Dienstag, 28. Juli 2020

Wanderung zur Eichelspitze und Katharinenkapelle im Kaiserstuhl

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Am Samstag wollten wir wandern. Also: Wohin? Die Frage war eigentlich schnell geklärt, denn seit Wochen juckt es mich schon, diesen einen Weg zu gehen, den wir im Februar angefangen hatten und dann wegen des Sturms nach nur 3 km abbrechen mussten. Jetzt war diese Tour natürlich im Kaiserstuhl und am Samstag waren dort sehr hohe Temperaturen gemeldet. Aus Erfahrung wissen wir, dass Wanderungen bei Hitze im Kaiserstuhl sehr anstrengend sein können (es gibt kaum Schatten). Daher haben wir den Wecker auf 5 Uhr gestellt.
Kurz nach 5 Uhr am Samstagmorgen

Gegen 8 Uhr sind wir dann die knapp 30 Minuten bis nach Schelingen gefahren. Dort haben wir auf dem kleinen Parkplatz an der Sonnenuhr noch eine Lücke gefunden und los ging's.
Unser Rundweg, Karte von Komoot

Parken in Schelingen

Wir folgten der Beschilderung hinauf auf den Weinberg und weiter Richtung Eichelspitze. Vorbei an Gärten mit tollen Blüten bei noch angenehmen 18 Grad.

Als wir oben in den Reben waren, war der Anblick schon ein ganz anderer als Ende Februar. Alles Grün, die Reben voller Trauben. Richtig toll. Im Februar war es zwar von den Temperaturen her etwas angenehmer, aber da ist halt die Landschaft noch kahl und braun und trostlos.

Und während sich im Schwarzwald und in Freiburg die Insekten dieses Jahr irgendwie rar machen, hatten wir am frühen Samstag Morgen im Kaiserstuhl ein wahres Gewimmel. So viele verschiedene Schmetterlinge auf einem Haufen habe ich dieses Jahr sonst noch nirgendwo gesehen. Streifenwanzen waren allerdings die erste tierische Entdeckung, die wir an diesem Morgen machten.
Nur ein paar hundert Meter den Weinberg hinauf und schon hatte man die erste tolle Aussicht. Es sollte nicht die letzte an diesem Tag gewesen sein. Ein Blick hinab auf das Örtchen Schelingen zwischen den Terrassen des Kaiserstuhls.
An einer Ecke des Weges war ein ganzer Schwarm verschiedener Schmetterlinge zugange. Ablichten ließ sich dort allerings nur das Große Ochsenauge.
Immer höher ging es auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg durch die Reben. Selbst so früh am Morgen war es dort in der Sonne schon unheimlich warm und mir lief die Brühe nur so runter.
Letzten Samstag...

...und zum Vergleich am 23.02.2020

Dann lief ich an einer Pflanze vorbei...war da nicht was?....nochmal zurück. Tatsächlich. Weiß auf weiß hockte dort eine veränderliche Krabbenspinne auf der Blüte. Diese Spinne habe ich auch schon in giftgrün und zitronengelb gesehen.

Weiter oben, an einem strohig-trockenen Wiesenweg, flatterten Bläulinge um unsere Beine. Sie steuerten gezielt die wenigen Blüten an, die dort oben auf der Höhe noch nicht verbrannt waren.
Hier auf diesem Höhenweg entschlossen wir uns damals, die Tour aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Man konnte damals kaum atmen, so stürmisch war es. Am Samstag ging dort oben kaum ein Lüftchen und die Aussicht war wunderbar.
Blick zum Totenkopf


Hier haben wir im Februar abgebrochen...

...denn so sah es am 23.02.2020 aus!

Der Blick zurück über diese Höhen, den trockenen Wisenweg, hatte irgendwie ein bisschen was von Mondlandschaft - wäre da nicht hinten dran der Blick ins Rheintal. Bis zum Grand Ballon in den französischen Vogesen konnten wir sehen. Gegenüber auf dem Hügel entdeckten wir das Dach unseres zweiten Ziels an diesem Tag - die Katharinenkapelle.
Blick hinüber zum Katharinenberg

