Donnerstag, 22. März 2018

Wanderung durch den südlichen Mooswald

[Dieser Post enthält durch Firmennennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]


Gestern war ein schöner, sonniger Tag. In der Sonne war es sogar frühlingshaft warm. Das wollte ausgenutzt werden. Da sich nun mal der TK-Fachmann für die Mittagszeit angemeldet hatte, habe ich am Vormittag noch einen Friseurtermin wahrgenommen. So kamen wir dann allerdings erst um 13:30 Uhr los.

Mit der Straßenbahn ging es in den Stadtteil Rieselfeld, wo wir um 14:15 Uhr ankamen. Unsere Wanderung begann direkt an der Endhaltestelle der Linie 5 "Bollerstaudenstraße".
Haltestelle Bollerstaudenstraße
Von dort ging es ins Naturschutzgebiet Rieselfeld. Am Wegesrand dann ENDLICH die ersten Frühlingsboten :-)
Vom Wegesrand erweckte ein Gebilde unsere Aufmerksamkeit. Von weitem und einem etwas schrägen Blickwinkel sah es zuerst aus, als hätte man dort eine Rakete aufgebaut. Als wir dann aber näher kamen und sich der Blickwinkel änderte wurde klar, das dort vermutlich ein paar Halbstarke gedacht haben, Schneemänner sind langweilig!
Moderne Kunst aus Schnee?!
 Kurz nach dem eiskalten Phallus ging es dann rechterhand in den Wald hinein.
Dem Weg folgten wir einer Weile und hielten uns an einer größeren Kreuzung rechts. Danach ging es im Zickzack weiter immer Richtung Badesee.
Unterwegs entdeckten wir ein Rotkehlchen am Wegesrand. Es blieb ganz brav sitzen uns ließ sich ablichten. Wir haben einen Kranich oder Storch (was von beidem es genau war, wissen wir nicht) fliegen gesehen.
 Und weitere Frühlingsboten versüßten uns den Weg zu den Seen.

Algen im Bach
blühende Weidenkätzchen
Als wir am anderen Ende vom Naturschutzgebiet waren, eröffnete sich der Blick hinüber zum Stadtteil Rieselfeld. Im Hintergrund die schneebedeckten Schwarzwaldgipfel und im Vordergrund die offenen Flächen vom Naturschutzgebiet.
Blick zum Rieselfeld
Rosskopf
Kandel

Auf den offenen Flächen bließ leider ein heftiger Wind, der das ganze etwas ungemütlich machte. Er war eisig!

Schönberg
Schauinsland
Kurz vor der Autobahn A5 entdeckten wir einen Turm. Er war nicht sonderlich hoch und man hatte vorab ja schon schöne Blicke in die Landschaft gehabt. Als ich dann hoch stieg hing dort eine Tafel. Es handelte sich um einen Vogelbeobachtungsposten. Die Tafel war total verkratzt und verschmiert, daher habe ich kein Foto davon gemacht.
Vogelbeobachtungsposten
 Der Blick vom Turm war nicht anders als der, den wir vorher schon von unten gehabt haben.
Blick vom Turm
 Also ging es weiter. Bis zur A5 waren es nur noch ein paar hundert Meter.


Durch einen Torbogen gingen wir hindurch und direkt dahinter befand sich die Unterführung unter der A5 hindurch.
Hinter der Unterführung ist gleich rechts der Waltershofener See. Ein kleiner Pfad führt einmal um den See herum. Also hielten wir uns rechts und folgten dem Pfad parallel zur Autobahn bis zum anderen Ende des kleinen Sees. Hier blühten sogar schon die ersten Anemonen :-) Nur der Lärm von der Autobahn war furchtbar.
Anemonen
Waltershofener See
Pfad um den Waltershofener See
Am anderen Ende des Sees angekommen, überquerten wir den Zulauf über einen Baumsteg und setzen unseren Weg auf der anderen Seite des Sees fort. Unglaublich was die paar Meter Entfernung zur Autobahn alles ausmachten, denn auf dieser Seite des Sees war es schon um einiges leiser.

