Samstag, 19. Mai 2018

Von St. Peter nach Freiburg

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Heute konnten wir schon wieder eine Wanderung von unserem Wunschzettel streichen. Und zwar die von St. Peter nach Freiburg.
Unsere Route (Karte von der Komoot App)
Für den Nachmittag waren Regen und Gewitter angekündigt, daher sind wir schon um 6:30 Uhr aufgestanden. Mit der Linie 4 ging es zur Endhaltestelle "Gundelfinger Straße" und von dort mit dem SBG Bus Nr. 7206 bis nach Denzlingen an den Bahnhof.
im Bus nach Denzlingen
Der Bus war erfrischend leer. Und auch der SBG Bus Nr. 7205, der uns von Denzlingen nach St. Peter hoch brachte, war schon mal voller :-)
im Bus nach St. Peter
In St. Peter stiegen wir an der Haltestelle "Abt-Bürgi-Straße" aus und liefen erstmal zum Kloster. Der Wegweiser unterhalb des Klosters zeigte an, dass es bis nach Kirchzarten 10,5 km sind. Von dort kommt man gut mit dem Zug (im Moment Schienenersatzverkehr!) zurück nach Freiburg. Aber wir wollten ja eh bis nach Freiburg laufen.
Kloster von St. Peter

In der Klosterkirche waren wir heute zum ersten Mal drin. Die ist ja so schön von innen! Und untermalt wurde das ganze heute auch noch von zwei jungen Männern, die vor dem Altar Klavier spielten. Herrlich!

Klosterkirche - schönes Barock



Nachdem wir uns die Kirche angeschaut hatten - lange blieben wir nicht, weil wir die Klavierspieler nicht beim Üben stören wollten - liefen wir weiter. Dabei folgten wir den Schildern zum Lindenberg.



Die 3 km hinauf zum Lindenberg sind das einzige anstrengende Stück dieser Wanderung. Und ein ein regelmäßiger Blick zurück lohnt sich, denn man hat vom Wanderweg einen fantastischen Blick nach St. Peter.

noch grüne Kirschen

Blick zurück auf St. Peter

Die höchste Stelle hat man am Hochgericht erreicht. Dort steht ein Waldsofa zum relaxen :-) Ab hier ist der Weg eigentlich nur noch ein "Spaziergang".

da hätte ich noch ewig fläzen können :-D
Hochgericht
Außerdem hat man es dort schon fast bis zum Lindenberg geschafft. Auf einer Wiese mit kniehohem Gras habe ich einen Schwalbenschwanz gesehen! Ich bin ihm eine ganze Weile hinterhergepirscht und konnte dann dieses Foto machen:
Schwalbenschwanz
Ich war so happy! Ein kleines Highlight der Wanderung :-) Als wir hier zuletzt waren, lag alles voller Schnee. Das ist bestimmt schon 2-3 Jahre her.

Auf dem Lindenberg steht die Wallfahrtskapelle Maria Lindenberg. Dort war für eine Hochzeit geschmückt. Aber es war sonst niemand da und wir hatten die Kapelle das erste Mal für uns alleine. Es hat auch Vorteile, wenn man schon Samstags wandern geht :-)
Lindenbergkapelle






Vom Platz hinter der Lindenbergkapelle hat man einen tollen Blick hinab ins Ibental. Heute war die Sicht leider etwas vernebelt. Aber man konnte es immerhin noch erkennen :-)
Blick ins Ibental

Ab der Lindenbergkapelle hielten wir uns immer an die gelbe Raute und folgten ihr weiter Richtung Kirchzarten.
Meist verlief die Strecke über schattige Waldwege. Immer wieder schöne Blicke in die umliegen Täler.
großer Rosenkäfer
Wir kamen an diesem genialen Erste Hilfe Kasten vorbei. Der war letztes Mal noch nicht da! Eine tolle Idee :-)

Blick zum Schwärzlehof
Nahe des Schwärzlehofes hielten wir uns links und kamen an der kleinen Schwärzlehof Kapelle vorbei.
Schwärzlehof Kapelle
Die Wege waren mal breiter, mal schmaler. Aber sie ließen sich immer gut gehen.


Kurz vor der engen Passsage zwischen den Weiden hindurch steht links eine Bank mit toller Sicht. Dort haben wir eine kleine Pause gemacht. Das Frühstück war inzwischen ziemlich lange her und wir hatten Hunger.
Schmaler Pfad zwischen den Weiden
Während wir pausierten bekamen wir noch Besuch von einem kleinen Käfer. Der fand meinen Rucksack sehr spannend.