Oben, am höchsten Punkt des Wiesenweges begrüßte uns der Baum der Elemente. In dem Wäldchen dahinter kampierten ein paar Leute. Wir glauben nicht, dass es Obdachlose waren, denn die Schuhe, die neben den Hängematten standen, sahen sehr hochwertig und neu aus.
Da die Leute direkt neben dem kleinen Rastplatz schliefen, haben wir uns dort nicht niedergelassen. Wir sind 200 m weiter zu einer anderen Bank gegangen und haben dort kurz gerastet und was getrunken. Auf dem Weg dorthin haben wir Unmengen an Grashüpfern aufgeschreckt. Manche hatten saphirblaue Flügel. Andere hatten feuerrote Flügel.
Nachdem wir was getrunken hatten, ging es durch einen schattigen Wald weiter hinauf bis auf die Eichelspitze.
In dem Wäldchen haben wir sogar einen Pilz entdeckt. Es sollte der einzige auf dieser Tour bleiben. Hier unten ist kein Pilz-Wetter. Zu heiß, zu trocken.

Die Eichelspitze ist mit 521 m die zweithöchste Erhebung im Kaiserstuhl. Wenn man dort oben ankommt, sieht man als erstes die durch eine Lage oberirdischer Granitblöcke nachgebildeten Strukturen einer spätmittelalterlichen Eremiten-Einsiedelei, das sogenannte Bruderhäusle.

Direkt daneben steht der 2006 eröffnete Eichelspitzturm. Er ist 42,5 m hoch. Von der Aussichtsplattform in 28 m Höhe hat man eine viel bessere Aussicht, als von dem kleineren Neunlindenturm auf dem Totenkopf.

Auf den Gedanken, dass man dank Corona ja auch auf dem beengten Aussichtsturm Maske tragen müsste, sind wir natürlich so spontan gar nicht gekommen. Weil wir aber so früh unterwegs waren, hatten wir den Turm ganz für uns alleine. Da hat es niemanden gestört, dass wir keine Masken dabei hatten :-D Hoch bin ich eh alleine - Schatz will seine Höhenangst nicht bezwingen, während ich mit meiner Konfrontationstherapie in den letzten 15 Jahren schon große Fortschritte gemacht habe :-)
Nachdem ich die 127 Stufen hochgestiefelt war - mit nur einer kurzen Panikattacke kurz vor dem Ziel - wurde ich sofort mit einem bombastischen Blick belohnt.
Blick vom Eichelspitzturm Richtung Rheintal u. Vogesen

Hinter dem Rheintal, dort wo die Vogesen beginnen, konnte ich das Chateau du Haut-Koenigsbourg ausmachen. Dort waren wir auch schon zweimal und die alte Burg ist wirklich sehenswert und sehr zu empfehlen.
Blick zur Haut-Koenigsbourg

Schatz wirkte unten auf seiner Bank klein wie eine Ameise. Mit Blick zum Schwarzwald konnte ich den Blauen und den Feldberg ausmachen und unseren Hausberg, den Rosskopf.


Blick Richtung Schwarzwald

Da ich auch den Schlossberg erkannt habe, konnte ich ungefähr ahnen, wo sich Freiburg befindet. Aber mit bloßem Auge ließ es sich an diesem Tag nicht erkennen. Da hing zu viel Dunst im Tal. Auf dem etwas bearbeiteten Bild kann man allerdings ein paar Häuser sehen und, wenn man ganz genau hinschaut, auch den Münsterturm :-)
Freiburg im Dunst

Nachdem ich die Aussicht ausgiebig genossen hatte, bin ich wieder runter. Und weil wir immer noch ganz alleine waren, haben wir auf den Bänken neben dem Bruderhäusle ausgiebig Rast gemacht.
Da wir eine Zeit lang ganz ruhig da saßen und einfach nur die Stille genossen, traute sich ein Buchfink ganz in unsere Nähe und störte sich nicht weiter an unserer Anwesenheit.

Ein Stalagtit aus Baumharz :-)

Zurück zu der Bank, an der wir vorher schon zum Trinken Halt gemacht hatten, ging es über einen anderen Waldweg. Dort konnten wir einige Kaisermäntel beobachten.
Wieder auf dem vertrockneten Wiesenweg angekommen, huschte eine kleine Eidechse vor meinen Füßen herum. Als sie mich bemerkte und sah, dass sie nirgendwo hin flüchten konnte, erstarrte sie zur Salzsäule und rührte sich nicht mehr. Zeit genug, ein Foto zu machen ;-)
Ein Stückchen ging es nun weiter über den Wiesenweg mit tollen Weitsichten über die Rebterrassen bis ins Rheintal und zu den Vogesen.
Dann wechselten wir von der offenen Landschaft wieder in einen Mischwald. Von dort wieder in eine offene Landschaft und schließlich wieder in den Wald vom Katharinenberg.