Waltershofener See
Direkt gegenüber des Waltershofener Sees liegt der Opfinger See. Ich glaube, das ist der größte Badesee in Freiburg. Natürlich waren die einzigen Badegäste um diese Jahreszeit ein paar Enten, Schwäne und Haubentaucher :-)
Brücke hinüber zum Opfinger See
Das war auch ganz gut so. Wir sind hier im Sommer mal vorbei gekommen und wussten nicht, dass es einen FKK Bereich gibt und so marschierten wir mitten durch die Nackedeis. Es gibt wirklich schöneres zu sehen :-D
Kleine Aussichtsplattform am Opfinger See
Dem schmalen Seeuferpfad folgten wir bis zum anderen Ende des Opfinger Sees. Dort gingen wir ein Stück über den Parkplatz und zur Unterführung, um auf die andere Seite der viel befahrenen Opfinger Straße zu gelangen.
Opfinger See

Seeufer Pfad am Opfinger See

Dann folgten wir dem Radweg parallel zur Opfinger Straße ein Stückchen, bis zum nächsten großen Parkplatz. Dort ging es wieder über einen kleinen Steg über den Bach und schon waren wir am Kleinen Opfinger See.

Kleiner Opfinger See
Auch diesen See haben wir ein Stück umrundet. Hier tummelten sich ein paar Angler, aber die ließen wir auch links liegen. Am Ende des Sees ging es dann wieder in den Wald hinein.
Wir kamen an einer Baum-Skulptur vorbei, die uns echt gefallen hat. Und dann wand sich unser Weg mal hierhin, mal dorthin, kreuz und quer durch den Wald.
Unterwegs fanden wir immer mal wieder kurze Abschnitte, die mit riesigen Steinen aufgeschüttet waren - zumindest für ein paar Meter. Es sah fast aus, wie ausgetrocknete Flussbetten. Der Sinn dieser kurzen Steinstraßen blieb uns allerdings verborgen.

Ein Stückchen am Waldrand entlang über einen kaum zu erkennenden Wiesenweg ging es weiter. Links der Waldrand, rechts der Blick über Felder bis hinüber zum Kaiserstuhl.
Blick zum Kaiserstuhl
Dort fanden wir dann den vierten See, den Reutemattensee. Er war in einer Art kleiner Parkanlage gelegen, etwas außerhalb vom Örtchen Tiengen. Auf der anderen Seite des Parks gingen wir dann weiter.
Ein wie eine Schnecke gewundener Radweg führte uns dann hinauf auf die Brücke über der A5. Auf dieser überquerten wir den Autobahnzubringer Freiburg-Süd.
Blick hinab zur A5
An einem großen Parkplatz ging es dann wieder zurück in den Wald. Dort fanden wir am Hinweisschild für die Schranke tatsächlich eine Christbaumkugel :-)
Frohe Weihnachten ;-)
Am Wegesrand entdeckten wir alle paar Meter historische Grenzsteine. Das Wappen war sehr gut zu erkennen, sagte uns aber nichts. Es kommt mir total bekannt vor, aber zu wem es gehört, weiß ich nicht.
Grenzstein von 1787
Und dann kamen wir zum letzten See unserer Wanderung. Der Arlesheimer See war uns beiden total unbekannt und auch Schatz, der hier geboren und aufgewachsen ist, hatte noch nie von ihm gehört.
Arlesheimer See durch den Zaun gesehen
 Als wir den See endlich erreichten, war er komplett von einem hochen Maschendrahtzaun umgeben. Nicht nur Maschendraht. Gekrönt wurde das ganze auch noch von einer Lage Stacheldraht. Der versucht wohl jemand unbedingt die Leute vom See fern zu halten. Das fanden wir zuerst etwas Schade. Aber dann entdeckten wir einen haufen Kormorane! Späteres googeln ergab, dass es sich um ein Biotop und Artenschutzgebiet handelt. Außerdem ist er als Vogelschutzgebiet anerkannt. Das erklärt den hässlichen Zaun und die wundervollen Vögel :-)
Kormorane am Arlesheimer See
Kurze Zeit später kamen wir zu den Schlatthöfen. Dort gibt es sogar eine Strauße, in der man - laut Schatz - gut essen kann. Erst meinte er, er wäre hier noch nie gewesen. Aber als wir dann dort waren hat er sich doch erinnert. Er hatte es nicht gleich erkannt, weil wir aus "der falschen Richtung" kamen ;-)
Hinter den Schlatthöfen ging es dann rechts so ziemlich geradeaus weiter, bis zum Industriegebeit Haid. Kurz bevor wir wieder die Zivilisation enterten, sahen wir große Sturmschäden am Wegesrand.
ein Baum in zwei Richtungen gebrochen
Weg gesäumt von umgestürzten Bäumen.
Der letzte Kilometer führte uns dann durch das öde Industriegebiet (daher keine Fotos). Dort erreichten wir die Endhaltestelle der Linie 3 "Munzinger Straße" und mussten nur 4 Minuten auf eine Bahn warten, die uns wieder 'gen Heimat brachte.
Karte von der Komoot App
Wir waren ca. 4 Stunden unterwegs (ganz genau weiß ich es leider nicht) und haben dabei 17,5 km zurück gelegt. Dafür, dass wir erst so spät los sind, haben wir den Tag echt super ausgenutz. Aber es war die erste Wanderung seit 4 Wochen und wir waren am Ende beide total erledigt :-)

