[Dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten, durch Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung]An Silvester war es richtig schön in Freiburg und wir sind zu einer letzten Wanderung in 2019 aufgebrochen. Wir sind zum zweiten Mal den Herderner Höhenweg gelaufen. Das ist nur ein kleiner Wanderweg - schnuckelige 5,5 km lang - im Stadtteil Herdern.
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| Herderner Höhenweg, Karte von Komoot |
Als wir den Weg vor zwei Jahren das erste Mal gewandert sind, haben wir uns doch ein paar Mal verlaufen, da die Beschilderung nicht sooo doll war.
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| St. Urban in Freiburg-Herdern |
Wie schon vor zwei Jahren ging es mit Bus und Bahn zur St. Urban Kirche in Herdern. Dort ist Start und Ziel des Rundweges.
Unten im Wohngebiet ist die Beschilderung immer noch top. Vom Kirchplatz geht es erstmal zum Lallibrunnen und dann weiter hinauf zur Sonnhalde.
Über die Hausdächer hinweg hat man schon den ersten tollen Ausblick. Aber es kommen noch bessere. Wer also auf schmale Pfade und tolle Aussichten über die Stadt aus ist, dem können wir diesen kleinen Rundweg nur wärmstens empfehlen ;-)
Leider mussten wir ein paar Meter weiter feststellen, dass nun doch die Herderner Pferdewiesen bebaut wurden. Statt schöner Grünfläche am Hang mit alten Obstbäumen und Aussicht, stehen hier nun morderne neue Häuser. Bei den Grundstücks- und Immobilienpreisen aktuell, frage ich mich, wer es sich leisten kann, in so einer Lage zu bauen/zu wohnen. Vor den Türen stehen jedenfalls auch eher hochpreisige Fahrzeuge (Porsche, Mercedes und Audi - fast alles Limosinen oder SUVs). Schade um die schöne Aussicht, die nun ganz exklusiv bezahlt werden muss.
Immerhin einen alten Obstbaum oben am Straßenrand haben sie übrig gelassen. Wir wandern weiter bergauf über einen schmalen Pfad.
Jetzt kann man auch über die neuen Häuser etwas hinweg sehen und erkennt den Kaiserstuhl am Horizont.
Die Beschilderung fängt hier an, schlechter zu werden. Zumindest die eine Infotafel zum Hebsackgut, haben wir fast übersehen - halb gebraben von einem gefällten Baum.
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| Schild unten links wie es vor zwei Jahren noch war |
Oben erreichen wir den Herderner Rebberg. Die Aussicht von hier ist bombastisch. Man kann die halbe Altstadt erkennen und viele von Freiburgs Wahrzeichen.
Ein Blick Richtung Schneeburg zeigt allerdings auch, was die zwei letzten heißen Sommer am Baumbestand der Region angerichtet haben.
Weiter geht's zum ehemaligen Jägerhäusle, dem heutigen Panorama Hotel. Wenn wir dort sind, geht es endlich in den Wald :-)
Wir finden den Weg zum Grillplatz, den wir beim letzten Mal übersehen haben. In den Wanderkarten (analog und digital) ist er allerdings immer noch nicht eingezeichnet.
Und obwohl es recht warm ist, findet sich etwas Eis hier und da.
Oben am Glasbachdobel sind wir erstmal wieder auf einem breiteren Waldweg. Noch ein Abstecher zum Krottenweiher und dann geht es wieder zurück und weiter hinauf.
Wir finden ein paar Trompetenflechten. Die hätte ich um diese Jahreszeit eher nicht mehr erwartet.
Schnell wird der Weg zu einem Pfad. Die nächsten paar Kilometer bleiben wir auch auf schmalen Pfädchen.
Und wie schon vor 2 Jahren können wir die Schilder 14 und 15 nirgendwo finden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten.
1. Wir mussten uns mal wieder so sehr auf den halb weggespülten schmalen Weg konzentrieren, dass wir schon zum zweiten Mal an den Schildern vorbei gelaufen sind, ohne sie zu bemerken oder
2. sie sind einfach nicht (mehr) da. Wir wissen es nicht. Möglichkeiten zum "falsch Abbiegen" gab es hier oben mangels Abzweigungen nämlich nicht.
Nachdem wir uns über ein paar schlecht gepflegte Stellen geschleppt hatten, erreichten wir endlich die Hebsackwiesen. Einer der schönsten Aussichtspunkte Freiburgs die ich kenne :-)
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| Blick auf die Altstadt von den Hebsackwiesen |
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| Blick zur Herz-Jesu-Kirche im Stühlinger |
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| Freie Sicht zum Blauen |
Obwohl der Wegweiser eher auf den schmalen Waldpfad zeigt, geht es am Rande der Hebsackwiesen über den schmodderigen Wiesenweg hinab.
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| Hebsackwiesen von unten |
Unten kommen wir zu einem weiteren Grillplatz und kurz darauf über einen weiteren schlammig-rutschigen Weg wieder zur Straße oberhalb vom Rebberg.
Wir waren nun wieder am ehem. Sportbad. Eigentlich sollte es hier nun geradeaus bergab gehen. Aber der Weg ist gesperrt. Einsturzgefahr! Also gingen wir erstmal ein Stückchen den Weg zurück, den wir hoch kamen.
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| So sah der nun gesperrte Weg 2017 aus |
Vor zwei Jahren war der Weg noch passierbar. Wahrscheinlich geht es um die seitlichen Mauern und/oder Hänge, die hier einsturzgefährdet sein sollen.
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| Heute ist kein Durchkommen mehr |
Schon kurze Zeit später waren wir wieder am Kirchplatz und hatten den schönen Rundweg beendet.
Bei der gegenüberliegenden Bushaltestelle mussten wir auch nur noch 2 Minuten warten, bis der Bus Richtung Stadtmitte kam und es ging mit den Öffentlichen wieder nach Hause.
Der Weg an sich ist immer noch sehr schön. Aber gerade die schmalen Pfade sind inzwischen teilweise arg ausgewaschen und an einigen Stellen daher nicht mehr so einfach zu begehen. Die Beschilderung hat sich auch nicht verbessert - eher verschlechtert. Schade, dass der tolle Rundweg nicht sonderlich gepflegt wird. Daher empfehlen wir den Weg vornehmlich bei trockenem Wetter zu gehen, denn mit all dem Schlamm, den wir hatten, sind wir zum Teil ordentlich ins Rutschen geraten und gerade am Hang im Wald war das nicht ohne.