Auf dem Weg zur Katharinenkapelle kamen uns unheimlich viele Leute entgegen. Familien, Senioren und eine (wahrscheinlich chinesische) Touristengruppe. Letztere war mit Keschern im Naturschutzgebiet unterwegs. Die Sprachbarriere verhinderte, dass wir was sagen konnten.
Oben an der Katharinenkapelle angekommen, hatten wir mit einem Menschenauflauf gerechnet. Immerhin war inzwischen kurz vor Mittag und nach all den Leuten, die uns von dort entgegen kamen, hätte es uns nicht gewundert. Aber wir waren mit zwei Mountainbikern und zwei kleineren Gruppen alleine dort oben.
Unter einer großen Kastanie haben wir nochmal gerastet. Die Kapelle hat - wegen Corona - immer noch geschlossen. Daher war eine Besichtigung nicht möglich. Auch der kleine Kiosk/Imbiss dort oben, ist aktuell nicht - wie sonst um diese Zeit üblich - bewirtschaftet. Das sorgte für den Unmut einiger älterer Herrschaften, die sich scheinbar nur für ein Bierchen und eine Wurst im Brötchen den Berg hinauf begeben hatten. Wir hatten unser Vesper natürlich selbst mitgebracht ;-)
Von der Katharinenkapelle ging es dann durch den Wald wieder hinab. Am Weg fanden wir alle paar Meter historische Grenzsteine.
Der Blick öffnete sich kurz und wir konnten zurück blicken. Dort hinten kamen wir her. Vor dem Wäldchen im linken Bildrand befindet sich der Baum der Elemente und rechts ist die Eichelspitze mit Aussichtsturm.
Wieder wechselten sich offene Landschaften und Waldwege ab. Je näher wir den Terrassen kamen, desto "sandiger" wurde der Untergrund. Es handelte sich allerdings nicht wirklich um Sand, sondern um Löss.
Löss-Hohlweg am Kaiserstuhl


Durch eine Viehweide ging es nun hindurch und wieder hinab Richtung Schelingen. Der Weg, den wir hier eigentlich gehen wollten, existierte allerdings nicht mehr, oder der Einstieg war so versteckt, dass wir ihn übersehen haben. So sind wir weiterhin den Wegweisern des Schwarzwaldvereins gefolgt.
Unten im Tal kamen wir an einem kleinen Bauernhof vorbei, bei dem Strauße auf der Wiese waren. Die hatten wir im Februar schon weiter oben auf der Wiese entdeckt und waren erstaunt, dass Strauße im Kaiserstuhl gehalten werden.
Direkt vor dem Hof auf dem Weg gackerten ein paar Hühner wie wild und rannten dann aufgescheucht rüber zur Scheune. Wir haben zuerste gedacht, sie hätten uns bemerkt und wir hätten sie verschreckt. Aber nicht wir waren die "Erschrecker". Denn als wir um die Biegung kamen, sahen wir den Pfau mit aufgestellten Federn. Der muss die Hühner verjagt haben :-)
Nachdem wir den Hof passiert hatten, wurde der Waldweg wieder zu einem asphaltierten Wirtschaftsweg. In der prallen Sonne hatte sich der Weg bereits ordentlich aufgeheizt, so dass die letzten 1-2 km wirklich anstrengend wurden, da wir nun die Hitze von oben und unten abbekamen.
Auf den letzten paar hundert Metern nach Schelingen, kamen wir an diversen Obstbäumen vorbei. Birnen, Zwetschgen und Äpfel trugen reichlich Früchte.



Direkt am Parkplatz konnte ich dann noch einen letzten Schmetterling in einem Garten ablichten, einen Admiral. Dann haben wir am Auto Fenster und Türen aufgerissen, um die Hitze hinaus zu lassen.
Schwitzend ging es wieder ab nach Hause, wo wir gegen 14:00 Uhr ankamen. Unterwegs waren wir fast 5 Stunden! Die reine Gehzeit betrug allerdings nur gute 3 Stunden. Zurückgelegt haben wir 12 km. Die Tour war echt schön, aber sobald das Thermometer über 20 Grad steigt, wird es für so hitzeempfindliche Menschen wie mich, ziemlich unangenehm im Kaiserstuhl.