Sonntag, 18. Februar 2018

Über den Schönberg zur Schneeburg

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Heute wollten wir wandern. Erst wollten wir auf den Schauinsland fahren, weil dort Sonne gemeldet war. Der Wetterbericht änderte sich aber wieder und wir entschlossen uns, bei uns von der Haustür aus zu starten, weil plötzlich für hier Sonne gemeldet wurde. Weil sich das aber auch wieder änderte, wollten wir am Schönberg - in der angekündigten Sonne - wandern. Ich nehme es schon vorweg: Wir haben heute nicht einen einzigen Sonnenstrahl abbekommen :-D Es wäre auch völlig egal gewesen wo wir hingefahren wären - der Nebel war überall!
Karte von der Komoot App
Der morgendliche Blick aus dem Fenster offenbarte das ganze Ausmaß des abendlichen Schneegestöbers - für Freiburg schon ziemlich viel ;-)
Blick aus dem Fenster
Mit der Straßenbahn ging es in den Stadtteil Vauban zur Haltestelle "Paula-Modersohn-Platz". Von dort spazierten wir ein paar hundert Meter in den nächsten Ort.
In Merzhausen bogen wir nach rechts in die Straße In den Sauermatten ein und dort ging es am Ende über eine Treppe und den Schlagenweg den Weinberg hinauf.
Von dort oben hatten wir eine schöne, aber leicht vernebelte, Sicht auf die Umgebung. Bei Sonnenschein ist das da oben natürlich noch viel viel schöner ;-)
Hildaturm auf dem Lorettoberg


Blick auf Merzhausen und den Lorettoberg
An der Schönstattkapelle ging es vorbei und immer weiter hinauf. Zur Kapelle hin sind wir aber nicht, weil der Weg extrem matschig war.
Schönstattkapelle


Martinstor und Münster
Oben angekommen ist das Jesuitenschlössle ein echter Blickfang. Und im Sommer kann man dort auf der Terrasse bei einem herrlichen Ausblick auch speisen. Auch hätten wir hier normalerweise einen Blick auf den Schönberg werfen können - nur heute nicht.
Blick zum Schönberg
Blick auf Freiburg
Am Jesuitenschlössle haben wir nur kurz geschaut und sind dann gleich weiter gegangen.
Jesuitenschlössle
Als der Weg uns dann den Gaisberg hinaufwies, war Schatz das erste Mal am rummosern - viel zu Matschig! Und trotzdem sind wir heile oben angekommen - allerdings haben wir noch nie so lange dafür gebraucht :-)
Weg auf den Gaisberg


