieb uns leider auch der Asphalt erhalten - und zwar noch bis nach Medebach hinein. Je näher wir den Fischteichen kamen, desto mehr stank es. Wir sahen auch bald den Grund für diesen fiesen Geruch: Fischkadaver! Irgendwelche Vögel haben sich wohl Fische aus den Teichen geschnappt, um diese am Wegesrand zu verputzen. Denn am Straßenrand lagen etliche tote, halb gefressene und halb verweste Fische herum und stanken zum Himmel. Nichts wie weg hier!
Waldecker Grenzstein
Dafür erblickten wir kurz hinter den Fischteichen einen braunen Hintern, der über die Straße huschte. Später konnten wir das Reh durch die Bäume hindurch sehen :-)


Meine Füße bzw. die Blasen an selbigen machten auch schon wieder Zicken. Von daher war der Unmut darüber, nun doch nicht den gewünschten Weg wandern zu können, schnell verflogen. Noch knapp 3 km bis nach Medebach. Kurz vor dem Ort haben wir dann endlich eine Bank gefunden, auf der wir mal rasten konnten. Ich war total platt. Die Schwüle Luft hier ist so mega anstrengend.
Medebach ist schon in Sicht
Wir folgten dem Weg einfach immer geradeaus weiter. Vorbei an der Biogasanlage, vorbei am Industriegebiet. Am Ende kamen wir am Friedhof wieder heraus und begaben uns ohne Umwege wieder nach Hause.
Eine Minute, bevor wir Papas Haus erreichten, rief er bei mir an und wollte wissen, ob er uns schon in Münden abholen könnte. Er war ziemlich überrascht, als wir plötzlich in der Tür standen :-)


Daheim dann nur noch Schuhe aus. Füße hoch. Für den nächsten Tag waren viele Gewitter und immer wieder Regen angekündigt. Wir haben uns also entschlossen, einen "Gammeltag" einzuschieben. Keine Unternehmungen, keine Wanderungen. Einfach nur Füße erholen lassen und hoffen, dass wir die eine geplante Tour vielleicht Anfang der nächsten Woche noch machen könnten. Auf die hatte ich mich nämlich schon besonders gefreut. Aber für die müssten mich meine Füße nochmal 17 km tragen.

Von den für diesen Tag geplanten 12-15 km hatten wir am Ende nur etwas über 9 km, da wir ja statt nach Münden nach Medebach laufen mussten. Am Ende war das nicht so schlimm, denn wir waren auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit so fertig, als seien wir 25 km gelaufen.


Nachmittags kam Mama mit dem Hund noch vorbei und brachte den restlichen Kuchen mit, den wir dann genüsslich verputzt haben.

Zum Abendessen gab es einen Texas Bohnen-Eintopf und wir haben noch einen schönen Abend zusammen verbracht, bevor das Bett rief.