Blick von unserer Pausen-Bank
Weil der Weg dort so extrem schmal ist, das selbst Wanderer kaum aneinander vorbei kommen, ist es dort eigentlich verboten, mit dem Mountainbike durchzufahren. Die entsprechenden Schilder stehen schon lange vor der Passage.
Und trotzdem kamen uns von unten gleich drei Mountainbiker entgegen. Unglaublich. Gut, dass gerade keine Kühe auf den Weiden standen, denn dann wäre der linke Zaun unter Strom gewesen. Autsch!
Schatz in Konfrontation mit den Radlern
Schild am unteren Ende der Passage
Oberhalb des nächsten Hofes hat man einen Blick auf Stegen. Da wollten wir (erstmal) hin.
Blick Richtung Stegen
Stegen im Dunst

Leider ist ab diesem Hof nur noch asphaltierter Weg bis nach Stegen. Das ist der "doofste" Teil der Strecke. An sonnigen, warmen Frühlings- und Sommertagen, heizt sich die Straße stark auf und macht das Laufen beschwerlich. Heute ging es, denn die Sonne wurde immer wieder von dicken dunklen Wolken verhangen. Und vor uns, über den Schwarzwaldbergen, hörten wir es donnern.

Aber mehr wie Donner hörten wir nicht. Und bald kam auch die Sonne wieder durch.



Auf dem Weg nach Stegen begegneten uns einige Tiere Manche versteckt - die Zikaden/Grillen hörten wir nur - , andere zu sehen. Was genau das für eine Raupe ist, wissen wir nicht. Aber von diesem Exemplar sahen wir einige auf dem Weg.

In Stegen kamen wir am Dorfplatz mit einem schönen Brunnen vorbei. Und in Stegen ist dann auch die Abzweigung. Links geht es noch 2-3 km bis nach Kirchzarten an den Bahnhof. Rechts war der Weg, für den wir uns entschieden. Auf dem Schild steht 12 km bis Freiburg an den Bahnhof. Wir denken, damit ist der Hauptbahnhof gemeint, denn der nächste Bahnhof in Freiburg-Littenweiler ist garantiert keine 12 km entfernt!

Der Weg bleibt daher erstmal asphaltiert, denn es geht am Örtchen Wittental vorbei. Dort ist ein riesiger Bio-Hof mit jeder Menge Tiere. Heute haben wir Schweine gesehen. Wir haben dort aber auch schonmal Truthähne und Kühe gesehen :-)

Blick zurück Richtung St. Peter
die drei kleinen Schweinchen :-D
Nach Wittental geht es wieder am Waldrand entlang. Mittlerweile grummelte es aber schon wieder. Dieses Mal hinter uns - dort wo wir morgens losgelaufen waren.


der Himmel droht
Ein paar Kilometer später erreichten wir die äußersten Ausläufer von Freiburg - den Stadtteil Ebnet. Da meine Beine zwischenzeitlich doch etwas schwer waren und ich ja morgen auch noch einen langen, aber schönen Tag vor mir habe, haben wir die Endhaltestelle in Ebnet angesteuert.

Blick zum Rosskopf
Rosskopfgipfel
Kurz vor dem Ortsschild hatten wir dann nochmal einen tollen Blick auf den Rosskopf. Von dieser Seite aus kann man sogar den Aussichtsturm sehen. Von "unserer" Seite aus geht das nämlich nicht.

An der Haltestelle in Ebnet mussten wir nur 4 Minuten auf den nächsten Bus warten. Dieser brachte uns zur Haltestelle "Lassbergstraße", wo wir in die Straßenbahn umsteigen und heim fahren konnten.
Im Bus zur Lassbergstraße
Am Ende hatten wir etwas über 13 km auf dem Tacho. Unsere Aufzeichnungs-App ist da ziemlich genau ;-) Sie bescheinigte uns eine reine Gehzeit von reichlich 2,5 Stunden. Unterwegs waren wir aber 4 Stunden.

Die Tour war schön. Die letzte Beschreibung hatte ich in meinem alten Blog, der ja leider vom Anbieter einfach abgeschaltet wurde. Ich bin froh, dass ich die Tour jetzt auch wieder hier habe :-)

Morgen klingelt der Wecker dann um 6:45 Uhr und um 8 Uhr fährt der Zug nach Karlsruhe. Das wird eine Gaudi!