Blick vom Gaisberg
Blick über das Jesuitenschloss hinweg auf Freiburg
Wenn man den Gaisberg halb oben ist, hat meinen einen richtig tollen Blick über das Jesuitenschlössle hinweg auf Freiburg.
Oben im Wald war der Weg dann erstmal wieder gut begehbar und Männe war besänftigt - bis zum nächsten Abzweig ;-)
Als ich ihn kennenlernte, hat er sich ja als Frischluftliebhaber und Naturbursche "verkauft"....aber wehe die Wege sind matschig oder rutschig. Dann wird er sofort unleidlich und mosert nur rum ;-)
Je höher wir kamen, desto nebliger wurde es. Glücklicherweise waren wir hier auch bei gutem Wetter schon öfters und so konnten wir uns gar nicht verlaufen :-)
Unterwegs sahen wir dann auch einen Landschaftsrahmen. Allerdings konnten wir uns nicht mehr erinnern, was man sonst darin sehen kann. Heute war nur "weißes Rauschen" :-D
Landschaftsrahmen ohne Landschaft

Der Weg führte uns fast hinauf zum Schönberg. Die letzten 300 m auf den Gipfel haben wir uns gespart. Man hätte ja eh nichts gesehen. Hinab ging es über eine asphaltierte Straße bis zum Schönberger Hof. Das ist eine Gaststätte unterhalb der Ruine Schneeburg.

Den Blick auf die Ruine hat man immer mal wieder von der Straße aus - wenn es nicht so neblig ist wie heute ;-) Und auch als wir unten waren, konnte man die Burgruine im dichten Nebel kaum erkennen.
Schneeburg im Nebel

Schneeburg im Nebel
Den Weg hinauf zur Schneeburg haben wir uns auch gespart. Denn auch die Aussicht von dort oben war heute absolut nicht gegeben und der schmale Pfad hinauf ist auch bei trockenem Wetter nicht ohne.
Ruine Schneeburg
Hinab ging es dann wieder über einen breiten Waldweg, vorbei am Mösleschacht - ein Überbleibsel aus NS Zeiten, als man versuchte dort Eisenerz abzubauen.


Mösleschacht
Hinter dem Mösleschacht ist noch ein kleiner Grillplatz mit Brunnen. Männe hat sich dort die Hände gewaschen und hat doch tatsächlich versucht mir weiß zu machen, dass das Wasser gar nicht so kalt wäre :-D

Dabei ist das Wasser aus diesen Brunnen sogar im Sommer eiskalt ;-) Von dort aus ging es weiter hinab, vorbei am Sportschützenverein von St. Georgen. Und zack, waren wir wieder in der Zivilisation.


Totengedenkstein St. Georgen am Waldrand

Im Städtle war der Schnee inzwischen komplett weggetaut, nur richtig warm war es immer noch nicht.
In einem Garten gesehen
Unter der Bahnlinie ging es hindurch
Am Dorfbach entlang suchten wir uns dann den Weg zur nächsten Straßenbahnhaltestelle. Von der "Innsbruckerstraße" ging es dann mit der Bahn wieder gen Heimat.
Am Dorfbach entlang zur Haltestelle
Dort gab es erstmal eine heiße Dusche und lecker Abendessen :-)

Unsere Tour hatte gute 10 km, für die wir 3 Stunden gebraucht haben. Pause haben wir wieder nicht gemacht, weil es keine trockene Rastmöglichkeit gab. Und am Ende hat auch Schatz gesagt, sie hätte ihm gut gefallen - trotz matischiger Wege :-)

Und heute kommt wohl keiner auf die Idee sich über das viele Grün zu wundern :-D