Sonntag, 26. Juli 2020

Schluchseer Jägersteig - Vol. 2

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Am letzten Sonntag waren wir im Schwarzwald wandern. Und zwar die Tour, die wir am Wochenende davor schon machen wollten und dann spontan umwerfen mussten, weil wir blöderweise die Zeit nicht richtig im Blick hatten ;-)
Jägersteig, Karte von Komoot

Dieses Mal sind wir aber mit dem Auto gefahren - was sich am Ende noch als gut erweisen sollte. Es ging ins knapp eine Stunde entfernte Aha am Schluchsee. Dort hatten wir einen großen Parkplatz hinterm Bahnhof ausfindig gemacht. Nur stand leider nirgendwo, dass der auch kostenpflichtig ist. Zum Glück hatten wir noch genug Kleingeld dabei. Für 4,50 EUR durften wir 4 Stunden parken.
Vom Parkplatz aus sind wir den Jägersteig gewandert. Den haben wir vor 3 Jahren schonmal gemacht - aber damals noch ohne Stempelbuch ;-) Und weil wir noch den vollen Campingplatz vom Titisee im Hinterkopf hatten, haben wir uns auch dieses Mal entschlossen, den Weg wieder "verkehrtherum" zu wandern.
Es ging also direkt hoch. Erst über breite, dann über immer schmaler werdende Waldwege bis hinauf auf den Bildstein.


Knapp unterhalb des Bildsteins fanden wir ein Waldsofa mit toller Sicht auf den Schluchsee. Als wir vor 3 Jahren hier waren, gab es nur eine normale Bank mit Tisch - die steht auch noch da. Auf dem Waldsofa haben wir noch kurz gelegen und die Aussicht genossen bevor es die letzten 200 m auf den Bildstein hinauf ging. Sogar die Schweizer Alpen schälten sich vor einer Woche zaghaft aus dem Dunst.

Die Aussicht vom Bildstein war mal wieder super. Natürlich auch von dort Alpensicht - zumindest ein bisschen. So nah - und doch so fern.



Bis dort waren wir noch ziemlich alleine unterwegs. Der restliche Weg bis zurück zum Auto glich einer kleinen Völkerwanderung. Immer wieder kamen uns größere und kleinere Wandergruppen entgegen. Vom Sprachmuster her zu 90 % nicht aus dieser Gegend. Wir waren froh, entgegengesetzt zu wandern. So mussten wir die Gruppen nur kurz passieren, und hatten sie nicht ständig vor und hinter uns. Das war ja vor 3 Jahren etwas anders.
Vom Bildstein ging es auf schmalen Pfaden weiter durch den Wald. Links und rechts viele Heidelbeersträucher - aber ohne Früchte. Ein paar Pilze haben wir entdeckt - alle herausgerissen oder zertrampelt. Ziemlich viel Müll am Wegesrand - das ist uns in den letzten Wochen schon öfters aufgefallen. Die große Chipstüte die ich fand, habe ich direkt mal eingesammelt und entsorgt.
Schatz wollte noch wissen, wieso ich den Müll von anderen Leuten aufsammle... Hallo? Was für eine blöde Frage. Soll der etwa in der Natur liegen bleiben? Wir wollen doch noch lange was von den hiesigen Wäldern haben. Da nehme ich doch den Müll von irgendwelchen Idioten mit, die sonst nie in den Wald gehen und keinen wirklichen Bezug zur Natur haben. Ich überlege tatsächlich schon länger, mir so eine Müllzange zu kaufen und in den Wanderrucksack zu stecken. Denn teilweise lasse ich auch fremden Müll liegen, weil es mich ekelt, ihn mit bloßen Händen anzufassen. Wie stand es so schön auf den Friday For Future Plakaten? "Es gibt keinen Plan(et) B".

Zurück zur Wanderung ;-) Die letzten Herbst- und Frühjahrsstürme haben da oben arg gewütet. Der Wind hat breite Schneisen in den Wald geschlagen. Einerseits traurig, andererseits toll. Denn durch den Windbruch ergeben sich völlig neue Aussichten auf den Schluchsee :-)
Schmetterlinge haben wir ein paar gesehen. Nicht so viele wie die letzten Jahre. Aber zumindest mal was anderes als Kohlweißlinge und Zitronenfalter ;-) Vielleicht wären es mehr gewesen, wenn nicht so viele Menschen unterwegs gewesen wären. Wer weiß.
Irgendwas stimmt mit Hasi nicht :-D

Aber auch Zecken hatten wir keine. Obwohl die Wege zum Teil sehr dich bewachsen waren und immer wieder Grünzeug an unseren Beinen entlang streifte. Da hatten die vielen entgegenkommenden Wanderer wohl schon "durchgeputzt" ;-D
Immer wieder gab es Infotafeln zur Jägerei am Schluchsee. Und auch an einem historischen Dreiländereck kamen wir vorbei.


historischer Drei-Länder-Eck-Grenzstein

Oben im Wald bleiben die Wege zum größten Teil schmale Pfade. Sowas lieben wir ja :-) Erst weiter unten, an einem breiteren Weg, fanden wir dann die Stempelstation des Jägersteigs. Und wir kassierten unseren vierten von 10 Stempeln :-) Bald ist Halbzeit!



Blick auf den Ort Schluchsee

Wir verließen den Wald beim eigentlichen Anfang des Jägersteigs. Von hier aus gibt es keinen Wald mehr bis zum Auto. Stattdessen geht es ein winzig kleines Stückchen durch den Ort Schluchsee bis zum See und zur Amalienruhe.









Blick über den Schluchsee zum Riesenbühlturm

Ab hier folgt man dem Seeuferweg wieder bis nach Aha und zum Auto. Der kleine Sandstand am Schluchsee war voll. Klar, es geht noch voller, aber mir wäre er zu diesen speziellen Zeiten deutlich zu bevölkert gewesen.

Zum Teil lagen die Leute sogar in der Verbotszone des Schiffsanlegers! Immer wenn das Ausflugsschiff vorbei fuhr, klatschten riesige Wellen ans Ufer - man hatte fast etwas Meer-Feeling ;-)
Vor 3 Jahren haben wir von hier aus noch die Dampflok beobachtet. Die haben wir dieses Mal kein einziges Mal gesehen oder gehört. Wahrscheinlich fährt die wegen Corona aktuell auch nicht :-(
Waren die Wanderwege oben im Wald schon voller Menschen, toppte das der Seeuferweg noch mal ein bisschen. Wir haben uns nicht wirklich wohl gefühlt und waren froh, als wir endlich die Segelschule erreichten. Kurz vorher lief uns noch eine Kröte vor die Füße.
Bei der Segelschule ging es dann aber unter der Straße hindurch wieder hinauf zum Parkplatz. Hier war gerade das Ordnungsamt dabei, sämtlichen Falschparkern - und von denen gab es reichlich! - ein Knöllchen zu verpassen. Der riesige Parkplatz, der noch recht leer war, als wir morgens hier ankamen, war inzwischen rappelvoll! Als wir zum Auto gingen, wurden wir schon von einem anderen Auto verfolgt. Das ältere Paar war scharf auf unseren frei werdenden Stellplatz. Also haben wir uns beeilt, weg zu kommen. Dabei hätten wir eigentlich sogar noch 30 Minuten stehen dürfen, bis unser Ticket abgelaufen wäre.
Meine Überlegung, ob wir nicht vielleicht doch lieber den Zug genommen hätten, erübrigte sich schon, bevor wir den Parkplatz erreichten. Denn wir hätten den Zug dieses Mal knapp verpasst und hätten eine ganze Stunde warten müssen, bis der nächste gekommen wäre.

Die Rückfahrt gestaltete sich allerdings etwas nervig. Denn wir standen schon kurz hinter dem Örtchen Aha im Stau. Der ging bis nach Bärental an die große T-Kreuzung. Danach hatten wir freie Fahrt bis ins Höllental. Da staute es sich dann wieder, weil dort ein Unfall passiert war. Wie man an der Stelle einen Unfall bauen kann, ist mir zwar immer noch ein Rätsel (die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind bei den mörderisch engen Kurven ja nicht zum Spaß dort!), aber als wir an der Unfallstelle vorbei kamen, wurde gerade eine Person reanimiert - von Ersthelfern, denn der Notarzt war noch nicht eingetroffen.  Die Einsatzkräfte begegneten uns erst ein paar Minuten später in Falkensteig - dem Nadelöhr im Höllental - eng und 30er Zone.

Wir waren froh, als wir wieder Zuhause waren. Im Schwarzwald oben hatten wir 25 Grad, unten in Freiburg waren es 30 Grad.

Der Jägersteig hatte gute 12 km und wir waren 3 Stunden (reine Gehzeit) unterwegs.